Archiv vom September 2006

Defcon

Vom 30. September 2006

Hab gerade die eMails von Introversion bekommen, dass Defcon drausen ist. Gleich mit Link zum Download und den Keys um es online zu spielen.

Hab zwar gerade wieder etwas am HelionWeb Server rumgebaut und wollte nun eigentlich ins Bett gehen, aber jetzt bin ich wieder wach. Zu meiner großen Überraschung hab ich gleichzeitig auch den Newsletter von Fileplanet bekommen… da stand sogar Defcon an erster Stelle!

Defcon ist eines der Spiele, auf die ich wirklich gewartet hab. Egoshooter schön und gut, aber ein richtig neues Gameplay gibt es nicht alle Tage. Bin schon echt gespannt. Die eMails von Introversion sind gerade mal 5½ Stunden alt. Saug gerade die 58 MByte… noch 1 Minute, dann wird gespielt. :)

Update: Das Spiel ist genial. Jetzt ist es zwar 5:19 Uhr, aber das hat sich echt gelohnt. Das ist endlich mal etwas neues in der Strategiewelt. Echt genial. Mein Bruder und ich haben gleich mal einer 6 Spieler Runde im Internet zugeschaut… da war zum Schluss hin das Strahlungsniveau schon recht hoch. :)

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Was für eine Woche

Vom 29. September 2006

Das erste mal in dieser Woche komme ich jetzt langsam mal zur Ruhe. In den letzten 5 Tagen haben sich nur Aktion und Reaktion abgewechselt… viel Zeit zum Denken blieb nicht. Leider konnte ich nicht wirklich an dem Artikel über eMail-Adressen weiterarbeiten. Es kommt mir so vor, als sei das letzte Wochenende schon Monate her. Ich glaube, dass nennt man manchmal “Stress”.

Die Höhepunkte dieser Woche lassen sich glücklicherweise recht kurz zusammenfassen:

  • Mein Bruder hatte das Pech, dass letzte Woche der Kühlwasserschlauch seines Autos gerissen ist. Ein Tag nach der Reperatur (Dienstag vielleich?) verliert das Auto eine Scheinwerferscheibe. Als wir am nächsten Tag einen neuen Scheinwerfer einbauen wollten, fiel auch noch die Scheibe des anderen Seinwerfers ab. Der Ersatzscheinwerfer hat übrigens nicht gepasst. Zwei Tage später hatte es sich dank zwei neuer Scheinwerfer glücklicherweise erledigt gehabt.
  • Wahrscheinlich am Mittwoch war der Arbeitstag perfekt: Frühs gleich mal dank Bahn, Buss und Straßenbahn eine halbe Stunde zu spät… und siehe da, alle Server unserer Firma sind offline. Letzten Endes hat ein Switch im Serverraum zu dem Ausfall geführt.

    Am späten Nachmittag hat mir eine Arbeitskolleging noch etwas bei einem aktuellen Projekt geholfen. Irgend wann kam auch mal die Frage auf, ob der Chef das abgesegnet hat. Ein kurzen Anruf später waren zwei Chefs da. Mein erste Gedanke in der “Diskusion” war: ein halbes Jahr Arbeit umsonst…. Zu meiner Erleichterung hat sich zum Schluss hin alles einiger maßen gefangen. Meine Arbeitskollegin bezeichnete es recht treffend als “reinigendes Gewitter”.

  • Heute… eigentlich wollte ich wegen einer wichtigen Angelegenheit mit dem Zug nach Weimar fahren. Das hatte sich allerdings im Laufe des Tages erledigt. Als ich dann normal nach Hause fahren wollte… 30 Minuten Verspätung, 1 Stunde Verspätung, Verspätung auf unbestimmte Zeit. Anscheinend sind die Verbindungen rund um Augsburg zusammengebrochen. Oberleitungsschaden von Augsburg nach München (südlich), “Gegenstände in der Oberleitung” irgend wo zwischen Augsburg und Donauwörth (nördlich).

    Fernverkehr hat bei der Bahn immer Vorrang, und genau bei sochen Katastrophen ist man froh, wenn man eine ICE-Fahrkarte hat. Dank des ICEs bin ich nur eine halbe Stunde später in Donauwörth angekommen und konnte mit meinem Anschlusszug weiterfahren.

