Einträge in Sonstiges

Praktische Tastaturbelegung unter Linux

Vom 5. März 2010

Vor einigen Tage bin ich mehr oder minder durch Zufall auf eine Karte der deutschen Tastaturbelegung von Linux gestoßen.

Für alle Interessierten: Die Grafik der Tastaturbelegung findet man bei Ubuntu Linux unter System → Einstellungen → Tastatur → Belegung → Hinzufügen …

Zu meiner großen Überraschung kann man dort z.B. die Symbole für die Pfeiltasten direkt finden (Alt Gr + z z.B. ergibt ←). Das macht die Verwendung der Pfeile sehr angenehm. Dazu gibt es noch einige praktische Zeichen mehr, die ich ab und zu verwende wie z.B. die Ellipse … bei Alt Gr + . oder diverse mathematische Zeichen wie × bei Alt Gr + Umschalt + ,.

Die ganzen Zeichen funktionieren zwar nicht immer unter Windows, aber solange man in der Linux-Welt unterwegs ist, sind diese Zeichen echt praktisch. :)

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen

Comfortable console SSH login with private keys

Vom 7. Dezember 2009

Update: This entry is a pretty stupid approach to manage many SSH logins but I didn’t knew it better back then. The ssh config file is a much better place to specify these options. How it works is explained in this howto.

On the virtual machines of my university SSH public / private keys are used for authentication. I usually connect to other servers using the ssh program in the terminal which looks like this:

ssh host

Pretty easy and straight forward. This command tries to log in at host with your current user name and asks you for a password.

When using public / private keys things are different. Your public key is stored on the server and the private key is on your PC. Instead of a password these keys are then used to authenticate you on the server. The only annoying thing is, that the ssh program first tries to log in via the normal password method. It then needs some time (several seconds) to figure out that the server does not support this method. A nice way to avoid this waiting time is to tell ssh to directly use the publickey method:

ssh -o PreferredAuthentications=publickey host

This command (found here) tries directly and only the privatekey method. However for a lazy programmer like me it’s a bit to much to type. One way to satisfy you laziness on the command line are bash aliases, kind of named shortcuts for often used commands. You can drop this line into the .bash_aliases file in your home directory:

alias sshpk='ssh -o PreferredAuthentications=publickey'

Whenever you know open a terminal and type in sshpk bash replaces this shortcut with “ssh -o PreferredAuthentications=publickey”. So I’m now able to lazily log into a host which uses SSH public / private keys:

sshpk host

Nice and short.

I know that there are other tools to keep track of many SSH logins. SSHMenu is one of them and I used it several times. However it never survived the natural selection of occasional reinstallations of my machine…

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen

Level 60 Word-User

Vom 28. November 2009

Bei dem Vortrag über Computerspiele hat Prof. Kriha erwähnt, dass viele Computerspiele den Benutzer mitsamt seiner Entwicklung einbeziehen. Rollenspiele z.B. behandeln den Benutzer mit fortschreitendem Level anders (schwerere Aufgaben, anspruchvollere Umgebungen, usw.). Viele normale Anwendungen jedoch behandeln den Benutzer nach 3 Jahren immer noch genauso dumm wie am ersten Tag… obwohl der Benutzer z.B. nach 3 Jahren Arbeit mit Word sich (wahrscheinlich) in seinen Fähigkeine im Umgang mit Word doch erheblich verändert hat. Dennoch gibt es keinen Level 60 Word-User.

Was eigentlich als Witz gemein war, hat mich dennoch etwas zum Nachdenken gebracht. Könnte man nicht das Level-System aus den Rollenspielen irgendwie sinnvoll in größere Programme einbinden? Könnte man nicht Aufgaben stellen mit denen dann das Level des Benutzers steigt? Eine Art Level-orientiertes HowTo, das der Benutzer je nach Lust und Laune weiter machen kann.

