Archiv vom Juni 2006

The Power of the Marginal

Vom 29. Juni 2006

Vor kurzem hab ich einen Text enteckt: The Power of the Marginal von Paul Graham. Heist so viel wie: “Die Kraft der Außenseiter”... naja, zumindest frei übersetzt. Bin über die RailsConf 2006 drauf gekommen.

Der Text hat bei mir mal wieder eine kleine Denkwelle ausgelöst. Über meine Zukunft, den Umgang mit meinem Fachwissen, das Verhalten anderen “Insidern” gegenüber und vor allem die Art und Weise meiner Projekt.

Es ist zwar nicht falsch, Projekte gut zu planen, vor allem bei mehreren Teammitgliedern, aber es schränkt auch die Kreativität sehr ein. Ich hab selbst schon vor ca. zwei Jahren damit angefangen, alles durchzuplanen… allerdings fühlt man sich dadurch früher oder später fast wie eine Maschiene. Noch dazu hat diese “Laune” zu einem (inzwischen beigelegten) Streit zwischen mir und einem meiner besten Freunde geführt, wodurch die ZGR-Website fast hops gegangen währe. Nach einigen Monaten war diese “Laune” glücklicherweise auch vorbei.

Auf jeden Fall kann ich jedem angehenden Programmierer, Künstler, Designer, oder was auch immer, empfehlen, den Essay durchzulesen. Ich musste zwar einige male ein Übersetzungprogramm bemühen und es war an manchen Stellen nicht sehr leicht allem zu folgen, aber der Text ist es definitv wert.

Hier ein paar Textstellen, die mir besonders gut gefallen haben:

The eminent, on the other hand, are weighed down by their eminence. Eminence is like a suit: it impresses the wrong people, and it constrains the wearer.

Lord Acton said we should judge talent at its best and character at its worst. For example, if you write one great book and ten bad ones, you still count as a great writer—or at least, a better writer than someone who wrote eleven that were merely good. Whereas if you’re a quiet, law-abiding citizen most of the time but occasionally cut someone up and bury them in your backyard, you’re a bad guy.

If I could go back and redo my twenties, that would be one thing I’d do more of: just try hacking things together. Like many people that age, I spent a lot of time worrying about what I should do. I also spent some time trying to build stuff. I should have spent less time worrying and more time building. If you’re not sure what to do, make something.

Ich werde noch eine Weile brauchen um das alles richtig in meinem Kopf und mein Verhalten einzusortieren, aber so einen Text liest man auch nicht alle Tage.

Auf der anderen Seite hab ich heute früh bescheid bekommen, dass ich meine Zivistelle erst ab März haben kann. Dadurch überschneidet sich allerdings der Zivildienst und die BOS, die ich danach besuchen will, um zwei Monate. Leider werde ich mir dann wohl eine andere Stelle in der Umgebung suchen müssen, auch wenn es mir dort evt. viel Spaß gemacht hätte.

Ist schon schön, sowas… vor allem da ich in 7 Tagen meine letzte und endgültige Abschlussprüfung hab. An für sich sollte man sich da auf andere Dinge Konzentrieren…

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Endlich DSL

Vom 26. Juni 2006

Bin etwas spät dran, es hier in meinem Weblog zu schreiben. Wir haben daheim nun endlich eine brauchbare DSL-Verbindung… nach 5 Jahren hin und her. Normale Anbieter (Telecom, Arcor, usw.) mühen sich nicht für ein kleines Dorf (2 bis 3 Tausend Einwohner) ab, also musste eine andere Lösung her.

RiesDSL hat glücklicher weise trotz viel Widerstand (oh, gefährliche WLAN-Strahlung…) eine schnelle und von den Kosten her tragbare Lösung im Angebot. Für Onlinespiele ist der Ping (25 – 2000, Durchschnitt 150) zwar etwas zu launisch, aber zum surfen ist es wirklich genug.

An für sich war am letzten Freitag schon alles fertig, aber da wir erst am Samstag einen Router geholt haben, ging erst dann alles wirklich wie gedacht. Ist schon praktisch… von einem Modem zu DLS. Kann man sich dran gewöhnen.

Vor einigen Tagen ist bei mir auch das Buch Rails Recipes angekommen. Irgend wann gewöhnt man sich daran, dass die meisten Bücher aus den USA kommen. Das Buch bietet auf jeden Fall einige sehr interessante und gute Lösungen. Ich kann es nur jedem angehenden Ruby on Rails Programmierer empfehlen.

