Archiv vom Juli 2006

Bardentreffen Nürnberg

Vom 30. Juli 2006

Mal wieder ein etwas weltlicheres Thema. Wir haben uns zu dritt (meine Schwester, ihr Freund und ich) mehr oder minder spontan dazu entschieden, auf das Bardentreffen in Nürnberg zu gehen. Eine Art Stadtfest, bei dem in der Innenstadt 8 große Bühnen aufgebaut werden, auf denen dann internationale Bands ihr Können demonstrieren. Da das ganze eine freie Veranstalltung ist, spielen auch viele kleine Gruppen an diversen Ecken und Enden. Wir waren vor zwei Jahren schon einmal dort und haben einige interessante Bands gesehen bzw. gehört… unter anderem einen Mann, der mit zwei Schlägeln Mozart auf einer Art Xylophon gespielt hat.

Ok, dieses mal war der Anfang allerdings nicht so gut. Die Musik bei den großen Bühnen war zwar schon gut, allerdings für meinen Geschmack deutlich zu laut. Es hat noch nicht geschmerzt, allerdings konnte ich durch die Lautstärke und der etwas starken Bassbetonung die Musik nicht wirklich erfassen. Als ob die eigentliche Musik regelmäßig von extremen Lauten entweder zerhämmert oder kapput vibriert wird.

Bei der zweiten Bühne haben wir uns etwas abseits hingesetzt und mehr den Garten und das Essen genossen, als die Musik. Wir waren zwar hinter den Boxen, aber die Lautstärke war immer noch üppig.

Nun, an für sich war der Tag schon halb vorbei und der Besuch in Nürnberg hatte sich noch nicht wirklich gelohnt. Bei der dritten Bühne hingegen haben wir unverhofft unseren alten Englischlehrer Herr Engelhardt und seine Frau getroffen. Zuerst war das Thema natürlich mal die aktuelle Bildungspolitik. Anscheinend legt das Bildungsministerium den Lehrern nahe, etwas “toleranter” bei der Beurteilung zu sein. Auf deutsch: die Schüler sollen in der Statistik besser werden. Das die Wirtschaft sich schon länger über die mangelde Qualifikation der Schulabgänger beschwert, scheint dort nicht wirklich jemanden zu interessieren. Aber gut, das ist ein anderes Thema, worüber man ebenfalls ganze Aufsätze verfassen könnte.

Das zweite große Thema im Gespräch war, schwer zu erraten, die Lautstärke, aber auch “aktuelle” Trends. Wenn die Lautstärke schon für einen über 60 Jahre alten Mann zu viel wird, sollte man sich vielleicht schon mal Gedanken über die Geräuschwahrnehmung der jüngeren Generationen machen. Es beeindruckt mich jedes mal wieder, wie sehr Herr Engelhardt seine Schüler am Herzen liegen. Er hat es mehr oder minder auf sein Alter und mangelnde Flexibilität zurückgeführt, dass er z.B. nicht verstehen kann, warum es so viele Jugendliche in die Diskos zieht. Gesellschaftlicher Umgang ok, aber die permanente Überreizung der Wahrnehmung und dann noch der Alkohol. Als ich ihm dann gesagt hab, das dieses Verhalten für mich persönlich auch ein Buch mit sieben Siegeln sei, war er zumindest in dieser Beziehung etwas erleichtert.

Nach dem Gespräch haben wir uns auf dem Weg zu der nächsen Bühne gemacht. Allerdings sind wir nach ein paar hundert Metern auf einen Gitarristen und eine Sängerin gestoßen… ohne Verstärker, einfach nur eine Gitarre und eine Stimme. Das war der beste Gesang, den ich je gehört hab. Wie eine Studioaufnahme, bloß fünf Meter vor einem. Einfach atemberaubend. Normalerweise höhrt man solche Stimmen nur, wenn sie einschlägig nachbearbeitet wurden, aber so etwas direkt vor der Nase zu höhren, war zumindest für mich eine völlig neue Erfahrung. Nach ca. einer halben Stunde haben wir uns dann weiter gemacht, da bei der großen Bühne nebenan die laute Musik wieder anfing.

