Archiv vom April 2007

Projekte

Vom 29. April 2007

Ich hab heute mit einem guten Freund von mir (Florian Seefried) mal wieder ein kleines Telefongespräch geführt. Unterm Strich haben wir eine ganze Menge über momentane und zukünftige Projekte geredet. Aus diesem Grund findet man jetzt auf dieser Seite hier eine Liste meiner aktuellen Projekte (gleich rechts unter den Hauptlinks).

Das Simple Localization Projekt verbraucht momentan wohl den größten Teil meiner Freizeit. Allerdings hab ich bei den Projekt bis jetzt so viel gelernt, dass ich keine Sekunde bereue, die ich investiert hab. Zu dem melden sich inzwischen einige Leute und helfen mir bei der Entwicklung. Unter anderem hat mir Mark Kocera eine niederländische Sprachdatei geschickt und Sylvain OBEGI erstellt gerade eine französische.

Unter all den Projekten der letzten paar Monate ist dieses Plugin wohl das Projekt mit dem größten “Spaß”-Faktor. Es motiviert zumindest mich ungemein, wenn man merkt, dass das Plugin von anderen genutzt wird und dass diese Leute dankbar dafür sind. Noch dazu enthält das Plugin einige Konzepte und Lösungen mit denen selbst ich als Perfektionist sehr zufrieden bin. Es verdient das “Simple” im Namen wirklich… wobei ich manchmal auch versucht bin, ein “genial” hinzuzufügen. :)

Table Navigation wiederum war ein kleiner Besuch in der Welt von JavaScript. Im besonderen in der Welt von jQuery und eigentlich mein erstes richtiges Projekt in JavaScript. Selbst bei diesem kleinen Ding haben sich einige gemeldet und das Plugin hat sich recht gut entwickelt. Die Idee dazu hatte Florian Seefried und eigentlich war die erste Version nicht mehr als ein paar schnell zusammengeschriebe Codezeilen. Ich hätte nie gedacht, dass sich aus so einem kleinen “Quick’n Dirty” Skript so ein Plugin entwickeln könnte.

Ok, das war ein kleiner Überblick über meine aktuellen Projekt. Wenn euch das ein oder andere davon interessiert, schaut einfach mal auf den Projektseiten vorbei.

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Rails ist groß...

Vom 28. April 2007

... naja, eigentlich nicht. Zumindest nicht, wenn man eine normale Railsanwendung erstellt. Denn da wird dann die Systembibliothek bzw. das Gem von Rails benutzt. Der Quelltext von Rails ist dann also nicht in jeder Railsanwendung enthalten, sondern liegt irgend wo im System und alle Railsanwendungen verwenden diese Bibliothek.

Manchmal ist es jedoch praktisch, den gesamten Quelltext von Rails in die Anwendung zu “entpacken”, z.B. bevor man die Anwendung auf einen Server hochläd, auf dem die Systembibliothek bzw. das Gem nicht installiert ist.

Genau das hab ich mit einem kleinen Projekt (Abstimmungstool für LANs) auch mal gemacht. Heute bin ich dann durch Zufall auf die Idee gekommen, die Festplattenbelegung dieser Railsanwendung mal mit Ubuntus speziellem Tool anzuschauen:

Diagramm der Festplattenbelegung einer kleinen Railsanwendung

Musste das Bild leider etwas verkleinern, wodurch es leicht unscharf geworden ist. Alles, was im vendor-Verzeichnis (dem hellrot markierten Teil) ist, gehört hier zu Rails. Die paar kleinen Kuchenstücke zwischen 0 und 45° sind meine kleine Anwendung. Jede weitere Sphäre nach außen ist übrigens eine Ordnerebene tiefer.

Fand die Dimensionen und die Visualisierung von dem Ganzen recht gut. Wenn man sich die größten Bereiche mal etwas durch schaut, sieht man auch, dass Tests über die Hälfte des Speicherplatzes aus machen. Das merkt man auch, hatte bis jetzt noch keinen einzigen ernsthaften Rails-Bug. Kein Vergleich zu so was wie ColdFusion…

Man könnte das ganze aber auch so auslegen, dass man selbst nur noch sehr wenig Quelltext schreiben muss. Die kleine Railsanwendung besteht aus gerade mal 127 Zeilen Code (gelobt sei rake stats), der Rest sind automatisch erstellte Test, HTML-Templates, Bilder und Stylesheets. 127 Zeilen… selbst mir fällt es schwer, das zu glauben. Ich möchte gar nicht dran denken, wie viel das z.B. in PHP geworden währe.