    Viele Leute vertreten die Ansicht, dass die Bahn ziemlich unzuverlässig ist. Ich persönlich denke allerdings ehr, dass die Bahn sehr gute Arbeit leistet. Es gibt zwar jedes Jahr ein paar (3 vielleicht auch 5) Aussetzer, aber die restliche Zeit läuft alles nahezu reibungslos. Bei dem Berufsverkehr ist das eine beachtliche Leistung. Die Leute bei der Bahn sind auch nur Menschen. Einige sind weniger gut, aber viele andere geben sich sehr viel Mühe und müssen oft ungerechtfertigte Kritik hinnehmen.

Wenn ich mir das jetzt selbst noch mal anschaue, macht es gar kein so schlimmen Eindruck. Wenn man sich ein paar Schockmomente hinzudenkt und von wenig Schlaf ausgeht, bekommt es schon ehr Form. Alles in allem war diese Woche eine gute Erfahrung, wie leicht man in dieses “Aktion und Reaktion”-Schema fallen kann. Aramaki aus Ghost in the Shell hat in einem der Mangas mal ein nettes Zitat von sich gegeben. Bin mir nicht sicher, ob ich es noch zusammen bekomme:

Manchmal sollte man einfach stehenbleiben und nachdenken… denn nur wir Menschen können das.

Zumindest so etwas in der Art.

Naja, der Tag heute hatte allerdings auch seine guten Seiten. Auf dem Ruby on Rails Weblog hab ich von der Rails Konferenz am 3. November 2006 gelesen. Ich hab schon bei der RailsConf Europe 2006 lange mit dem Gedanken gespielt, hinzufahren. 500 € waren mir dann allerdings doch zu viel. Die Rails Konferenz findet in Frankfurt am Main statt und 210 € ist ein erschwinglicher Preis. Ich werde es mir noch ein paar Tage durch den Kopf gehen lassen, allerdings habe ich nicht vor, diese Gelegenheit zu verpassen.

Nun gut, ich hab vor in nächster Zeit etwas regelmäßiger zu schreiben… und auch zu leben.

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Good bye Microsoft; Pete has now left the building!

Vom 20. September 2006

Das kommt jetzt vielleicht etwas sehr kurz auf knapp, allerdings hab ich gerade von meinem guten Freund Florian Seefried einen Link bekommen: Good bye Microsoft; Pete has now left the building!

Dabei handelt es sich um einen Weblog Eintrag von Pete Wright, einem ehemaligen Programmierer von Microsoft. Er beschreibt darin etwas seinen Werdegang und mit welchen Leuten er zu tun hatte. Vor allem, dass er nur selten auf talentierte Leute von seinem Kalieber gestoßen ist. Leute, die es lieben Code zu schreiben, die stätig weiterlernen wollen und die die Schönheit und die Kunst im Quelltext kennen. Kurz um, Leute, die mit Leidenschaft dabei sind.

Ich hab zwar bei weitem nicht so viel Erfahrung wie Pete Wright, allerdings habe ich bis jetzt auch nur sehr wenige Leute kennen gelernt, die mit Leidenschaft bei der Sache sind… denen der Code was bedeutet. Ich war über die Zustände in der Berufsschule regelrecht geschockt. Wenig Leute waren bei der Sache und für viel war es einfach nur ein “Job”. Im letzten Lehrjahr wurde das zwar besser, da die gesamte Klasse nur aus Programmierern bestand, allerdings hatte ich bei den meisten (nicht allen) auch den Eindruck, dass es nur ein vorrübergehender “Job” ist.

Ihr könnt mich jetzt krank, verrück, irre oder sonst wie nennen, aber wenn “normale” Leute gerne auf Parties gehen, oder die Nacht durch saufen… programmiere ich halt mal eine Nacht durch. Mir macht das Programmieren einfach Spaß, die Denkvorgänge, die Logik, die Systeme… wie Spielzeug. Man könnte auch sagen, dass ich seit dem 14. Lebensjahr nicht mehr aufgehöhrt hab, zu spielen. Wenn dann ein paar Leute auch noch sagen, dass sie das Zeug, was man geschrieben hat, gut finden, ist die Sache perfekt.

