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Prüfungsergebnisse

Vom 28. Juli 2006

Bin gerade in Schreiblaune. Hab meine offiziellen Prüfungsergebnisse schon vor ein paar Tagen bekommen (letzten Samstag glaub ich), also ist dieser Eintrag hier vieleicht etwas überfällig. Ok, kurz und schmerzlos…

Prüfungsteil Note Punkte
Ganzheitliche Aufgabe 1 befriedigend 71
Ganzheitliche Aufgabe 2 sehr gut 92
Wirtschafts- und Sozialkunde befriedigend 67
Projektarbeit und Dokumentation sehr gut 100
Präsentation und Fachgespräch sehr gut 100
Gesamtergebnis gut 89

Die Ganzheitliche Aufgabe 1 war der Fachteil… oder zumindest dass, was sich die IHK so unter der fachlichen Qualifikation von Programmierern vorstellt. Irgend wie stimmt das mit dem, was mir die Prüfer nach dem Fachgespräch gesagt haben, nicht wirklich überein. Hatte an für sich das Gefühl, dass die Aufgabe relativ gut lief, aber sie lief bei allen anderen auch nicht sehr viel besser. Problem war vor allem die Aufgabenstellung und der Zeitmangel, also wenn man nach der IHK programmieren kann, heist das vor allem, dass man “merkwürdige” Aufgaben versteht und schnell irgend was zusammenfriemeln kann. Nach meinen bisherigen Erfahrung reicht das auch in der Wirtschaft und es gibt wirklich eine Menge, die in diesem “Patchwork”-Verfahren arbeiten, aber “richtiges” Programmieren ist schon noch etwas mehr. Vor allem das Wort “Verständnis” fällt mir da ein…

Ganzheitliche Aufgabe 2… naja, nichts ernstes. Schätze mal, dass es ein paar Leichtsinnsfehler waren, die mich hier Punkte gekostet haben. Hätte vielleicht die letzten 15 Minuten doch noch mal alles durchlesen sollen, anstatt mir den Prüfungsraum anzuschauen. Allerdings kann ich mich dafür immer noch relativ genau an den Raum erinnern… bringt zwar weniger als zwei oder drei Punkte mehr, aber ist auch was. :)

Beim WiSo(Wirtschafts- und Sozialkunde)-Teil haben sie mich ehrlich gesagt kalt erwischt. Ca. ⅓ des Teils bestand aus einer Lohnabrechnung. An für sich nichts schweres, aber wenn man sich sowas über ein Jahr nicht mehr wirklich angeschaut hat, fällt es einem doch recht schwer, sich an die Einzelheiten der Rechnung zu erinnern. Wenn man das berüchsichtigt, kann ich hier mit einem Teilergebnis von 67% recht zufrieden sein.

Über die Präsentation und das Fachgespräch hab ich vorher schon etwas geschrieben. Als kleine Ergänzung will ich hier noch mal Waldemar Erhardt danken, der mich nach der Prüfung freundlicher weise auch noch zum nächsten Bahnhof gefahren hat, wodurch ich eine Stunde früher heim gekommen bin und auch eine Stunde länger den Tag genießen konnte.

Mit dem Gesamtergebnis von 89% bin ich an für sich auch zufrieden. Ein kleiner bitterer Begeschmack für mich ist, dass ab 90 Prozent wohl die Note “sehr gut” anfängt… mir also 1% zur Eins fehlt. Wer kennt dieses Gefühl nicht? Da ja der Abschluss mehr in Prozent angegeben wird und nicht über die Note, spielt es eigentlich keine große Rolle. Vielleicht ist es bei mir einfach nur Nostalgie und Erinnerung an die Zeit in der Realschule. Da ist sowas auch recht oft vorgekommen. :)

Kleines Update: Die Note “sehr gut” fängt erst ab 92% an. Mein ehemaliger Klassenkammerd Nico Schubert hat glückliche 91%. Mein Beileid.

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Ausbildung vorbei

Vom 6. Juli 2006

Nun, ab heute darf ich mich offiziell “Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung” nennen. Für meinem Geschmack ist diese Berufsbezeichnung etwas zu lang, also werde ich weiter bei “Programmierer” bleiben. Trifft es irgend wie besser und jeder weiß ungefähr, was man damit meint.

Egal, hatte heute 14:00 Uhr meine “praktische” Abschlussprüfung. Zuerst war die Präsentation dran und die lief an für sich sehr gut. Keine großen Umschweife, bin an für sich nicht aus dem Konzept geflogen und den Zeitrahmen hab ich auch einigermaßen eingehalten.

Glücklicherweise konnte ich mir kurz vor der Präsentation noch eine Uhr von einem ehemaligen Klassenkameraden (Waldemar Erhardt) ausleihen, sonst hätte ich den Zeitrahmen garantiert gesprengt.