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Ubuntu 7.04

Vom 22. April 2007

Gestern ist das neue Ubuntu erschienen. Ok, hab gleich mal eine neue Virtual Machine für aufgesetzt und es installiert. War schon ohne VMware Tools recht schnell, aber mit… war es sehr schnell. Leider hab ich dadurch auch rausgefunden, dass die VMware Tools das Mausrad blockieren bzw. es nach der Installation einfach nicht mehr geht.

Da auf der Ubuntu-Seite erwähnt wird, dass es auch für Laptops geeignet ist, hab ich es nun auch mal auf meinem Laptop installiert. Direkt, also nicht über VMware. Ok, hatte bis jetzt nur mal Gentoo Linux auf dem Laptop und das war kein sehr langer Spaß. Als ich die LifeCD von Ubuntu das letzte mal probiert hatte, waren auch keine Energiesparfunktionen vorhanden, also der Akku sehr schnell leer.

Dieses mal allerdings sieht das um einiges anders aus. Die Installation war wie inzwischen üblich sehr schnell vorbei (reicht nicht mal für ein kurzes Spielchen) und schon die LifeCD hat die Energiesparfunktionen aktiviert. Bin echt beeindruckt… man kann sogar sehen, wann der CPU mit wie viel MHz läuft. Die Anzeige der Akkulaufzeit rechnet auch immer die Zeit hoch, wie lange das System unter der aktuellen Last noch laufen kann. Unter Windows war das entweder sehr gut versteckt oder hat nicht funktioniert.

Ebenfalls sehr beeindruckt hat mich die Installation der ATi-Treiber. Ein paar Klicks, ein automatischen Download und einen Neustart später lief alles. Einzig bei der Bildschirmauflösung (1400×1050) musste ich in der xorg.conf selbst etwas Hand anlegen.

Die Handhabung von WLANs ist ebenfalls ein Traum, kein Vergleich zu dem komplexen Rumgetue unter Windows. Ein kleines Icon neben der Uhr über das man alles machen kann: sich mit WLANs verbinden und ein neues WLAN erstellen.

Das abspielen von Musik bzw. anschauen von Videos ist ebenfalls kein Problem mehr. Wenn ein Codec fehlt, such Ubuntu nach passenden und bietet sie einem zum Download an. Einzig die Wiedergabe von Videos läuft bei mir noch nicht perfekt bzw. ohne Overlay. Wenn man das Video nicht in Orginalgröße anschaut wird es pixelig umgerechnet und braucht Leistung ohne Ende.

Da ich den Laptop sowieso fast nur zum arbeiten verwende wird Windows auf dem Ding wohl nicht mehr all zu schnell hochfahren. Zugegeben, die Hardware wird nicht perfekt ausgenutzt, aber dass macht das Flare von Gnome für mich mehr als wett.

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Collaboa auf Ubuntu 6.10… compiliert und läuft

Vom 17. April 2007

Die letzten zwei Tage waren zwar etwas Kommandozeilenlastig, aber dafür hat es sich gelohnt. Seit langem wollte ich mal etwas tiefer in Linux einsteigen und da manche Pakete etwas komisch aufgebaut sind vor allem auch Software selbst kompilieren.

Ok, aber nun zur eigentlichen Hauptsache. Vor einigen Einträgen hab ich schon einmal erwähnt, dass ich momentan Collaboa zum laufen bringen will. Allerdings ist die Dokumentation dieses Projektes nicht sehr gut (ok, nur ein aktiver Entwickler…) und unter Windows habe ich es ganz aufgegeben (wegen der Ruby SVN Bindings).

Gestern, oder besser gesagt heute früh, ist es mir endlich gelungen, Collaboa in Aktion zu bewundern. Leider ist das ganze etwas ausgearted… VMWare Tools, Ruby, SubVersion, SWIG und noch andere Kleinigkeiten.

Fangen wir mal an. Laufen tut das ganze unter Ubuntu 6.10 in einer Virtual Machine (VMware Server 1.0.2). Ich bewundere jedes mal die Installation von Ubuntu und man könnte sogar sagen, dass es mir Spaß macht, Ubuntu zu installieren. Auf jeden Fall ist das nach ein paar Minuten erledigt.

Da es für die Installation von Collaboa sogut wie keine Dokumentation gibt (erst recht keine deutsche) bin ich mal so irre und schreib hier alles genau nieder. Alles, also auch Ruby, SubVersion, usw.