Wir haben auf dem Weg zurück zum Auto noch einen sehr lebhaften Akkordeonspieler zugehöhrt. Es ist erstaunlich, wie aufregend man ein Akkordeon spielen kann. Anschließen haben noch zwei Leute auf Violinen Stücke von Vivaldi vorgeführt. Es überrascht mich jedes mal wieder, wie gut klassische Musik Gefühle und Stimmungen vermitteln kann (zumindest bei mir)... und die Zwei haben gewusst, wie man Violine spielt.

Persönlich waren für mich der Gesang von LaLuna und das Stück von Vivaldi die Höhepunkte des Tages, aber sowas ist letzten Endes immer Geschmackssache. Der Abstecher nach Nürnberg hat sich auf jeden Fall gelohnt.

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Prüfungsergebnisse

Vom 28. Juli 2006

Bin gerade in Schreiblaune. Hab meine offiziellen Prüfungsergebnisse schon vor ein paar Tagen bekommen (letzten Samstag glaub ich), also ist dieser Eintrag hier vieleicht etwas überfällig. Ok, kurz und schmerzlos…

Prüfungsteil Note Punkte
Ganzheitliche Aufgabe 1 befriedigend 71
Ganzheitliche Aufgabe 2 sehr gut 92
Wirtschafts- und Sozialkunde befriedigend 67
Projektarbeit und Dokumentation sehr gut 100
Präsentation und Fachgespräch sehr gut 100
Gesamtergebnis gut 89

Die Ganzheitliche Aufgabe 1 war der Fachteil… oder zumindest dass, was sich die IHK so unter der fachlichen Qualifikation von Programmierern vorstellt. Irgend wie stimmt das mit dem, was mir die Prüfer nach dem Fachgespräch gesagt haben, nicht wirklich überein. Hatte an für sich das Gefühl, dass die Aufgabe relativ gut lief, aber sie lief bei allen anderen auch nicht sehr viel besser. Problem war vor allem die Aufgabenstellung und der Zeitmangel, also wenn man nach der IHK programmieren kann, heist das vor allem, dass man “merkwürdige” Aufgaben versteht und schnell irgend was zusammenfriemeln kann. Nach meinen bisherigen Erfahrung reicht das auch in der Wirtschaft und es gibt wirklich eine Menge, die in diesem “Patchwork”-Verfahren arbeiten, aber “richtiges” Programmieren ist schon noch etwas mehr. Vor allem das Wort “Verständnis” fällt mir da ein…

Ganzheitliche Aufgabe 2… naja, nichts ernstes. Schätze mal, dass es ein paar Leichtsinnsfehler waren, die mich hier Punkte gekostet haben. Hätte vielleicht die letzten 15 Minuten doch noch mal alles durchlesen sollen, anstatt mir den Prüfungsraum anzuschauen. Allerdings kann ich mich dafür immer noch relativ genau an den Raum erinnern… bringt zwar weniger als zwei oder drei Punkte mehr, aber ist auch was. :)

Beim WiSo(Wirtschafts- und Sozialkunde)-Teil haben sie mich ehrlich gesagt kalt erwischt. Ca. ⅓ des Teils bestand aus einer Lohnabrechnung. An für sich nichts schweres, aber wenn man sich sowas über ein Jahr nicht mehr wirklich angeschaut hat, fällt es einem doch recht schwer, sich an die Einzelheiten der Rechnung zu erinnern. Wenn man das berüchsichtigt, kann ich hier mit einem Teilergebnis von 67% recht zufrieden sein.

Über die Präsentation und das Fachgespräch hab ich vorher schon etwas geschrieben. Als kleine Ergänzung will ich hier noch mal Waldemar Erhardt danken, der mich nach der Prüfung freundlicher weise auch noch zum nächsten Bahnhof gefahren hat, wodurch ich eine Stunde früher heim gekommen bin und auch eine Stunde länger den Tag genießen konnte.

Mit dem Gesamtergebnis von 89% bin ich an für sich auch zufrieden. Ein kleiner bitterer Begeschmack für mich ist, dass ab 90 Prozent wohl die Note “sehr gut” anfängt… mir also 1% zur Eins fehlt. Wer kennt dieses Gefühl nicht? Da ja der Abschluss mehr in Prozent angegeben wird und nicht über die Note, spielt es eigentlich keine große Rolle. Vielleicht ist es bei mir einfach nur Nostalgie und Erinnerung an die Zeit in der Realschule. Da ist sowas auch recht oft vorgekommen. :)

Kleines Update: Die Note “sehr gut” fängt erst ab 92% an. Mein ehemaliger Klassenkammerd Nico Schubert hat glückliche 91%. Mein Beileid.