“Zeichnen sie einen Pfad mit min. 10 Knoten verschiedener Art”, “Erstellen sie ein Rechteck und schneiden sie einen Kreis heraus”, “Herzlichen Glückwunsch zu Level 5”. Inrgend etwas in diese Richtung sollte sich doch verwerten lassen, so dass zumindest das Lernen eines Umfangreicheren Programms Spaß macht. Mal sehen, ob man das nicht in ein Projekt mit rein packen kann…

Abgelegt in: Programmieren, Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen

Computerspiele, Lehrer und die Medienoffensive

Vom 28. November 2009

Beim 6. Gamesday vor einigen Wochen hat uns Herr Lenzinger vom Regierungspräsidium zu einem Vortrag über Computerspielen eingeladen. Dabei ging es darum, bei einer Konferenz (weiß nicht, was es genau war) ca. 70 Lehrern der Medienoffensive ein wenig in dieses Thema einzuführen. So eine Gelegenheit lässt man sich nicht entgehen, also sind wir am Donnerstag (28.11.09) zu 6. aufgebrochen um die Ehre der Gamer etwas zu verteidigen.

Während des Planungstreffens hatten wir uns eigentlich darauf eingestellt, dass es mehr oder weniger auf eine “Killerspiele”-Diskussion hinauslaufen würde. Jedoch war ich echt positiv überrascht, dass viele der Anwesenden sich wirklich ernsthaft über das Thema informieren wollten.

Den Anfang hat Prof. Kriha mit einem 45 Min. Vortrag über seine Erfahrungen mit Gamern gemacht (Verständnis von komplexen Systemen, denken immer an den Benutzer, usw.). Um die künstlerischen Aspekte zu betonen haben wir den Assassin’s Creed II Debut Trailer gezeigt, um die Technik etwas zu erläutern den CryENGINE 3 – Beauty, Speed, Interaction Trailer. Nach diesen ersten Teil hatten glaube ich die meisten Anwesenden in etwa verstanden, dass die Spieleentwicklung durchaus eine der Meisterdisziplinen der Informatik ist.

Um dann auch mal wirklich ein Spiel “live” zu sehen, hatte ich die Ehre, Crysis am Beamer zu zeigen. Um erst mal die Grafik etwas für sich sprechen zu lassen hab ich die Anfangsszenen mit fem Absprung gezeigt (ab dem Flugzeug, das die Insel anfliegt). Danach eine kurze Vorstellung der Funktionen des Nano-Suites und der Waffen wie z.B. dem “Tactical Attachment” und dann war da auch schon die erste Patrouille. Wir haben das Spiel kurz angehalten und in die Runde gefragt, was die Anwesenden in dieser Situation im Spiel tun würden. Ich bin einfach vorbeigeschlichen. Um die Anwesenden noch mehr zu verwirren sind wir im Spiel zum ersten Sonnenaufgang nach vorn gesprungen, haben uns den wunderschönen Sonnenaufgang angeschaut und den GPS-Störer auch gleich noch abgeschaltet ohne jemanden zu verletzen. Viele waren scheinbar erstaunt, dass man ein vermeindliches Killerspiel auf diese Art spielen kann und die Umgebung doch merkwürdig ästetisch wirkt.

Um eine richtige Diskussion anzuregen hab ich die GPS-Störer-Stelle allerdings auch mal “actiongeladen” Gespielt. Für das Bot den Raketenwerfer ausgepackt (per Cheat), mit Max. Strenght eine Hütte eingerissen und einen Soladten durch die Gegend geworfen… insgesamt etwas Chaos angerichtet (und dabei einige male fast drauf gegangen, unter einfach!). Diese Szenen wiederum hat doch einige beachtlich schockiert. Darauf hin hab ich die Frage in den Raum geworfen, was für Szenen die Anwensenden zeigen würden, wenn sie 10 bis 100 Millionen in die Entwicklung gesteckt hätten und es jetzt Verkaufen müssten. In Kinos laufen Action-Filme sehr gut… ich glaube da haben einige verstanden, warum selbst die Spielefirmen ehr solche Action-Trailer zeigen und eben nicht, wie jemand um Gegner herum schleicht (Splinter Cell sei hier eine positive Ausnahme). Das hat die Diskussion echt gut angestoßen. :)

Nach der etwas längeres Diskussion haben dann 3 Studenten Gild Wars gezeigt um die MMOGs(Massively Multiplayer Online Games) mal zu entmüstifizieren. Nach einer kleinen Einführung in der Stadt (wie bildet man Gruppen, wie handelt man, usw.) ging es raus in die Wildnes. Nach ein paar Minuten hat jemand aus dem Publikum gemeint, dass es ja eigentlich recht “langweilig” sei… Einige waren auch über diese Art der Spiele sichtlich erstaun. Darauf hin gab es dann noch eine interessante Diskussion über das Suchtverhalten diverser Dinge (halbes Jahr voll, danach verliert es seinen Reiz, usw.).