Das ist für mich der Grund, warum ich Programmiere. Diesen Anreiz kann mir kein Geld der Welt geben. Ich finde es nur immer wieder schade, dass ich bis jetzt nur selten mit Leuten zusammen arbeiten konnte, die ähnlich zu ihrer “Arbeit” stehen. Das einzige, was mir da wirklich einfällt, ist die Zeit mit Florian Seefried, als der HelionWeb Server entstand.

Ich hoffe, dass ich in Zukunft mehr Leute treffen werde, die gerne programmieren. Das ist mit einer der Gründe, warum ich möglichst bald studieren will. Die ganze Thematik deckt sich in etwa mit dem Essay The Power of the Marginal und dem Buch Practices of an Agile Developer, dass ich gerade lese.

Pete Wright hat nun seine eigene Firma eröffnet und sich ein entsprechendes Team gesucht. Ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft. Leute wie er sind es, die ich bewundere…

Am Ende vielleicht noch ein kleines Zitat, dass Andy Miller im 9. Kommentar zu dem Beitrag geschrieben hat:

If Electronics is Silicon, then Code is Pure Human.

:)

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Crazy Egg

Vom 20. September 2006

Vor einiger Zeit wurde auf dem Ruby on Rails Weblog ein Eintrag über Crazy Egg verfasst. Bei Crazy Egg handelt es sich um eine Analysesoftware für Webseiten. Allerdings nicht im üblichen Stil von “je mehr Diagramme um so besser”, sondern in einem überschaubaren, praktischen Stil.

Es wird im Prinzip nur aufgezeichnet, wie viele Benutzer auf die Links klicken. Die Ergebnisse werden dann sehr übersichtlich, z.B. über die geniale Heatmap, dargestellt. Das ganze ist darauf ausgelegt, dass man die Auswertung für eine Seite erstellen läst und anschließend, je nach dem Ergebnis, die Seite oder das Layout optimiert.

Seit dem ich mir Crazy Egg vor ein paar Tagen angesehen hab, spiele ich mit dem Gedanken, es auf Arkanis Development auszuprobieren. Ich hab zwar nicht vor, am Layout viel zu ändern, allerdings würde es mich schon interessieren, ob die Menüs auf der linken Seite genutzt werden und ob ich sie evt. anders anordnen sollte.

Ich hab mir die Crazy Egg Privacy Policy durchgelesen und danach zeichnet Crazy Egg keine Benutzerinformationen auf. Es heist also nur, ein Benutzer hat da hin geklickt. Keine IP-Adresse, keine Auswertung über mehrere Seiten, sondern einfach nur ein simpler Zähler. Persönlich würde ich das also für völlig unbedenklich halten, da es ja sogar noch weniger ist, als die Webserver Logs eines jeden Servers ohnehin aufzeichnen.

Da ich allerdings ein schlechtes Gewissen bekomme, sobald ich irgend etwas von Besuchern aufzeichne, wollte ich hier mal die Frage in den Raum werfen, was ihr davon haltet, wenn ich Crazy Egg hier ausprobiere?

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SQL-Abfragen über mehrere Datenbanken

Vom 18. September 2006

Mein Arbeitskollege hatte heute eine interessante Idee: In einer SQL-Abfrage Tabellen aus mehreren Datenbanken verwenden. Wir dachten zuerst, dass es nicht möglich ist, doch mein Arbeitskollege hatte noch ein paar Fetzen aus dem MySQL-Handbuch im Kopf. Es geht nichts über einen kurzen Test, also hab ich einfach mal schnell eine entsprechende SQL-Abfrage an den Server geschickt:

SELECT db1.tblA.*, db2.tblB.* FROM db1.tblA, db2.tblB

Zu unserer großen Freude ging es ohne Probleme. Wenn man dann noch Tabellen-Aliase einsetzt, bleibt auch die Übersichtlichkeit erhalten:

SELECT a.*, b.* FROM db1.tblA AS a, db2.tblB AS b

Ein wenig später hab ich auch die passende Zeile im MySQL-Handbuch gefunden:

You can refer to a table within the default database as tbl_name, or as db_name.tbl_name to specify a database explicitly. You can refer to a column as col_name, tbl_name.col_name, or db_name.tbl_name.col_name. ...