1. Compiler einrichten

Um Software zu compilieren braucht man jemand, der die Arbeit tut. Hab keine große Lust, die Bits selbst an ihren Platz zu schieben.

sudo apt-get install build-essential

Gelobt sei apt-get und nach etwas Wartezeit ist der Compiler einsatzbereit. Jetzt können wir loslegen und Software compilieren.

2. VMware Tools installieren (optional)

Für alle armen Leute, deren Hardware zu ausgefallen oder neu für Linux ist. Hab das ganze auch ohne VMware Tools ausprobiert, also kann man diesen Schritt getrost weglassen. Die VMware Tools machen alles allerdings etwas schneller und man kann die Bildschirmauflösung nach oben drehen (bei mir 1280×1024).

Die genauen Schritte werden in dem Artikel Install VMware Tools on Ubuntu Edgy Eft erklärt, also fasse ich mich hier kurz.

Um die VMware Tools zu compilieren brauchen wir die Kernelheader:

sudo apt-get install linux-headers-`uname -r`

Im VMware Menü auf “VM” → “Install VMware Tools…” klicken. Nach ein paar Sekunden sollte dann eine CD gemounted werden, die die VMware Tools enthält. Anschließend noch ein paar Kommandos eingeben:

cp /cdrom/*.gz /tmp/
cd /tmp
tar xvzf VM*.gz
cd vmware*
sudo ./vmware-install.pl

Das VMware Tools setup fragt dann nach einigen Einstellungen. Hier einfach die Standardwerte bestätigen. Bei der Frage, ob das Modul compiliert werden soll, ebenfalls bestätigen.

VM neu starten, fertig.

3. Ruby

Zlib

Ruby bzw. Ruby Gems braucht die ZLib Bibliothek. SubVersion benutzt sie ebenfalls. Auf www.zlib.net kann man den Quelltext der neuste Version runter laden (die Dateien, die meist auf tar.gz enden). Für alle, die zu faul sind, die Seite zu überfliegen gibts auch einen direkten Link.

Dieses Archiv irgend wo hin extrahieren (hab es in mein persönliches Verzeichnis extrahiert) und in der Kommandozeile öffnen. Dort dann die drei Befehle eintippen:

./configure
make
sudo make install

Dadurch sollte Zlib compiliert und installiert werden.

ReadLine

Mehr eine Kleinigkeit, aber wenn man die Konsole von Ruby on Rails nutzen will, braucht man Readline bzw. den Quelltext. Sonst spuckt ein IRB leider eine Fehlermeldung aus.

sudo apt-get install libreadline5-dev

Ruby, endlich

Jetzt gehts ans eingemacht. Allerdings war ich erstaunt, wie einfach es eigentlich ist. Den Quelltext von ruby-lang.org runterladen. Für faule hier wieder der genaue Link zum tar.gz Archiv.

Dieses Archiv wieder entpacken, in der Kommandozeile in den entpackten Ordner wechseln und die Prozedur von Zlib wiederholen:

./configure
make
sudo make install

Diese Befehle können eine Weile dauern aber damit sollte Ruby compiliert und installiert sein. Weiter, zu etwas, dass bei Ruby nicht fehlen darf…

Ruby Gems

Die Paketverwaltung von Ruby, mit der man schnell und bequem Ruby-Software installieren kann. Die aktuellste Version von Ruby Gems kann man bei entsprechenden RubyForge-Seite runter laden.

Dieses Archiv ebenfalls entpacken und in der Komandozeile zu dem Ordner navigieren. Die Installation ist hier allerdings etwas einfacher:

sudo ruby setup.rb

Fertig. Mit Ruby Gems installieren wir später Ruby on Rails und alles, was man für Collaboa so braucht.

4. SubVersion

SWIG

Wir wollen mit Collaboa (Ruby on Rails bzw. Ruby) ja auf SubVersion zugreifen. Für diese Ruby-SubVersion-Schnittstelle brauchen wir allerdings SWIG. Es ist wichtig zu beachten, dass SubVersion momentan (v1.4.3) nur SWIG v1.3.25 unterstützt. Eine ältere oder neuere Version funktioniert leider nicht. Wenn man sich bei SourceForge etwas durchklickt findet man die richtige Version.