Alles in allem war es eine sehr interessante Sache. Mich hat vor allem die Offenheit und das Interesse der Anwesenden begeistert (wir haben sogar die Pause sausen lassen). Nach dem Vortrag kahmen einige zu uns und haben sich nach Spielen erkundigt (z.B. nach Assassin’s Creed II), weil sie sie interessant fanden. Andere haben uns gesagt, dass sie jetzt nicht mehr so viel Angst vor der ganzen Sache hätten, denn jemand der WoW oder Guild Wars spielt, wird wohl kaum zum Amoklauf motiviert. Alles in allem war das Feedback auch bei der Diskussion sehr positiv. Ich bin sehr froh, dass das Thema Computerspiele inzwischen durchaus ernst genommen wird. :)

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen (2)

Spielerein mit Blender

Vom 10. Juni 2009

Das Studium an der Hochschule der Medien hat eine ganze Menge schöne Seiten. Eine davon: es sind jede Menge Leute dort, die sich mit allen möglichen Programmen auskennen. Heute hat z.B. ein Kommilitone die grundlegende Handhabung von Blender vorgeführt.

Für alle Interessieren: Blender ist ein OpenSource 3D Modelierungs- und Animationsprogramm. So wie 3D Studio Max oder Maya, bloß eben in den Sphären der freien Software.

Leider ist die Bedienoberfläche von Blender etwas… unintuitiv und bisher konnte ich nicht viel mehr als Blender starten. Der Vortrag allerdings hat schön gezeigt, wie man sich in Blender bewegen kann und Gitterpunkte, Kanten oder Flächen manipuliert. Mit allein diesen Grundkenntnisse kann man schon innerhalb von 10 Min. einen kleinen Darwianer bauen:

Alles in allem echt gut für einen kleinen Einstieg ohne jegliche Vorkenntnisse. Besten Dank an Timo für diesen guten Vortrag. :)

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen

Entwicklung, Patente… und die Menschheit

Vom 22. Februar 2009

Gestern beim Frühstück hatte ich mit einigen meiner Kommilitonen eine interessante Unterhaltung über den Sinn und Unsinn von Patenten. Ich finde solche Diskussionen sehr gut, da man seine Gedanken untereinander austauschen kann. Zudem bin ich auch einfach froh, Leute gefunden zu haben, mit denen man überhaupt länger über sowas reden kann. Ich war allerdings etwas erstaunt, wie wenig kritisch meine Kommilitonen Patenten gegenüber eingestellt sind. Vielleicht liegt es daran, dass man sich mit solchen Themen nicht einfach so mal genauer befasst, sie einen selten direkt betreffen oder sie auch einfach andere Erfahrungen mit Patenten gemacht haben als ich (genau deshalb finde ich es gut und wichtig, über sowas zu reden). Jedoch ist mir mal wieder aufgefallen, dass es mir in letzter Zeit einfach nicht mehr gelingt, meine Gedanken verständlich und nachvollziehbar zu äußern. Möglicher weise sind meine Gedanken einfach komplizierter geworden sind, weil alles eigentlich mit allem irgendwie verwoben ist und alles beeinflusst. Anscheinend habe ich bei meinen Kommentaren zu viele geistige Schritte übersprungen, denn ich hatte das Gefühl, dass bei meinen Gesprächspartnern eigentlich nicht das ankam, das ich sagen wollte. Diese Erfahrung war ein Anreiz, meine Gedanken zum Thema Patente etwas zu ordnen und mir zu überlegen, wie ich diese möglichst nachvollziehbar erklären kann.