Mir fällt zwar keine wirklich konkrete Nutzung dafür ein, aber es ist auf jeden Fall eine interessante Funktion. In der Quick’n Dirty “Enterprise”-Welt kann man sowas ab und an sicher mal brauchen.

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Arkanis Development Version 2 online

Vom 17. September 2006

Ich hab schon öfters mal von mir gegeben, dass ich an einer neuen Version dieser Webseite hier arbeit. Nach einigen Monaten Arbeit ist es nun so weit… nun, seht selbst. :)

Hier nun ein kleiner Überblick über die Änderungen:

  • Neues Design… naja, eigentlich gleich drei. Wenn ihr euch fragt, was diese drei farbigen Buttons links bedeuten, geht einfach mal mit der Maus drüber und klickt drauf. Hoffe sie gefallen euch.
  • Auf Arkanis Development erscheinen jetzt ab und zu mal ein paar Artikel, die sich genauer mit diversen Themen befassen. Anfang macht ein Artikel über die Entwicklung dieser neuen Version. Allerdings habe ich bereits weitere Artikel über PNGs und den Spamschutz von eMail-Adressen auf Webseiten in Arbeit.
  • Ich hab mir mal die Zeit genommen und die Über… und Profil Seiten zu dem gemacht, was sie sein sollten. Werft einfach mal einen Blick rein.
  • Die Daten, die man beim Schreiben von Komentaren eingibt (Name, eMail und Webseite) werden nun in Cookies gespeichert. Wenn man einen weiteren Komentar schreiben will, sind diese Felder dann automatisch ausgefüllt. Hab ich mir von Lexx seinem WorldPress Weblog abgeschaut.
  • Viele, sehr viele Details…

Eigentlich ist ja sowieso alles komplett neu geschrieben und es ist nur ein Zufall, dass es ab und an Ähnlichkeit mit der ersten Version gibt. Weblog bleibt halt Weblog. Ich möchte allerdings noch anmerken, dass in den letzten 2 Wochen zu den ca. 772 Zeilen Code noch mal 516 Zeilen Tests dazu gekommen sind. Anders ausgedrückt kommen auf 100 Zeilen Quelltext 66 Zeilen anderer Code, der sicher stellt, dass die ersten 100 Zeilen auch das machen, was sie sollen.

Ich habe wie gesagt einen Artikel über die Entstehung dieser Version verfasst. Der Artikel ist aber mehr eine grobe Zusammenfassung und geht nicht ins Detail. Wenn jemanden Interesse an speziellen Details hat, kann ich zu dem Thema auch gerne noch etwas genaueres schreiben.

Es hat fast die kompletten letzten zwei Tage gekostet, die neue Webseite online zu bringen. Jetzt, um 23:00 Uhr bin ich endlich fertig. Also, viel Spaß mit der neuen Seite. :)

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Laut, schnell und extrem krank

Vom 10. September 2006

Mit anderen Worten: Airshow in der Schweiz mit einigen der weltbesten Flugstaffeln. Ok, fangen wir am Anfang an…

Früh um 5 Uhr aufstehen, nur 2 Stunden geschlafen und ca. 4 Stunden Fahrt bis nach Grenchen. Glücklicher weise musste nicht ich fahren, da ich im Prinzip nur bei meinem Vater und Großvater mit gefahren bin. Da das Auto (Citroën C5) recht bequem ist, hab ich die meiste Zeit auf der Hinweg entweder geschlafen oder programmiert.

Einmal angekommen hat die Veranstalltung einen sehr guten Eindruck gemacht. Wir sind noch rechtzeitig gekommen, um das Ende der Kunstflugvorführungen zu sehen. Es war schon sehr beindruckend, was diese Top-Piloten mit ihren Maschienen anstellen können. Die Kunstflugmaschienen waren alle Propellermaschienen und Spezialanfertigungen, einmal ist sogar eine Tochter mit einem Flugzeug geflogen, das ihr Vater konstruiert hat. Nur nebenbei: diese Frau war Mitglied in der schweizer Nationalmannschaft. Sehr beeindruckend war auch eine neu vorgestellte Jet-Trainingsmaschiene, die Pilatus PC-21. Auch eine Propellermaschiene, allerdings nicht durch einen Motor angetrieben, sondern durch eine Turbiene. Das Ding ist echt kranke Manöver geflogen.