Während der Präsentation hat einer der Prüfer guter Untermehmensberater gesagt… so langsam wird mir klar, warum viele Programmierer, die ich respektiere, als Unternehmensberater tätig sind. Anscheinend gilt man als Unternehmensberater, wenn man verzweifelt versucht, normalen Menschen gewisse Sachverhalte aus der Programmiererwelt näher zu bringen (z.B. das gut lesbarer Code produktiver ist). Versteht sich von selbst, dass 90% davon durch das Sieb des Gehirns durchfallen.

Nach einer kurzen Pause (30 Sek. bis 1 Min.) war dann das Fachgespräch dran. Der interessante Teil. Zu meiner Enttäuschung musste ich feststellen, dass keiner der Prüfer Ruby konnte. Da ich in meiner Dokumentation ein SQL-Befehl rein geschrieben hab, haben sie mich zum größten Teil über SQL ausgequetscht. Da sind mir ein paar Fehler unterlaufen (SELECT gehört zur DQL und nicht zur DML). Dazu musst ich noch ein SQL-Statement aufschreiben, dass eine Tabelle anlegt (CREATE TABLE ...) und anschließend noch eine kleine Schleife, die alle ungeraden Zahlen von 1 bis 100 ausgibt.

Da ich in Ruby leider nicht weiß, wie man die Schrittweiten bei Schleifen angeben kann, hab ich es erst mal in Java geschreiben. War danach noch so frei und hab es nochmal in Ruby angeschrieben. Dann waren die Prüfer etwas baff…

Naja, lange umschweife mit wenig Sinn… letzten Endes wurde mir das Ergebnis präsentiert.

Bestanden?

Aber ganz knapp… mit 100%.

Bin echt froh, dass ich das hinter mir hab. Hat zwar an für sich Spaß gemacht und hab danach noch ein recht nettes Gespräch mit den Prüfern geführt, aber es ist definitv eine große Sorge weniger.

Für Leute, die sich für den Stoff interessieren, gibt es hier die Daten meiner Projektarbeit zum Runterladen: Projektantrag (73 KByte), Dokumentation (835 KByte) und die Präsentation (291 KByte).

Viel Spaß damit, als Vorlage würde ich es allerdings nicht empfehlen, da das Projekt für 70 Stunden eigentlich viel zu groß ist (ehr 200 Stunden). Ohne Ruby on Rails hätte ich ziemlich alt ausgesehen. Um eben den Zeitrahmen einzuhalten ist auch die Dokumentation und die Präsentation relativ oberflächlich.

Für den Rest des Tages heist es dann erst mal ausspannen. :)

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Countdown T -1 Tag

Vom 5. Juli 2006

Morgen um 14:00 Uhr ist es so weit, endlich die letzte Abschlussprüfung. Dabei muss man seine Projektarbeit, die man vorher angefertigt und dokumentiert hat, einem Prüfungskomite präsentieren. Anschließend kommt dann noch ein Fachgespräch, auf das ich mich ehrlich gesagt sogar freue. Mal schauen, ob die Leute im Prüfungskomite was drauf haben…

Da ich ja inzwischen schon etwas, wenn auch nicht viel, Erfahrung im freien Reden hab (vorallem dank ZGR), macht mir die Präsentation hoffentlich wenig Porbleme. Ein viel größers Problem für mich ist in dem Fall die Zeit. Man hat nur 15 Minuten (+/- 2 Minuten) um die Präsentation vorzutragen.

Als ich heute die Präsentation das erste mal geübt hab, war ich nach 45 Minuten fertig… und dabei hab ich mich schon kurz gefast. Mal wieder ein Zeichen dafür, dass ich, wenn es um fachliche Fragen geht, einfach zu gesprächig bin. Mit etwas kürzen hab ich es jetzt schon auf 20 Minuten ruter gebracht, und ich bin recht zuversichtlich, dass es auch in 15 Minuten hinhaut.

Allerdings werden sich dadurch wohl während der Präsentation ein paar mehr Fragezeichen über den Köpfen der Prüfer bilden. In gewisser Weise hoffe ich dadurch auch nur, möglichst viel Stoff bzw. Inhalt von der Präsentation in das anschließende Fachgespräch verlagen zu können.

Wie dem auch sei, morgen wird sich zeigen, ob alles so läuft, wie ich es mir denke… obwohl das eh nie der Fall sein kann. Irgend wie schon komisch, ich verspüre zwar das normale Lampenfieber, aber auch wages Interesse an den Prüfern. Vor allem bin ich gespannt, ob sie jemanden finden, der die Programmiersprache Ruby beherscht. Vieleicht ist ja sogar einer dort, der das relativ neue Ruby on Rails kennt. Schon krank, vieleicht bin ich sogar mehr an den Prüfern interessiert als die an mir… evt. ist das Wort “Freak” hier sogar angebracht.

Wenn die Prüfung vorbei ist, stelle ich die Dokumentation, Präsentation und vieleicht sogar das Prototyp-Design online.