Ein Versuch

Anfangen kann man indem man sich folgendes überlegt: Was muss ich alles erledigen, wenn ich etwas entwickeln will, dass viele Menschen verwenden können (z.B. ein Auto). Bei diesem Gedanken bin ich grob auf folgende Schritte gekommen:

  • Grundlagenforschung: Erstmal überlegen, welche Technologien es bereits gibt und welche man verwenden kann. Je nach Gebiet bzw. Industrie muss man auch erst mal eine neue Technologie erforschen oder bestehende aufwändig kombinieren.
  • Produktforschung: Wie können Menschen diese Technologie sinnvoll nutzen? Nur mit meinem Verbrennungsmotor könnte ich nicht viel anfangen. Ich bräuchte schon ein bedienbares Auto um eine größere Stecke zu fahren… und das besteht aus mehr als nur einem Motor.
  • Produkt entwickeln: Alle Technologien in ein fertiges, bedienbares und zuverlässiges Produkt zusammen führen.
  • Produkt vermarkten: Die Menschen müssen erst mal wissen, dass es eine Technologie gibt, bevor sie diese verwenden können. Zudem sollte man auch aufklären, wo die Vor- und Nachteile der Technologie liegen (z.B. dass man mit einem Auto gut große Distanzen überwinden kann, aber es Treibstoff braucht und Unfälle fatal sein können).

Geld …

All diese Schritte kosten erst mal sehr viel Geld und Zeit. Entwickelt nun eine Firma ein Produkt, so hat sie bis zu diesen Zeitpunkt nur Geld ausgegeben und noch nichts dabei verdient. Damit wirtschaftlich orientierte Firmen nun aber motiviert werden, so etwas zu machen, muss es eine Möglichkeit geben, zumindest die Ausgaben wieder durch Einnahmen zu decken. Hier kommen Patente ins Spiel. Möchte jemand anderes auf dieser Entwicklung aufbauen, soll er sich über Lizenzkosten an den Kosten für all die Forschung und den Aufwand beteiligen. Das ist durchaus fair und nachvollziehbar. Allerdings birgt das wie alles im Leben einige Risiken und Nebenwirkungen.

Sind z.B. die Lizenzkosten zu hoch, kann es passieren, dass andere Firmen die Technologie nicht nutzen können. Dadruch verbreitet sich die Technologie möglicher weise nicht genug und geht mit der Zeit einfach wieder unter. Auch wenn sie wichtige Probleme vieler Menschen gelöst hätte.

Ein weiteres Risiko besteht in der “wer zuerst kommt, mahlt zuerst” Verteilung von Patenten. Wenn zwei Personen, Teams oder Firmen zur gleichen Zeit eine Technologie entwickeln, kann nur der seine Kosten decken, der als erster das Patent anmeldet. Das mit “Pech gehabt” abzutun währe etwas hart, denn evt. hat die langsamere Seite mehr Wert auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und gute Qualität gelegt. Hier ist das Ergebnis (das schlechtere Produkt bekommt den Vorteil) zum Nachteil der Menschen. Zudem hat dieses Risiko dafür gesorgt, dass Patente schon früh oder auf Verdacht angemeldet werden, auch wenn keine ernsthafte Forschungs- oder Nutzungsabsicht dahinter steht. In dem Fall ist die Technologie für Andere mit ernsthaften Absichten blockiert. Ein Beispiel hierfür war ein Konflikt zwischen id Software und Creative Labs eine Woche vor der Veröffentlichung von dem Computerspiel Doom 3 (siehe Carmack’s Reverse und die Links bei Regarding depth-fail patents).

Ich habe auch manchmal die Beobachtung gemacht, dass sich Firmen nach ihrem Entwicklungsaufwand ausruhen. Das ist sicher nicht falsch, solange man andere, die weiter entwickeln wollen, nicht blockiert. Hier fallen mir z.B. Praktiken von Firmen wie Microsoft ein, die unter anderem Patente benutzen um die Konkurrenz davon abzuhalten, bessere Software auf den Markt zu bringen. Wie solche Firmen den Aufwand und die Ideen Anderer würdigen ist auch kein Geheimnis.