Ebenfalls in die Kategorie “krank” fallen Vorstellungen, wie eine auf den Tragflächen eines Doppeldeckers herrumkletternde Frau. An Anfang denkt man sich dabei vielleicht nicht viel, hat man ja schon mal irgend wann in Filmen gesehen. Wenn man allerdings mal drüber nachdenkt, dass die Frau dort oben Geschwindigkeiten von 130 km/h bis zu 270 km/h aushalten muss und dabei noch rumklettert… bekommt das eine ganz andere Dimension. Natürlich gab es in der Mitte der Tragfläche eine Vorrichtung mit Gurten, aber während man rumklettert, kann man dort recht schlecht angegurtet sein. Zum anderen bekommen Mücken, Fliegen, usw. bei solchen Geschwindigkeiten ganz andere Qualitäten. Die Dame und ihr Mann (Pilot) kommen übrigens aus dem Raum Stuttgart.

Nach diesen Einzelvorstellungen waren dann die Staffeln dran. Eigentlich waren alle Vorstellungen der Staffeln sehr gut bzw. nach dem Moderator weltklasse. Allerdings gab es einige Vorstellungen, bei denen die Piloten Manöver gemacht haben, die man mit Worten wie “krank”, “verrückt” und “irre” nicht mehr beschreiben kann. Wenn z.B. zwei Kampfjets permanent nur 5 bis 10 Meter hintereinander Fliegen, wenn einer schon 12 oder 15 Meter lang ist, weiß man einfach nicht, ob man die Piloten für verrückt, irre, einfach lebensmüde oder total genial halten soll. Das Maß an mentaler Disziplin, Kontrolle und Konzentration ist einfach bemerkenswert.

Die einzigen Wolken, die am Himel zu sehen waren, stammten im übrigen von den Rauchspuren der Flieger. Ich freue mich schon auf den Sonnenbrand in den nächsten paar Tagen. Nach 4 Stunden waren wir allerdings alle recht gut durch gegrillt und haben uns langsam auf den Weg zum Auto zurück gemacht.

Während wir gelaufen sind, haben sich drei Maschienen aus dem 2. Weltkrieg in die Lüfte erhoben und sind diverse Kunststücke geflogen. Schon beim Start hat man eine Gänsehaut bekommen. Maschienen mit 2 bis 3 tausend PS lassen wirklich die Luft vibrieren. Bei dem “Sound” bekommt man unweigerlich eine Gänsehaut. Mein Vater hat nur den Kommentar Davon träumt jeder GDI-Fahrer von sich gegeben. Im Vergleich zu den Geräuschen dort höhrt sich eine Corvett nur wie ein leichtes Gluckern bzw. Gurgeln an. Ein Flugzeug von den drei war knapp 70 Jahre alt, der Pilot jedoch 75 Jahre und er flog Manöver mit 4 oder 5 G!

Vieleicht liegt es an den nicht wenigen Dokumentationen, die ich über den 2. Weltkrieg gesehen hab, aber während die drei Jäger da oben ihre Manöver gemacht haben musste ich irgend wie dran denken, für welchen Zweck diese Maschienen gebaut wurden. Vielleicht lag es auch an den… realistischen Manövern. Es war mehr oder weniger ein Katz und Maus Spiel, fast wie eine Verfolgungsjagt. Jedenfalls wurd mir klar, dass sich die Menschen “normalerweise” bei solchen Geräuschen entweder in tiefen Bunkern in Sicherheit gebracht haben oder so schnell und weit wie möglich geflohen sind. Schon irgend wie makaber, dass man die aus diesen Kämpfen entstandenen Fähigkeiten heute als Kunst bewundert. Den Rest des Gedankengangs will ich hier lieber nicht ausführen bzw. das überlasse ich euch selbst, aber das Fliegen ist nicht die einzige Kunst, die aus Kämpfen heraus entstanden ist (Kampfsport, Waffen- bzw. Schwerschmieden, usw.).