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ZGR macht Spaß... manchmal

Vom 27. Juli 2006

In den letzten zwei Tagen gab es mal wieder ein paar interessante Beiträge im ZGR-Forum. In ca. einem Monat steht die nächste LAN an und ich hatte eigentlich gehofft, dass die Leute mehr darüber von sich geben. Bei der letzten LAN musste ich mir fast alles aus der Nase zeihen (z.B. die Liste der Spiele, die installiert werden müssen) und hab dafür dann logischer wiese Kritik abkassiert.

Warum müssen wir den umbedingt wieder Battlefield spielen?

Hätte man den Zettel, auf dem die Liste stand, erst mal gelesen, hätte man auch sehen können, dass man entweder Battlefield, Battlefield Vietnam oder Joint Ops installieren kann, aber nicht muss.

Dieses kleine kann hat am Ende dann dazu geführt, dass die eine Hälfte wieder ein Spiel installiert hat, währen die andere Hälfte es gespielt hat. Als es dann alle drauf hatten, hatten die anderen natürlich keine Lust mehr… sie hatten es ja schon eine Stunde gespielt. Solche Installations-Orgien machen natürlich allen (insbesondere mir) sehr, sehr viel Spaß. Erst recht, wenn es am Ende nicht viel bringt. Nach der LAN hab ich mir wie üblich gedacht:

Warum mach ich den ganzen Kram den überhaupt?

Nun ja, so viel zur vergangenen LAN. Um ehrlich zu sein, sieht es so aus, als würde es auf der kommenden LAN nicht sehr viel anders laufen. Anscheinend gehen die meisten Teilnehmer davon aus, dass jeder auf der LAN die Spiele, die der Teilnehmer spielen möchte installiert hat. Dass andere Leute UT 2004, Battlefield, Dawn of War oder Joint Ops nicht so gut finden, nicht spielen und logischer weise nicht installiert haben, liegt anscheinend außerhalb des Horizonts der Wahrnehmung.

Ich hatte gehofft, dass die Erfahrungen auf der letzten LAN die Leute so weit bringt, vorher eine Liste von Spielen aufzustellen, die jeder installiert hat. Dem scheint aber nicht so. Ich bin es langsam leid, den Leute aus der Nase zu ziehen, was sie eigentlich möchten. Auf den LANs hab ich eh nicht wirklich die Zeit, überhaupt mitzuspielen. Wenn dann noch so eine Bitte wie

Wenn die meisten bei einem Turnier weiterspielen wollen, kommt es nicht so gut, wenn ein paar Leute alle 15 Minuten kurz verschwinden…

sonst irgend wie interpretiert wird und über welche mentalen Pfade auch immer zum Thema “Rauchen” findet… ist das sehr aufbauend.

Manchmal bekommt man echt den Eindruck, dass einige Leute nur die eigene kleine Welt sehen. Dass es andere gibt, die andere Meinungen vertreten, andere Vorlieben haben und vieleicht Wert auf andere Dinge legen (z.B. Gesundheit), ist wohl egal. Bei einer Gruppe bleibt der Einzelne immer auf der Strecke. Wenn die Gruppe funktionieren soll, muss man nun mal persönlich zurückstecken. Letzten Endes ist das der Grund, warum wir heute noch leben… und die Umgebung nicht mit lauter Bombenkratern gespickt ist. Es legen anscheinend nur wenige Wert darauf, das Gesamtbild zu erkennen… oder sie sagen einfach nie was drüber.

Ich hab einen Großteil des gestrigen Tages damit verbracht, darüber nachzudenken, warum ich mir den Kram mit ZGR noch antun sollte. Die Spiele, die auf der LAN gespielt werden (UT 2004, BF, Joint Ops, usw.), interessieren mich nicht und durch den ganzen Organisationskram hab ich eh kaum Zeit zum Spielen. Dafür, dass ich persönlich nichts von hab, macht so eine LAN schlicht und einfach einen riesen Haufen Arbeit. Auf- und Abbauen geht ja noch, aber die Leute dazu zu bringen, zumindest einigermaßen zusammen zu spielen… ist fast hoffnungslos, macht zu viel Stress und verbraucht zu viel Energie.