... oder etwas anderes

Das ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, wie die Dinge nach einer aufwendigen Entwicklungsphase weiter gehen können. Wenn es darauf ankommt, möglichst schnell und effektiv Probleme zu lösen, ist der Weg über Patente vielleicht nicht der Richtige. Dazu ein (unbestätigtes) Beispiel: Man sucht eine Technologie um verseuchtes Wasser in der 3. Welt mit möglichst einfachen Mitteln zu reinigen. Diese Suche kann aufwändig und kostspielig sein. Hat man eine einfache Möglichkeit gefunden (z.B. Wasser mehrere Stunden in transparenten PVC-Flaschen in der Sonne liegen lassen) ist man in erster Linie daran interessiert, diese “Technologie” so schnell wie möglich zur Anwendung zu bringen. Das Problem soll beseitigt werden und die Technologie ist nur das Mittel zum Zweck.

Würde man hier ein Patent anmelden könnte man von allen, die diese Technologie einsetzen Lizenzgebühren verlangen. Damit währe es aber wieder für Leute in der 3. Welt nicht erschwinglich und man hätte sein Problem nicht gelöst. Das währe z.B. ein Fall, bei dem das System der Patente zwar anwendbar, aber nicht sinnvoll oder erwünscht ist.

Hier besteht die Belohnung bzw. Entschädigung für den Aufwand und die Kosten der Entwicklung nicht aus wirtschaftlichem Gewinn sondern aus ideellen Werten. Man hat vielleicht das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben oder jemanden geholfen zu haben. Evt. ist es auch Belohnung genug, etwas in einem größeren Bild zum besseren verändert zu haben.

Das mag sich jetzt etwas banal oder weltfremd anhören, allerdings nur, weil man es im Zusammenhang mit Entwicklung oder Technologie selten kennt. In anderen Bereichen treiben solche Wertevorstellungen und Motivationen z.B. ehrenamtliche Helfer an. Wichtige Teile der Gesellschaft währen ohne diese Motivation bereits längst kollabiert (z.B. das Gesundheitssystem), da eine wirtschaftliche Denkweise hier nicht unbedingt zu gewünschten oder akzeptablen Zuständen führt.

Software

Der obere Gedanke ist zwar universell für viele Bereiche der Entwicklung (Raumfahrt, Mechanik, Medizin, usw.), aber jeder Bereich hat so seine Besonderheiten. Als Programmierer interessiert mich persönlich natürlich die Entwicklung von Software, also gehe ich hier auf diesen Gedanken etwas weiter ein. Dafür hab ich mir zunächst einmal überlegt, wie die Entwicklungsschritte bei Software aussehen könnten:

  • Grundlagenforschung: Entwicklung von Algorithmen, Datenformaten (z.B. für Video) oder anderen benötigten Systemen (z.B. DRM).
  • Produktforschung: Welche Probleme hat ein Benutzer und wie sollte die Software aussehen, die diese Probleme löst?
  • Produkt entwickeln: Konzeption, Programmierung, Testen, usw.
  • Produkt vermarkten: Bekanntmachen der Software und aufzeigen, warum sie die entsprechenden Probleme gut löst. Zudem die Verteilung der Software an die Nutzer.

Nach all diesen Schritten kann eine Firma schließlich die Software bzw. die Nutzungsrechte an der Software (Lizenzen) verkaufen. Zudem könnte sie Patente für entwickelte Technologien anmelden, beispielsweise für einen guten Algorithmus zur Datenkompression. Es ist auch hier fair, dass die Firma den Aufwand in irgendeiner Form wieder hereinwirtschaften kann.

Allerdings gibt es hier Besonderheiten, die die Situation etwas ungewöhnlicher machen. Wie aufwändig ist die Entwicklung von Software?

  • Man braucht die Hardware, auf der die Software laufen soll. Meist reicht hierfür ein PC, der nicht mehr als ein paar hundert Euro kostet. Es werden keine großen Labore benötigt, genauso wenig wie teure Maschinen.
  • Zu diesen anfänglichen Kosten kommen dann vereinfacht gesehen noch die Lebenshaltungskosten hinzu und man kann theoretisch unbegrenzt Software entwickeln.
  • Da die Verteilung von Software über das Internet geschehen kann, fallen hierfür auch nicht zwangsläufig weiteren Kosten an. Beispiel hierfür sind z.B. die Paket-Systeme diverser Linux-Distributionen.