Dieses Archiv wie gehabt extrahieren, in der Kommandozeile hinein navigieren und die üblichen Befehle ausführen:

./configure
make
sudo make install

SubVersion

Den Quelltext findet man auf der SubVersion Homepage. Entweder in den News oder im Source Code Download Ordner. Das subversion-x.y.z.tar.gz Archiv (x, y und z stehen hier natürlich für Versionsnummern) enthält den Quelltext von SubVersion selbst. Seit SubVersion 1.4 gibt es zusätzlich auch noch ein subversion-deps-x.y.z.tar.gz Archiv, dass alle Abhängikeiten enthält. Genauere Details dazu gibt es in der Installations-Datei von SubVersion.

Entpackt zuerst den SubVersion-Quelltext irgend wo hin, z.B. in euer privates Verzeichnis (home-Verzeichnis). Dort sollte nun ein subversion-x.y.z Ordner zu finden sein, der den Quelltext von SubVersion enthält. Anschließend entpackt auch das deps-Archiv an den gleichen Zielort. Dadurch werden alle nötigen Abhängikeiten (Apache Portable Runtime, Zlib und Neon) in den SubVersion-Ordner entpackt.

Nun bemühen wir die Konsole und navigieren per Komandozeile in den subversion-x.y.z-Ordner. So in etwa:

cd subversion-1.4.3

Das Archiv entpacken und per Kommandozeile den Ordner öffnen. Wir haben ja für SubVersion bereits SWIG installiert, allerdings müssen wir SubVersion das vor dem Compilieren noch mitteilen. Sonst läst sich später die Ruby-SubVersion-Schnittstelle nicht compilieren. Deswegen fällt hier der ./configure-Befehl etwas länger aus:

./configure --with-swig=/usr/local/bin/swig
make
sudo make install

Durch die Abhängikeiten von SubVersion kann der ./configure-Befehl etwas länger rattern. Am Ende erscheint auch eine Meldung, dass Berkeley DB nicht installiert ist und deswegen nicht eingebunden wird. Diese Meldung kann man allerdings getrost ignorieren. SubVersion sollte nun installiert und einsatzbereit sein.

Ruby-SubVersion-Schnittstelle

Die Ruby-SubVersion-Schnittstelle (“SubVersion Ruby Bindings”) ist im SubVersion Quelltext enthalten. Also schauen wir noch mal in das SubVersion Quelltext Verzeichnis (dass vom vorherigen Schritt) rein. Dort die folgenden Befehle eintippen:

make swig-rb
make check-swig-rb
sudo make install-swig-rb

Der 2. Befehl make check-swig-rb kann eine Weile dauern. 2 Tests meldeten auch Fehler weil die Berkeley DB nicht installiert ist. Das kann man allerdings, wie die Meldung vorher, getrost ignorieren.

Um sicher zu sein, dass die Schnittstelle funktioniert, sollte man die folgenden Befehle ausführen:

irb
irb(main):001:0> require 'svn/core'
=> true
irb(main):002:0> exit

Falls statt => true eine Fehlermeldung erscheint, funktioniert es leider nicht. In dem Fall könnt ihr hier einfach einen Kommentar schreiben. :)

5. MySQL

Ruby on Rails braucht natürlich noch eine Datenbank im Hintergrund, MySQL erfüllt diesen Zweck recht gut. Hier bin ich mal nicht so gründlich und installiere es so wie es im Ubuntu Serverguide steht:

sudo apt-get install mysql-server mysql-client

Die MySQL-Ruby bindings zu laufen zu kriegen ist allerdings etwas schwieriger bzw. dazu braucht man noch ein Paket mehr:

sudo apt-get install libmysqlclient15-dev
sudo gem install mysql

Nun sollte MySQL laufen und für Ruby on Rails bereit sein.

6. Ruby on Rails

Langsam kommen wir nähre an Collaboa ran. Rails kann man dank Ruby Gems bequem installieren:

sudo gem install rails -y

Bei mir musste ich den Befehl zwei mal eingeben. Also wenn am Anfang zuerst eine Fehlermeldung kommt, einfach noch mal eingeben.

Mongrel (optional)

Der Standardserver von Ruby on Rails (Webrick) ist nicht perfekt und hängt ab und zu. Es gibt bessere und vor allem schnellere Alternativen, wie z.B. Mongrel.

sudo gem install mongrel -y

Wenn man mit Webrick zufrieden ist, kann man sich diesen Schritt sparen.