An für sich war ich schon so weit, das ganze einfach mal für ein Jahr liegen zu lassen und zu schauen, ob es die Leute bei ZGR auch so schaffen, eine LAN zu organisieren. Glücklicher weise hat mir der Kommentar eines anderen ZGRlers gezeigt, dass es auch Leute gibt, denen die LANs Spaß machen und sich darauf freuen. Auch wenn die meisten von ihnen momentan einfach so gut wie nichts schreiben und damit für mich auch nicht wirklich eine Rolle spielen… heute kam sein Kommentar gerade noch rechtzeitig, um die nächste LAN zu retten. Ob ich den Kram danach noch weiter mache… wird sich wohl auf der LAN entscheiden.

Ok, jetzt hab ich diese Seiten hier aber genug mit meinen persönlichen Problemen belastet. Morgen sieht die Welt vielleicht wieder anders aus.

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Die kürzeste Geschichte der Zeit… vorbei

Vom 24. Juli 2006

Das Buch ist für meiner einer nun Geschichte. Muss wirklich sagen, dass es die Zeit auf jeden Fall wert ist. Man bekommt wirklich einen ungefähre Vorstellung vom (mehr oder weniger) aktuellen Stand der Wissenschaft. Es wird auch Wert darauf gelegt, zu erklären, was eine “Theorie” eigentlich ist… und das eine Theorie nicht erklären kann, warum das Universum existiert, sondern nur wie.

Am besten man liest das Buch selbst, Zeitverschwendung ist es auf jeden Fall nicht. Im Gegensatz zu “Das Universum in der Nusschale” ist dieses Buch bei weitem nicht so anstrengend zu lesen. Hatte nie das Bedrüfnis, es für ein paar Tage mal weg zu legen. Hab jetzt auf jeden Fall wieder eine ganz, ganz grobe Übersicht über diese Themen (natürlich relativ gesehen).

Nun aber wieder zu “normaleren” Themen. Das Wochenende ist mal wieder in einen halben Schwimmbadbesuch ausgeartet… tauchen, kiloweise Algen fischen, das volle Program eben, zumindest für einen Schwimmteich. Die Hälfte des Tages bestand danach aus Programmieren am Teich, mit dem gemütlichen Geplätscher eines kleinen Baches. An für sich recht entspannend, aber wenn man schon im Sitzen so sehr schwitzt, dass einen der Schweiß von der Stirn runter läuft, ist man für eine gelegentlich Abkühlung und viel Trinken noch dankbarer. Hab ich schon die Fließen auf der Terrasse erwähnt? Wenn die Schmerzgrenze irgend wo bei 70°C liegt, müssen die wohl etwas heißer gewesen sein.

Der perfekte Ausklang allerdings war die kleine Grillparty am Abend. Da leider nicht alle Teile des Grills vorhanden waren, haben wir das Grillfeuer einfach in einem provisorischen Steinkreis im Carport (Betonboden mit einem Dache drüber) gemacht. Es war zwar schon dunkel, als wir zu grillen angefangen haben, aber dafür kammen die Kerzen und Fackeln besser zur Geltung. Der Witz der ganzen Sache war, dass es während des Essens angefangen hat, wie aus Eimern zu geißen. Tisch geschnappt, zwei Meter weiter unter dem Carport getragen und schon haben wir beim Essen den Regen zugeschaut. Tolle Atmosphäre, erstklassiges Essen (Kompliment an die Köche und Grillmeister)... was will man mehr?

Das wars dann erst mal wieder. Wenn ihr euch fragt, warum ich erst jetzt wieder etwas schreibe… Ich bau nach wie vor an der neuen Version dieser Seite hier und während ich das Design gemacht hab, hat mich der Perfektionismus gepackt. Was genau das bedeutet seht ihr hoffentlich bald selbst, in allen drei Facetten.

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Die kürzeste Geschichte der Zeit

Vom 16. Juli 2006

Mal ein etwas anderes Buch… zumindest seit ich die Scheibenwelt-Romanen angefangen hab. Hab es von meiner Schwester zum Geburtstag bekommen. Die kürzeste Geschichte der Zeit von Stephen Hawking und Leonard Mlodinow, ein Buch über die wissenschaftliche Auffassung des Universums, der Zeit und des Raums.