Das ist eine drastisch andere Situation als in Bereichen, in denen jahrelange, aufwendige und teure Forschung oder sehr aufwendige Ausrüstung nötig ist (z.B. Medizin oder Maschinenbau). Diese geringen Kosten haben dazu geführt, dass viel Privatpersonen Software entwickeln. Nicht aus wirtschaftlichem Interesse, sondern auf Grund ihrer ideellen Werte und Motivation. Sie erhalten dadurch kein Geld, aber dafür Spaß, Erfahrung, Verantwortung und Selbstverwirklichung.

Durch diese besonderen Bedingungen teilen sich nun das wirtschaftlich orientierte Entwicklungssystem und private Entwicklungen den gleichen Bereich. Im wirtschaftlich orientierten System nutzt man Patente um für wirtschaftliche Fairness zu sorgen, bei privaten Entwicklungen sorgen spezielle Lizenzen dafür, dass ideelle Werte (z.B. Name des Autors, Anerkennung) geschützt werden (z.B. Creative Commons Lizenz, GNU General Public License oder die MIT Lizenz.

Zwei Fische in einem Teich

Man kann glaube ich bereits ahnen, dass diese Situation etwas Konfliktpotential birgt. Auf der einen Seite wirtschaftliche Entwicklungen, in deren Verlauf Grundtechnologien und Ideen patentiert werden. Auf der anderen Seite Unmengen von “Hobbyentwicklern”, die ihre Ideen und Entwicklungen wie Kochrezepte frei untereinander austauschen, verändern und weiterentwickeln. Natürlich ist die Welt auch hier nicht nur schwarz-weiß und es gibt viele Mischformen (z.B. Firmen, die von “Hobbyentwicklern” gegründet wurden), aber ein Problem besteht: was passiert, wenn das Patent für eine Idee angemeldet wird?

Durch die hohe Anzahl an “Hobbyentwicklern” ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese Idee schon einige Leute hatten. Waren diese einfach nur “dumm”, weil sie für ihre Idee kein Patent angemeldet haben? Wohl kaum, denn warum sollten sie das überhaupt? Als “Hobbyentwickler” hat man nicht unbedingt Interesse daran, aus seinen Ideen wirtschaftlichen Profit zu ziehen, denn die treibende Motivation ist eine ganz andere: Anerkennung, Spaß, Erfahrung, das Gefühl etwas gut gemacht zu haben, usw.

Nun währen durch das bestehende Patent aber sämtliche “Hobbyentwickler” gezwungen, Gebühren für etwas zu zahlen, von desen Entwicklung sie nicht profitieren, auf dem sie nicht aufbauen. Entweder wurden diese Probleme längst auf eigene Weise gelöst oder man löst sie eh anders (ja, man erfindet das Rad immer wieder neue, weil es Spaß macht). Noch verzwickter wird die Lage, wenn man nicht weiß, dass eine Idee bereits patentiert ist. Man stelle sich dazu ein Beispiel vor:

Man entwickelt ein Programm zum hören von Hörbüchern und dazu noch ein passendes Dateiformat für Hörbücher um auf der Festplatte für Ordnung zu sorgen. Man ist stolz auf sich, weil man einige Probleme gut gelöst hat (Ordnung auf der Festplatte, nie mehr aufschreiben, wo man aufgehört hat zu “lesen”, usw.). Zudem hat es Spaß gemacht und man hat Erfahrung gesammelt. Man hatte ein Problem und hat es ohne großen finanziellen Aufwand gelöst. Andere Leute finden das Programm auch gut und dadurch verbreitet es sich im Internet. Nun hatte ein Firma mit findiger Rechtsabteilung allerdings schon die Idee, ein Hörbuch in einer Datei zu speichern, und hat vorsorglich dafür das Patent angemeldet. Darauf hin wird man verklagt, weil man dieses Patent verletzt, also die Idee genutzt hat, ohne Geld dafür zu bezahlen. Für einen “Hobbyentwickler” kann sich sowas durchaus zu einer ernsthaften Existenzbedrohung entwickeln. Alles nur, weil man ein Problem gut gelöst hat und anderen Menschen damit geholfen hat.