Collaboa

Die Ziellinie ist in sicht. Collaboa kann man auf der Website runterladen. Allerdings braucht man für Collaboa noch einige Gems:

sudo gem install redcloth
sudo gem install syntax
sudo gem install xhtmldiff -y

Das Collaboa-Archiv entpacken. Die aktuelle Collaboa-Version (0.6.1) wurde mit Rails 1.2.1 entwickelt und ist darauf fixiert. Dementsprechend wird sich Collaboa beschweren, wenn wir nur die neuste Rails-Version 1.2.3 installiert haben. Um diese “Fixierung” an Rails 1.2.3 anzupassen hab ich kurzerhand die entsprechende Quelltext-Zeile in der config/environment.rb Datei bearbeitet. Von

RAILS_GEM_VERSION = '1.2.1'

zu

RAILS_GEM_VERSION = '1.2.3'

Dazu fehlt in dem Collaboa-Archiv das log-Verzeichnis. Damit Collaboa beim Start deswegen nicht rausfliegt legen wir manuell ein log-Verzeichnis an:

mkdir log

Damit sollten alle unmittelbaren Bedürfnisse von Collaboa gestillt ein. Die paar letzten Schritte (Aufbau und einrichten der Datenbank, Einrichten von Collaboa) werden im Collaboa-Wiki gut erklärt.

Nach diesen kurzen Schritten kann man den Webserver starten (ruby script/server) und unter localhost:3000 die Collaboa-Installation bewundern.

Fertig!

Für mich war es ein langer weg bis hierher. Die ganze Prozedur hab ich 4 mal hinter mich gebracht. Zu dem war es für mich eine gute bzw. tiefere Einführung in Linux.

Wie man vielleicht schon erahnt, hab ich Collaboa momentan nur zur Entwicklung aufgesetzt. Ich werde noch ein paar Fehler korrigieren und ein paar Funktionen hinzufügen (z.B. Wiki). Bis jetzt hat mich Collaboa sehr beeindruckt… vor allem die für mich unerlässliche Unterstützung für mehrere Projekte.

Ich hoffe, dieses kleine … “HowTo” hilft einigen anderen weiter, die sich für Collaboa interessieren, aber in den “kleinen Details” ertrinken.

Danke für’s Lesen.

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Altenheim, Überstunden, Opera

Vom 11. April 2007

Seit Januar diesen Jahres bin ich fröhlicher ZIVI in einem Altenheim in Oettingen. Als ich mir die Stelle gesucht hab, dache ich da an sowas wie mein Bruder gemacht hat: am Tag effektiv 3 Stunden arbeit, der Rest Wartezeit zwischen den einzelnen Aktionen. Ich hatte damals sogar den verwegenen Gedanken, ich könnte den Zivildienst nutzen um meine privaten Projekte weiter zu bringen oder gar Japanisch zu lernen (eines meiner Langzeitziele).

Naja, heute weiß ich leider, dass sowas zumindest im Altenheim Oettingen weit neben der Praxis ist. Letzte Woche hab ich schon 5 oder 6 Überstunden gemacht und diese Woche (bisher 2 Tage) sind es auch schon wieder 7. Vom Prinzip her hab ich nichts gegen Überstunden… vorrausgesetzt sie sind gerechtfertigt. Jedoch erlebe ich öfter, dass sowas zur Gewohnheit wird. Hauptgrund dafür sind zumindest im Altenheim mangelnde Organisation und vor allem das Fehlen einer ehrlichen Komunikation unter den Menschen. Wenn man gebenüber dem Chef immer nur “ja” sagt…

Naja, als Zivi höhrt ja sowieso jeder auf einen, also spare ich mir mal sinnlose Analysen und Maßnamen. Das würde alles nur noch deprimierender machen.

Noch ein kleine Notzi am Rande für alle, die irgend wann eine Zivi-Stelle suchen: Es gibt auch Stellen im Ausland! Hab das leider erst am letzten Wochenende über einen guten Freund erfahren… in den ganzen Infoblättern usw. hab ich leider nichts drüber gelesen. Hätte ich ehr gewust, dass sowas möglich ist, hätte ich die Gelegenheit genutzt und eine Stelle in Japan genommen. Der Staat zahl einem den Zivildienst und da Japan für mich sonst viel zu teuer ist, währe dass eigentlich die Gelegenheit gewesen. Allerdings gilt ja manchmal “besser spät als nie” und deshalb werde ich mal am Freitag (auf Überstunden frei genommen) rumtelefonieren, ob man sich zu so einer Stelle versetzen lassen kann. Müsste dann in ein paar Wochen zumindest grundlegend Japanisch lernen, aber ich bin mal so kühn und traue mir das zu. Wenn man es braucht, lernt man es schnell… und die Unterlagen dazu hab ich schon seit gut zwei Jahren da. Bin mal gespannt, was da raus kommt.