Das Wochenende war richtig erholsam… :)

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Opera 9, Der Zauberhut

Vom 22. Juni 2006

Vor zwei Tagen ist Opera 9 erschienen. Seit einigen Monaten benutze ich meistens nur noch die weekly builds, die die Entwickler von Opera freundlicher weise mindestens einmal pro Woche veröffentlichen. Deshabl hielt Opera 9 für mich nicht all zu viel neuens parat, da man über die weekly builds mehr oder weniger miterleben konnte, wie die einzelnen Features (SVG, Wildgets) gewachsen sind. Um genau zu sein, sind das offizielle Opera 9 und die letzte Weekly das selbe (beide Build 8501). Allerdings scheint der direkte Umstieg von Opera 8 auf 9 schon recht… beeindruckend zu sein. Mein Bruder kahm gestern zu mir ins Zimmer:

Ich komm mit dem neuen Opera gar nicht mehr klar. Für einen Moment dachte ich, wir hätten DSL.

Er benutzt momentan noch ISDN. Für mich war der Geschwindigkeitsunterschied nicht so heftig… bei einem Modem kann man nicht wirklich viel mehr rausholen.

Auf jeden Fall bin ich froh, dass Opera 9 endlich öffentlich ist, so sieht auch mal die Welt was von den neuen Funktionen… und nicht nur ein paar Hobby-Betatester. Es wird bei mir Firefox nicht als Webentwickler-Werkzeug vertreiben, aber zum surfen kann ich mir inzwischen keinen anderen Browser mehr vorstellen.

Wie dem auch sei, im Titel steht ja nicht umsonst “Der Zauberhut”. Gestern hab ich den Roman “Der Zauberhut” von Terry Pratchett fertig gelesen. War echt beeindruckend, ich kenne zwar inzwischen schon einige Bücher von ihm, aber irgend wie ist jedes anders, hat seinen eigenen Charakter. An einigen Stellen muss man einfach lachen (z.B. wenn sich die drei apokalyptischen Reiter besaufen, weil ihnen jemand ihre Pferde gestohlen hat) und bei manchen Stellen hängt man wiederum philosophischen Gedanken nach.

Mich beeindruckt immer wieder, wie schnell so ein Buch alle anderen Gedanken beiseite fegen kann. Auf jeden Fall bewirkt es bei mir Wunder, um nach einem stressigen Arbeitstag richtig abzuschalten. :)

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Wieder viel zu tun…

Vom 19. Juni 2006

Mein “Arbeits”-Urlaub ist leider seit heute vorbei und nun muss ich wieder in Augsburg arbeiten. Vom Tagesablauf her ist es kein all zu großer Unterschied, nur dass ich nun wieder 5:40 Uhr aufstehen muss und 3½ Stunden auf dem Weg von und zur Arbeit verbringe. Wie schön, dass unser Büro an der westseite Fenster hat, da lernt man die Sonne nachmittags richtig lieben. Naja, was solls. Das Leben geht weiter und die Arbeit wird nicht weniger…

Zu allem Überfluss ist am Wochenende noch mein USB-Stick abgeraucht. Da ich schon bei einigen Festplatten Datenrettungen durchgeführt habe und meine USB-Sticks bis jetzt immer ohne Probleme liefen, hielt ich die Dinger fälschlicher weise für sicher. Die Quittung kahm prompt: Ein paar Tage oder Wochen Arbeit futsch, der letzte Monat des Berichtsheftes ist übern Jordan und der 15seitige Entwurf des neuen Onlineshops meiner Firma auch… Das “kleine” Dilemma hat den Berg Arbeit nur noch etwas größer gemacht. Möge er in Frieden ruhen und ich möglichst bald einen neuen bekommen (10 Jahre Garantie).

Aber das Leben besteht nicht nur aus negativen Sachen, auch wenn man sich die besser merkt. So hab ich vor ein paar Tagen beim Ruby on Rails Weblog einen Eintag über CRC-Karten gelesen. Simple Papierkarten, auf die man den Namen der Klasse, ihre Zuständigkeiten und Verbindungen zu anderen Klassen einträgt. Eine Simple Idee, die die Entwicklung von objekteorientierten Anwendungen zumindest für mich etwas einfacher gemacht hat. Jetzt spielt sich nicht mehr alles im Kopf ab, sonder man hat auch etwas greifbares auf dem Tisch liegen. Ich hab zwar davor schon mal ähnliche Software ausprobiert, aber als alter bzw. junger Notziblock-Fan sind mir die Karten deutlich lieber. Mich erstaunt es immer wieder, wie sehr solche Kleinigkeiten die Entwicklung angenehmer machen… und dass man sowas nicht in der Ausbildung lernt. Veileicht lese ich auch nur die falschen Bücher. Mal sehen, ob es irgend wo eine FH gibt, auf der man auch praktische Ding wie CRC-Karten lernt.