Dabei werden Patente in diesem Szenario nicht mal in ihrem Sinne eingesetzt. Weder war der wirtschaftliche Aufwand für die Entwicklung der patentierten “Technologie” groß, noch hat der “Hobbyentwickler” von diesem Aufwand profitiert. Das Patent hat hier also nicht die wirtschaftliche Fairness sicher gestellt, sondern wurde einfach nur für wirtschaftliche Ziele missbraucht: Geld oder Marktbeherrschung.

Was jetzt?

Persönlich richte ich mich nach folgendem: Jedes Werkzeug wurde aus einem bestimmten Zweck und mit einem bestimmten Sinn erschaffen. Deshalb sollte man es in erster Linie in diesem Sinne einsetzen und diesen Sinn auch achten. Diese Logik wende ich auf viele Dinge im Leben an und so auch auf Patente. Daher vertrete ich die Meinung, dass man sie nur einsetzen sollte, um die wirtschaftliche Fairness zu garantieren.

Nun ist die Wirtschaft selbst aber auch nur ein Werkzeug, das entwickelt wurde, um der Menschheit zu dienen und das Zusammenleben großer Gruppen möglichst gerecht und ohne Blutvergießen zu ermöglichen. Das funktioniert zwar oft recht gut, aber die wirtschaftliche Denkweise passt nun mal nicht zu allen Situationen oder Tätigkeiten im Leben. Wenn sich ein System entwickelt hat, dass auf ideellen Werten basiert (wie z.B. die Umgebung der “Hobbyentwickler”), dann ist das finde ich ein gutes Zeichen. Menschen haben sich so entwickelt, dass ihre wirtschaftlichen Interessen nicht mehr ihr kleinster gemeinsamer Nenner sind. Sie können auch anders zusammen leben, Probleme lösen und die Menschheit weiter voran bringen. Denn wenn sich Menschen mit gegenseitiger Achtung und Respekt entgegentreten ist das meiner Meinung nach auf jeden Fall der Währung des Geldes vorzuziehen. Das funktioniert sicher nicht immer und jeder, der der Geschichte und Entwicklung der Menschheit etwas Interesse entgegen bringt, weiß das hoffentlich (z.B. kalter Krieg). Wenn es allerdings in speziellen Bereichen funktioniert, sollte man es respektieren.

Ich bin ehrlich gesagt manchmal enttäuscht darüber, dass Personen nicht mehr außerhalb des wirtschaftlichen Systems denken können oder das zumindest nicht zu erkennen geben. Letzten Endes geht es im Leben ja nicht um Profit oder Geld, sondern vor allem um eines: Menschen.

Schlusswort

Das alles sind ein paar meiner Gedanken zu einem Thema, das speziell für Programmierer etwas heikel ist. Wenn jemand denkt, dass das alles nur totaler Schwachsinn ist und ich keine Ahnung von der Welt habe, ist das ok. Es gibt so viele Meinungen zu diesem Thema, wie es Menschen gibt. Schön währe es aber, wenn du dann schreiben könntest, warum und wo meine Gedanken in die falsche Richtung driften. Ich habe nur ein paar Jahre Erfahrung und kann nur aus diesen Erfahrungen schöpfen. Zudem ist das hier keine wissenschaftliche Arbeit und auch wenn ich mir Mühe gegeben haben, Situationen objektiv darzustellen, sind es einfach nur Gedanken.

Falls es doch jemand bis hier her geschafft hat und ich jemanden zum Denken angeregt hab: Hut ab, ich weiß nicht, ob ich mich selbst solange ertragen hätte. Ich habe ein paar Gedanken der Übersichtlichkeit halber weg gelassen, aber wenn es jemanden interessiert lohne es sich vielleicht, darüber nachzudenken:

  • Welche Auswirkungen haben Patente in der Medizin?
  • Wann sind ideelle und wann materielle (wirtschaftliche) Werte wichtiger?
  • Wie beeinflussen Patente den Fortschritt der Menschheit als Ganzes?