In dem Buch wird wirklich sehr gut erklärt, was es mit dem Weltbild von Newton (Gravitationskraft) auf sich hat und wie sich das alles grundlegend mit der Relativitätstheorie geändert hat. Ich für meinen Teil musste dabei feststellen, dass ich immer noch in der Denkweise von Newton fest hing und an für sich gar nicht wirklich wusste, wie sehr sich alles mit der “Raumzeit” geändert hatte. Auf jeden Fall ein hochinteressantes Buch, dass ich wirklich jedem empfehlen kann, der ab und an mal den Sternenhimmel bewundert.

Auf der anderen Seite hat mich das Buch gleich von Anfang an begeistert. In der Einleitung wird ein Vortrag eines Astronomen erwähnt, bei dem er den Aufbau des Sonnensystems bis hin zu Galaxien erklärt. Am Ende des Vortrages stand eine kleine alte Dame auf und erklärte:

Was sie uns da erklärt haben ist alles Unsinn. In Wirklichkeit ist die Welt eine flache Scheibe, die von einer Riesenschildkröte auf dem Rücken getragen wird. ...

Das ganze ging dann noch etwas weiter. Ich konnte mir das Lachen kaum verkneifen (war im Zug, auf den weg zur Arbeit). Bei der Äußerung meinte die Dame die Scheibenwelt aus den Romanen von Terry Pratchett, die Bücher, die ich die ganzen letzten Monate gelesen hab.

Dieser Kommentar hat mich so beeindrucht, dass ich das Buch auf jeden Fall fertig lesen werde. Zum einen ist es nicht all zu groß (173 Seiten) und zum anderen wirklich was, das man auch als normaler Mensch verstehen kann.

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Strato, toller Service

Vom 13. Juli 2006

Ein Arbeitskollege von mir arbeitet seit einiger Zeit an der Webseite eines Kunden. Um die Website zu hosten, hatten wir wegen unsere bisherigen Erfahrungen Strato ausgewält. Zuerst hatten wir Ärger mit Strato, da bei ihnen der Webserver und der Mailserver einer Domain auf die gleiche IP-Addresse verweisen müssen (aus welchen Gründen auch immer…). Deshalb war unser Kunde schon gezwungen, den Mailserver von Strato zu verwenden, was natürlich für etwas Ärger gesorgt hat. Ach ja, von dieser Einschränkung stand nirgends was. Der Support hat uns anschließend verraten, dass man erst einen virtuellen Server braucht, um diese Dinge einstellen zu können. Bei anderen Anbietern ist das allerdings nicht so…

Ok, die Website lief schon seit einigen Tagen auf dem Server von Strato, als wir frühs rein kahmen und feststellten, dass die Domain gesperrt wurde (“Internetpräsenz nicht erreichbar, bla bla bal…”). Nach einem etwas hektischen Anruf bei der Service Hotline und 10 Minuten in der (kostenpflichtigen) Warteschleife haben wir von einem Servicemitarbeiter erfahren, dass die Erstrechnung nicht gezahlt wurde.

Ohne Mahnung, Benachrichtigung oder eine eMail wurde deshalb von einen Tag auf den anderen die Website einfach dicht gemacht. Einfach so, ohne Vorwarnung. Eine Website mit 2000 bis 3000 Besuchern täglich. Wir haben das natürlich mit dem Kunden abgeklärt und er hat dann auch den Rechnungsbetrag überwiesen. Logischer weise sollte die Seite so schnell wie mögich wieder online gehen… wir dachten da an so ca. 30 Minuten. Nach 3 Anrufen bei der Strato Servicehotline hatten wir den Zahlungsbeleg an 3 verschiedene Durchwahlen der Buchhaltung gefaxt… angeblich beschleunigt das die Sache. Wir haben dann auch eine nette eMail bekommen, dass unser Auftrag mit hoher Priorität verarbeitet wird.

Tja, die Seite ist nun schon seit 1½ Tagen gesperrt und die Buchhaltung (die erst das OK für die Freischalung geben muss) ist entweder gnadenlos überfordert oder einfach langsam. Oh, und wir haben natürlich gestern Abend, nach dem die Seite schon fast einen Tag gesperrt war, eine Mahnung bekommen, dass die Rechnung nicht gezahlt wurde.

Meine persönliche Lehre aus der Geschichte: Ich werde nie etwas bei Strato kaufen. Solange es läuft, OK, aber wenn es drauf ankommt… KO! Da liebe ich doch den eigenen Webserver. Wenn der steht kann man wenigstens aktiv was machen und muss nicht darauf warten, bis irgend welche hochmotivierten Leute etwas für einen erledigen.