Ok, wieder zurück zur Flugshow. Als wir zurück beim Auto waren, ergab sich noch eine kleine Überraschung. Meiner Meinung nach, das Beste an der ganzen Flugshow: die Patrouille Suisse. Wir waren noch nicht im Auto und standen auf einem Feldweg als wir geräuschlos und verduzt die Unterseite eins Kampfjet von ca. 100 oder 200 Metern Entfernung gesehen haben. Auf jeden Fall war das Ding nah. Ein oder zwei Sekunden später ist dann dem Schall auch eingefallen, dass er uns irgend etwas mitzuteilen hat. Wir hatten bei dem Parkplatz einen echten Logenplatz, die Flieger haben die meisten Manöver direkt über unseren Köfpen gemacht. Daran, dass Augen und Ohren nicht mehr synchron laufen, muss man sich allerdings erst gewöhnen. Jedenfalls waren diese Piloten wirklich extrem unterwegs. 10 Meter Abstand zwischen den 6 Fliegern, direkt aufeinander zufliegen und nur um ein paar Meter vorbei schrammen, einer Fliegt gerade aus während ein anderer um ihn herum Rollen dreht und zu guter Letzt sind alle nahe zusammen geflogen und auf einen Schlag synchron in verschiedene Richtungen abgedreht und haben Leuchtkügelchen gezündet. War wirklich beeindruckend und ich hab mehr als ein mal damit gerechnet, dass es boom macht.

Was mir jetzt einfällt, zwei Kampfjets haben als Abschlussübung ein Herz am Himmel gemalt. Jeder eine Hälfte… an den zwei Stellen, an denen sich die Linien treffen sind sie nur um ein paar Meter aneinander vorbei gerauscht. Aber die Zwei sind sowieso die ganze Zeit nur 5 Meter voneinander entfernt geflogen…

Zu meiner großen Überraschung war der Fluglärm auch nicht wirklich laut. Nicht in dem Sinne, was ich durch Stereoanlagen, Parties oder Autoanlagen als “laut” kennen gelernt hab. Normalerweise spüre ich bei sowas relavit schnell Druck oder Schmerzen in den Ohren, besonders bei diversen “Effekten”, wie modifizierte Höhen oder einen sehr heftigen Bass (wie auf der Games Convention). Die Geräusche der Flugzeuge waren einfach… mehr präsent wie andere Geräusche. Kein Druck in den Ohren, keine Schmerzen und dabei wahren die Geräusche “lauter” als alles Andere. Vielleicht sollte man einfach weniger in der natürlichen Beschaffenheit von Geräuschen rum drehen. Richtigen Bass höhrt man nicht in den Ohren, sondern den spürt man nur im Körper… zumindest wenn der Hubraum und die Anzahl der Kolben passt.

Naja, genug vom Flugfest. Auf den Rückweg hat mir mein Vater noch ein “einzigartiges Panorama” gezeigt. Bei dem nächsten Urlaub in der Schweiz bin ich definitv dabei. Die Landschaft und die Dimensionen dort verschlagen einem einfach den Atem. Zum Thema Atem… die Luft in der Schweiz ist wirklich sehr, sehr gut. Das Ries ist ja schon ein Luftschutzgebiet, aber selbst dort stinkt die Luft richtig gehend im Gegensatz zu der Luft in der Schweiz. Im Vergleich zu Augsburg… nenne ich die Luft in Augsburg lieber mal ein anderes Atemgas. Es ist einfach nicht vergleichbar.

Ich hab auch einiges neues über die Schweiz an sich erfahren, aber das hebe ich mir lieber für ein anderes mal auf. Sorry, dass es so lang geworden ist… sollte mir eigentlich zu denken geben, wenn ich über einen Tag mehr schreib, als über einen 4 Tage langen Urlaub. Ich kriche jetzt ins Bett, auf bald. :)

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Ruby on Rails Tests

Vom 7. September 2006

Wie im letzten Eintrag schon gesagt, schreibe ich momentan ein paar Tests für die nächste Version dieser Webseite. In Ruby on Rails ist es glücklicherweise sehr einfach, Tests zu schreiben. Das sind im Prinzip nur kleine, überschaubare Skripte, die gewisse Vorgänge der Anwendung ausführen und anschließend überprüfen, ob das Ergebnis mit den erwarteten Werten übereinstimmt. So kann man z.B. im Test einen Weblogeintrag erstellen und anschließend prüfen, ob der Datensatz in der Datenbank existiert, mit den passenden Kategorien verknüpft ist, usw. Das wirklich praktischste aber ist, dass man, sobald man die Tests einmal geschrieben hat, sie bequem alle jederzeit über ein Kommando ausführen kann.