Ein anderes Highlight dieses Tages war die neue Opera-Version 9.2. Am meisten hab ich mich auf Speed Dial gefreut. So hat man in einem leeren Tab gleich eine Auswahl seiner Lieblingsseiten… jede mit einer kleinen Vorschau. Ein Klick oder zwei Tastendrücke später ist man schon da.

Eine aus meiner Perspektive sehr sinnvolle Benutzerführung. Hab gleich mal meine Seiten dort eingetragen und war anfangs erst mal etwas baff. ZGR, der Weblog hier und zwei Doku-Seiten über Ruby und Ruby on Rails. Auf viel mehr Seiten surfe ich momentan gar nicht rum… zumindest sind mir nicht mehr eingefallen. Vielleicht schadet die Arbeit als Zivi wirklich… denn egal wo ich hingehe, es gibt immer was zu tun.

Von der technischen Seite her hat mit der Aritkel über SVG-Grafiken sehr beeindruckt: SVG Evolution 3: Applying Polish. Hätte nicht gedacht, dass mit SVG inzwischen so viel möglich ist. Unschärfefilter, Offsetfilter, Farbmanipulation pro Pixel… erinnert alles schon fast irgendwie an Pixelshader bei Grafikkarten (natürlich nur vom Gefühl, nicht von der Technik).

Our SVG Image Gallery web application has grown in little jets and spurts as we’ve added various drops of eye candy and functionality to it. Viewing this application in Opera or other advanced renderers of SVG, the app starts to feel very, um, “Flash”-like, especially when you consider where we started.

Praktische Anwendungen dafür gibt es natürlich nicht sehr viele… zumindest noch nicht. Allerdings hab ich schon mehr als einmal mit dem Gedanken gespielt ein kleines Netzwerkverwaltungstool zu schreiben, dass SVG verwendet um Netzpläne dynamisch zu bearbeiten (Linien, Wolken, Objekte rumschieben, Drag & Drop, usw.). Da das nur für unser Hausnetzwerk währe, würde es mich nicht stören, dass es nicht im IE geht. Vor allem kombiniert mit jQuery währe der JavaScript-Code auch schnell realisierbar.

Ah ja, Träume… :)

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Der Spaß am Programmieren

Vom 5. April 2007

Heute ist mal wieder ein Tag, an dem das Programmieren Spaß macht. Genauer gesagt dann, wenn man weiß, dass die eigene Arbeit anderen Programmierern das Leben leichter macht.

Vor einier Zeit hab ich das Simple Localization Plugin für Ruby on Rails veröffentlicht. Jedoch hat sich bisher dafür anscheinend niemand interessiert. Ok, zugegeben, es gibt andere, wohl auch bessere Plugins, um eine Ruby on Rails Anwendung zu übersetzten. Allerdings gab es dass, was ich gebraucht hab, noch nicht, also hab ich eben selbst eines gebaut (z.B. Übersetzung von Models und deren Attributen). Als ich das Plugin gestern in ein neues Projekt eingebunden hab (kleine private Finanzbuchhaltung um den Überblick zu behalten), sind mir jedoch zwei Fehler in dem Plugin aufgefallen. Etwas erschreckt hab ich festgestellt, dass das neuste Feature des Plugins nicht funktioniert und daher das gesamt Plugin nicht geht. Wenn man einmal keinen Test schreibt…

Lieber mache ich das hier erst mal fertig und schau mir das Plugin später noch mal an…

dachte ich mir und hab nach nem kleinen Fix an der Anwendung weiter programmiert. Ironischer weise hab ich heute nach der Arbeit eine eMail von Manuel Wahl bekommen, in der er mich nach genau diesem Bug fragt. :)

Diese Ereignisse haben mich etwas zum schmunzeln gebracht. Mir wird jetzt allerdings klar, warum das Plugin niemanden was gebracht hat. Wenn es gar nicht funktioniert hat…

ps.: Das Plugin ist jetzt natürlich korrigiert (v2.1.1).

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Projekte

Simple Localization
Ein einfaches, aber macht- volles Übersetzungsplugin für Ruby on Rails.
Table Navigation
Ein jQuery Plugin um per Tastatur schnell durch Tabellen zu navigieren.

Über was ich schreibe…

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