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Geburtstag

Vom 12. Juli 2006

Gestern war es mal wieder so weit: Geburtstag.

An für sich bin ich nicht der Typ, der gerne Partys besucht und groß Geburtstag feiert. Dieses mal allerdings, kam von meiner Schwester das spontane Angebot, abends eine kleine Grillparty zu veranstallten.

Gesagt, getan, also waren wir gestern Abend zu 8 im Garten meiner Schwester und haben gegrillt. War wirklich entspannend und für meinen Teil bis jetzt die schönste Geburtstagsfeier. An für sich ein sehr gelungener Tag.

Ist zwar unter der Woche nicht all zu gut, wenn man nur 4 Stunden schläft, aber dafür kann man es mal in kauf nehmen.

Ach ja: Ich baue gerade an einem neuen Design für diese Seite hier… also wundert euch nicht, falls sich in den nächsten Tagen etwas ändert…

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fcgid, Kirschen und schwimmen

Vom 9. Juli 2006

Die Seite läuft nun endlich über das Apache Modul fcgid. Dadurch braucht der Server nun keine 2 bis 3 Sekunden Bedenkzeit mehr, wenn jemand eine Seite aufruft. Es war zwar etwas gefrackel, so wie vieles bei Debian Linux (wenn man nich all zu oft mit arbeitet), aber es läuft… und das gar nicht mal schlecht. Noch dazu hat Flo den HelionWeb Server noch etwas optimiert, so dass nun mehr freier Arbeitsspeicher zur verfügung steht. Der Server gefällt mir von mal zu mal besser. :)

Das wirklich schöne an dem Tag heute war, dass er für meine Verhältnisse “normal” war. Kirschen pflücken (in 5 Metern Höhe in einem Baur rumzuklettern macht jedem Spaß), im Schwimmteich tauchen und noch grillen… schön, wenn man merkt, dass man auch noch ein “normaler” Mensch ist. Das mag sich jetzt vielleicht etwas dumm anhöhren, aber wenn sich 5 oder 6 Tage in der Woche nur alles irgend wie um PCs, Internet und Programmieren dreht, ist man über sowas froh.

Heute früh hab ich mich auch noch mal an einem neuen Design für diese Seite hier probiert… hautsächlich um zu merken, dass mir in diesem Bereich noch sehr, sehr viel Übung und die richtige Denkweise fehlt. Was Design angeht, komme ich mir an der Arbeit oft wie der einäugige unter den blinden vor.

Naja, das Wochenende war schön und erholsam. Auf bald. :)

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Ausbildung vorbei

Vom 6. Juli 2006

Nun, ab heute darf ich mich offiziell “Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung” nennen. Für meinem Geschmack ist diese Berufsbezeichnung etwas zu lang, also werde ich weiter bei “Programmierer” bleiben. Trifft es irgend wie besser und jeder weiß ungefähr, was man damit meint.

Egal, hatte heute 14:00 Uhr meine “praktische” Abschlussprüfung. Zuerst war die Präsentation dran und die lief an für sich sehr gut. Keine großen Umschweife, bin an für sich nicht aus dem Konzept geflogen und den Zeitrahmen hab ich auch einigermaßen eingehalten.

Glücklicherweise konnte ich mir kurz vor der Präsentation noch eine Uhr von einem ehemaligen Klassenkameraden (Waldemar Erhardt) ausleihen, sonst hätte ich den Zeitrahmen garantiert gesprengt.

Während der Präsentation hat einer der Prüfer guter Untermehmensberater gesagt… so langsam wird mir klar, warum viele Programmierer, die ich respektiere, als Unternehmensberater tätig sind. Anscheinend gilt man als Unternehmensberater, wenn man verzweifelt versucht, normalen Menschen gewisse Sachverhalte aus der Programmiererwelt näher zu bringen (z.B. das gut lesbarer Code produktiver ist). Versteht sich von selbst, dass 90% davon durch das Sieb des Gehirns durchfallen.