Bisher hab ich immer nur mit Unit Tests gearbeitet, die datenbankspezifische Logik, wie z.B. die Beziehungen zwischen einzelnen Tabellen bzw. Models, überprüfen. Gestern Abend bin ich auch endlich mal dazugekommen Functional Tests zu schreiben. Damit kann man Anfragen and die Aktionen eines Controllers simulieren und prüfen, ob das Ergebnis mit den Erwartungen übereinstimmt.

Es ist wirklich gut, wenn man mit einem Befehl alle Tests durchlaufen lassen kann und weiß, dass die Anwendung so funktioniert, wie sie funktionieren soll. Beruhigt das Gewissen wirklich sehr.

Vielleicht mache ich auch gleich das meiste über Integration Tests, die im Prinzip die gesamte Rails-Anwendung durchtesten. Angefangen vom Dispatcher (der die URLs entgegennimmt), bis zu den verwendeten Controllern und Models.

Hab noch einige Tests zu schreiben… auf bald.

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Urlaub, Violinenkonzert, Updates

Vom 4. September 2006

Der letzte Eintrag ist lange her… fast zwei Wochen. Hauptsächlich arbeite ich nach wie vor an einer neuen Version dieser Seite hier. Diese neue Version sollte zwar heute online gehen, aber nachdem unter der Produktionsumgebung noch ein paar Fehler aufgetraucht sind, werde ich erst mal ein paar Test schreiben und alles etwas “säubern”. Die meiste Zeit ist in diese neue Version geflossen, aber das werdet ihr merken, wenn sie online geht.

Ein anderer Grund für die lange Stille war der Urlaub vom Montag letzter Woche bis Freitag. Meine Geschwister und ich haben die Wohnung unserer Mutter in Weimar als “Basis” für einige Ausflüge nach Thüringen genutzt. Weimar hat mich wirklich beeindruckt. Die Stadt hat eine sehr gute Atmosphäre, die Gebäude sind relativ gut Restauriert und der Park ist sehr groß. Alles in allem eine Stadt, an die man sich gewöhnen könnte.

Im Laufe der Woche haben wir noch Gotha und Erfurt besucht. Wir haben 5 oder 6 Jahre in Gotha gewohnt und zu einem kleinen Teil bin ich dort aufgewachsen. Um so heftiger sind die Unterschiede zu der Stadt, die man als 7 jähriger noch im Gedächtnis hat. Erfurt war mehr oder weniger ein “Kulturbesucht” bzw. Stadtrundgang. Der Doom, die Innenstadt und der Petersberg. Alles recht interessant und auf jeden Fall einen Blick wert.

Der Urlaub war wirklich erholsam und auch bitter nötig. Ich hätte zwar gerne noch einige Tage dran gehangen, aber mehr ist bis Ende November nicht drinne.

Ebenfalls erwähnenswert ist das Violinenkonzert vom letzten Samstag (gestern) in Oettingen. Nach einem … arbeitsreichen Tag bei meiner Schwester in Auhausen haben wir unentschlossen diese Konzert aufgesucht. Zu meiner großen Überraschung haben dort einige sehr gute Schüler gespielt. Ich habe zwar keines der aufgeführten Stücke gekannt, allerdings ist es beeindruckend, was für Geräusche man mit einer Violine machen kann. Die Akustik im Schloß Oettingen ist ebenfalls beeindruckend. Der Klang war durchgehen sehr klar und nie zu leise aber auch nicht zu laut… und das ohne jede Elektronik.

Das war es erst mal soweit, auf bald.

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Projekte

Simple Localization
Ein einfaches, aber macht- volles Übersetzungsplugin für Ruby on Rails.
Table Navigation
Ein jQuery Plugin um per Tastatur schnell durch Tabellen zu navigieren.

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