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Wieder viel zu tun…

Vom 19. Juni 2006

Mein “Arbeits”-Urlaub ist leider seit heute vorbei und nun muss ich wieder in Augsburg arbeiten. Vom Tagesablauf her ist es kein all zu großer Unterschied, nur dass ich nun wieder 5:40 Uhr aufstehen muss und 3½ Stunden auf dem Weg von und zur Arbeit verbringe. Wie schön, dass unser Büro an der westseite Fenster hat, da lernt man die Sonne nachmittags richtig lieben. Naja, was solls. Das Leben geht weiter und die Arbeit wird nicht weniger…

Zu allem Überfluss ist am Wochenende noch mein USB-Stick abgeraucht. Da ich schon bei einigen Festplatten Datenrettungen durchgeführt habe und meine USB-Sticks bis jetzt immer ohne Probleme liefen, hielt ich die Dinger fälschlicher weise für sicher. Die Quittung kahm prompt: Ein paar Tage oder Wochen Arbeit futsch, der letzte Monat des Berichtsheftes ist übern Jordan und der 15seitige Entwurf des neuen Onlineshops meiner Firma auch… Das “kleine” Dilemma hat den Berg Arbeit nur noch etwas größer gemacht. Möge er in Frieden ruhen und ich möglichst bald einen neuen bekommen (10 Jahre Garantie).

Aber das Leben besteht nicht nur aus negativen Sachen, auch wenn man sich die besser merkt. So hab ich vor ein paar Tagen beim Ruby on Rails Weblog einen Eintag über CRC-Karten gelesen. Simple Papierkarten, auf die man den Namen der Klasse, ihre Zuständigkeiten und Verbindungen zu anderen Klassen einträgt. Eine Simple Idee, die die Entwicklung von objekteorientierten Anwendungen zumindest für mich etwas einfacher gemacht hat. Jetzt spielt sich nicht mehr alles im Kopf ab, sonder man hat auch etwas greifbares auf dem Tisch liegen. Ich hab zwar davor schon mal ähnliche Software ausprobiert, aber als alter bzw. junger Notziblock-Fan sind mir die Karten deutlich lieber. Mich erstaunt es immer wieder, wie sehr solche Kleinigkeiten die Entwicklung angenehmer machen… und dass man sowas nicht in der Ausbildung lernt. Veileicht lese ich auch nur die falschen Bücher. Mal sehen, ob es irgend wo eine FH gibt, auf der man auch praktische Ding wie CRC-Karten lernt.

Eine andere gute Erfahrung war auch die ZGR PfingstLAN am letzten Wochenende. War bei weitem nicht so stressig wie die vorherigen LANs und anscheinend hat es den meisten Leute wieder Spaß gemacht. Es gibt zwar noch viel zu tun, aber so langsam wird es mit den ZGR-LANs was. Zwar ist dort auch mein USB-Stick samt Inhalt verstorben, aber im nachhinein war es ein gerechter Tausch. Allerdings hab ich auch ein etwas schlechtes gewissen, denn manche Leute waren nicht all zu lange auf der LAN und dafür dann 5 € zu kassieren war eigentlich übertrieben. Aber leider passt eine einfach Lösung eben nicht zu allen Fällen.

Auf der anderen Seite hat sich auf dieser LAN endlich ein langes Problem gelöst. Manchmal kam es vor, dass diverse Rechner im Netz einen bestimmten Rechner nicht gefuden haben. Schon ein Ping auf diesen Rechner ging nicht, alle anderen hingegen schon. Allerdings ging auf anderen PCs der Ping auf den fragwürdigen Rechner ohne Probleme. Auf dieser LAN bin ich der Sache etwas auf den Grund gegangen und hab herausgefunden, dass selbst der ARP-Request (wandelt IP-Adresse in MAC-Adressen um) nicht hinhaut. Aber was kann bei einem ARP-Request schief gehen… viele Techniker wissen ja nicht mal, dass es sowas gibt. Die Lösung des Problem ergab sich bei einem Blick auf den ARP-Cache:

[fragwürdige IP-Adresse] 00-00-00-00-00-00 ungültig!

Auf den fragwürdigen Rechnern wurden OnBoard Netzwerkanschlüsse verwendet und manche Hersteller (SiS, Marvel) neigen anscheinend dazu, keine MAC-Adressen einzutragen. An für sich ist nicht definiert, was bei so einer MAC-Adresse passieren soll, aber manche Netzwerkkarten, Chips und Treiber akzeptieren diese Adresse wohl nicht. Logischer weise geht auch nichts, wenn zwei Rechner mit der gleichen Nuller-MAC-Adresse im Netz sind. Ursache erkannt, Problem schnell behoben: MAC-Adressen eingetragen und schon gings. :)

Um ehrlich zu sein hat mir das auf der LAN am meisten Spaß gemacht, den zum Spielen bin ich nicht all zu oft gekommen…

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Projekte

Simple Localization
Ein einfaches, aber macht- volles Übersetzungsplugin für Ruby on Rails.
Table Navigation
Ein jQuery Plugin um per Tastatur schnell durch Tabellen zu navigieren.

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