Nach einer kurzen Pause (30 Sek. bis 1 Min.) war dann das Fachgespräch dran. Der interessante Teil. Zu meiner Enttäuschung musste ich feststellen, dass keiner der Prüfer Ruby konnte. Da ich in meiner Dokumentation ein SQL-Befehl rein geschrieben hab, haben sie mich zum größten Teil über SQL ausgequetscht. Da sind mir ein paar Fehler unterlaufen (SELECT gehört zur DQL und nicht zur DML). Dazu musst ich noch ein SQL-Statement aufschreiben, dass eine Tabelle anlegt (CREATE TABLE ...) und anschließend noch eine kleine Schleife, die alle ungeraden Zahlen von 1 bis 100 ausgibt.

Da ich in Ruby leider nicht weiß, wie man die Schrittweiten bei Schleifen angeben kann, hab ich es erst mal in Java geschreiben. War danach noch so frei und hab es nochmal in Ruby angeschrieben. Dann waren die Prüfer etwas baff…

Naja, lange umschweife mit wenig Sinn… letzten Endes wurde mir das Ergebnis präsentiert.

Bestanden?

Aber ganz knapp… mit 100%.

Bin echt froh, dass ich das hinter mir hab. Hat zwar an für sich Spaß gemacht und hab danach noch ein recht nettes Gespräch mit den Prüfern geführt, aber es ist definitv eine große Sorge weniger.

Für Leute, die sich für den Stoff interessieren, gibt es hier die Daten meiner Projektarbeit zum Runterladen: Projektantrag (73 KByte), Dokumentation (835 KByte) und die Präsentation (291 KByte).

Viel Spaß damit, als Vorlage würde ich es allerdings nicht empfehlen, da das Projekt für 70 Stunden eigentlich viel zu groß ist (ehr 200 Stunden). Ohne Ruby on Rails hätte ich ziemlich alt ausgesehen. Um eben den Zeitrahmen einzuhalten ist auch die Dokumentation und die Präsentation relativ oberflächlich.

Für den Rest des Tages heist es dann erst mal ausspannen. :)

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Countdown T -1 Tag

Vom 5. Juli 2006

Morgen um 14:00 Uhr ist es so weit, endlich die letzte Abschlussprüfung. Dabei muss man seine Projektarbeit, die man vorher angefertigt und dokumentiert hat, einem Prüfungskomite präsentieren. Anschließend kommt dann noch ein Fachgespräch, auf das ich mich ehrlich gesagt sogar freue. Mal schauen, ob die Leute im Prüfungskomite was drauf haben…

Da ich ja inzwischen schon etwas, wenn auch nicht viel, Erfahrung im freien Reden hab (vorallem dank ZGR), macht mir die Präsentation hoffentlich wenig Porbleme. Ein viel größers Problem für mich ist in dem Fall die Zeit. Man hat nur 15 Minuten (+/- 2 Minuten) um die Präsentation vorzutragen.

Als ich heute die Präsentation das erste mal geübt hab, war ich nach 45 Minuten fertig… und dabei hab ich mich schon kurz gefast. Mal wieder ein Zeichen dafür, dass ich, wenn es um fachliche Fragen geht, einfach zu gesprächig bin. Mit etwas kürzen hab ich es jetzt schon auf 20 Minuten ruter gebracht, und ich bin recht zuversichtlich, dass es auch in 15 Minuten hinhaut.

Allerdings werden sich dadurch wohl während der Präsentation ein paar mehr Fragezeichen über den Köpfen der Prüfer bilden. In gewisser Weise hoffe ich dadurch auch nur, möglichst viel Stoff bzw. Inhalt von der Präsentation in das anschließende Fachgespräch verlagen zu können.

Wie dem auch sei, morgen wird sich zeigen, ob alles so läuft, wie ich es mir denke… obwohl das eh nie der Fall sein kann. Irgend wie schon komisch, ich verspüre zwar das normale Lampenfieber, aber auch wages Interesse an den Prüfern. Vor allem bin ich gespannt, ob sie jemanden finden, der die Programmiersprache Ruby beherscht. Vieleicht ist ja sogar einer dort, der das relativ neue Ruby on Rails kennt. Schon krank, vieleicht bin ich sogar mehr an den Prüfern interessiert als die an mir… evt. ist das Wort “Freak” hier sogar angebracht.

Wenn die Prüfung vorbei ist, stelle ich die Dokumentation, Präsentation und vieleicht sogar das Prototyp-Design online.

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Projekte

Simple Localization
Ein einfaches, aber macht- volles Übersetzungsplugin für Ruby on Rails.
Table Navigation
Ein jQuery Plugin um per Tastatur schnell durch Tabellen zu navigieren.

Über was ich schreibe…

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