Eine andere gute Erfahrung war auch die ZGR PfingstLAN am letzten Wochenende. War bei weitem nicht so stressig wie die vorherigen LANs und anscheinend hat es den meisten Leute wieder Spaß gemacht. Es gibt zwar noch viel zu tun, aber so langsam wird es mit den ZGR-LANs was. Zwar ist dort auch mein USB-Stick samt Inhalt verstorben, aber im nachhinein war es ein gerechter Tausch. Allerdings hab ich auch ein etwas schlechtes gewissen, denn manche Leute waren nicht all zu lange auf der LAN und dafür dann 5 € zu kassieren war eigentlich übertrieben. Aber leider passt eine einfach Lösung eben nicht zu allen Fällen.

Auf der anderen Seite hat sich auf dieser LAN endlich ein langes Problem gelöst. Manchmal kam es vor, dass diverse Rechner im Netz einen bestimmten Rechner nicht gefuden haben. Schon ein Ping auf diesen Rechner ging nicht, alle anderen hingegen schon. Allerdings ging auf anderen PCs der Ping auf den fragwürdigen Rechner ohne Probleme. Auf dieser LAN bin ich der Sache etwas auf den Grund gegangen und hab herausgefunden, dass selbst der ARP-Request (wandelt IP-Adresse in MAC-Adressen um) nicht hinhaut. Aber was kann bei einem ARP-Request schief gehen… viele Techniker wissen ja nicht mal, dass es sowas gibt. Die Lösung des Problem ergab sich bei einem Blick auf den ARP-Cache:

[fragwürdige IP-Adresse] 00-00-00-00-00-00 ungültig!

Auf den fragwürdigen Rechnern wurden OnBoard Netzwerkanschlüsse verwendet und manche Hersteller (SiS, Marvel) neigen anscheinend dazu, keine MAC-Adressen einzutragen. An für sich ist nicht definiert, was bei so einer MAC-Adresse passieren soll, aber manche Netzwerkkarten, Chips und Treiber akzeptieren diese Adresse wohl nicht. Logischer weise geht auch nichts, wenn zwei Rechner mit der gleichen Nuller-MAC-Adresse im Netz sind. Ursache erkannt, Problem schnell behoben: MAC-Adressen eingetragen und schon gings. :)

Um ehrlich zu sein hat mir das auf der LAN am meisten Spaß gemacht, den zum Spielen bin ich nicht all zu oft gekommen…

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Einhweihung

Vom 14. Juni 2006

Willkommen erst mal auf der “neuen” Arkanis Development Website und damit auch zu meinem Weblog.

Leider war die “alte” Website nichts weiter als ein Platzhalter… und das seit fast einem Jahr. Die Arbeit bzw. meine Ausbildung verschlingt seit zwei Jahren leider die meiste Zeit und Motivation, so dass für meine eigene Seite so gut wie gar nichts übrig blieb. Momentan wird das ganze ehr schlimmer und diese Woche ist seit langen Monaten (seit Anfang des Jahres?) der erste wirkliche Urlaub, den ich genießen kann.

Eine Woche reicht jedoch auch nicht wirklich aus, um eine komplette Website aus dem Boden zu stampfen… und so ist auch die “neue” Arkanis Development Website nicht wirklich das, was meinem Qualitätsstandart gerecht wird. Das System hinter der Seite ist mehr oder weniger der Überschuss aus einem Ruby on Rails Crashkurs. Es stecken vieleicht 2 oder 3 Tage Arbeit drinne, dem entsprechend ausgereift und fertig ist es auch. Das Design jedoch liegt schon etwas länger auf meiner Platte. Es ist schon fast ein Jahr alt und hat eine recht interessante Entwicklung hinter sich. Leider hab ich bis jetzt die Bugfixes für den allseits beliebten IE 6 noch außen vor gelassen. Ist allerdings schon fast erstaunlich, dass es auch ohen Bugfixes relativ gut funktioniert.

Naja, dann werde ich mal etwas weiter Fehler beheben… vieleicht trifft dann in ein paar Stunden ja die Beschreibung “Alpha” auf die Seite zu.

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Projekte

Simple Localization
Ein einfaches, aber macht- volles Übersetzungsplugin für Ruby on Rails.
Table Navigation
Ein jQuery Plugin um per Tastatur schnell durch Tabellen zu navigieren.

Über was ich schreibe…

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