Abgelegt in: Programmieren, Sonstiges, Gedanken | Kommentare ansehen und hinterlassen

Studienerfahrungen

Vom 23. Dezember 2008

Da mich der Soundtrack von Die Kinder des Monsieur Mathieu gerade vom Schlafen abhält schreibe ich hier einfach mal ein paar nette Eindrücke des Studiums nieder. So ein Eintag war eh längst überfällig…

Zu Beginn des Studiums (vor 3 Monaten) war die Stoffmenge in den Vorlesungen ehrlich gesagt etwas heftig. Zwar war ich von der BOS einiges gewöhnt, aber an der HDM ist das Tempo doch noch deutlich schneller. Jedoch wir der Stoff fast immer gut erklärt und ich kann mich auch für das meiste begeistern (z.B. für diskrete Mathe oder Analysis). Irgendwie verstehe ich selbst nicht so richtig, was mich an Mathe so interessiert. Ich hab jedoch einfach einen riesen Respekt vor jenen, die dieses unglaublich gut funktionierende Gedankenkonstrukt aufgebaut haben. Es ist wie geistiges sightseeing. :)

Jedoch ist der Inhalt bei weitem noch nicht das Beste am Studium. Mit Abstand am genialsten sind die Komilitonen bzw. Mitstudierenden. Es ist einfach echt super, wenn man unter Leuten ist, die ähnlich Ticken wie man selbst, die motiviert sind und auch ihren Spaß dabei haben. Ein gutes Beispiel dafür ist ein kleines 4 Gewinnt Spiel, dass einige nebenbei programmiert haben… und jetzt lassen wir unsere KIs gegeneinander antreten. Jedoch geht es nicht nur ums Programmieren. Ich bin echt froh, dass unser Studiengang so breit gefächert ist. So bin ich z.B. sehr beeindruckt, wie gut manche an der Perfektionierung ihrer Fähigkeiten arbeiten und das ist glücklicher weise nicht umbedingt programmieren sondern z.B. auch mal zeichnen. Ich glaub dadurch werden wir uns alle in den späteren Semestern sehr gut gegenseitig ergänzen.

Extrem gut ist auch das “Studentenleben”. Glücklicher weise sehr viel weniger Party als ich erwartet hab. Dafür trifft man sich öffters oder kocht gemeinsam (z.B. Crêps oder Teramisu). Wir haben aber auch den 4. Advent zusammen verbracht und dabei recht anspruchsvoll gekocht (Coq au vin). Das war einer der besten Abende überhaupt. Zudem gibt es auch reichlich andere Aktivitäten an der HdM (wie z.B. Medieninformatik-Stammtisch). Langweilig wird es einem hier sicher nicht. Um ehrlich zu sein hab ich seit langem mal wieder richtig das Gefühl zu leben.

Bisher glaube ich echt, den perfekten Studiengang erwischt zu haben. Die lange Auswahl hat sich wirklich gelohnt. :)

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen

Endlich ein Zimmer

Vom 23. September 2008

Vor ein paar Minuten hab ich einen netten Anruf bekommen. Nach fast genau zwei Monaten Suche (erste eMail hab ich am 22. Juli verschickt) ist es nun endlich geschaft: ich hab ein Zimmer in Stuttgart! Zu dem noch eins in Fahradreichweite zur HDM und in einer 5er WG in einem Haus voller Studenten. Das alles zu einem Preis von 280 € Kaltmiete und 45 € Nebenkosten für 11 m². Vielleicht nicht das aller billigste, was man in Stuttgart findet, aber doch im gut akzeptablen Mittelfeld.

Momentan bin ich einfach nur froh, dass es endlich etwas geworden ist. Nachdem ich insgesamt 35 Leute per eMail angeschrieben hab und wer weiß wie viele angerufen hab (vielleicht 20?) ist es eine Erleichterung, jetzt endlich etwas gefunden zu haben. :)

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen (1)

Fachhochschulreife

Vom 11. Juli 2008

Heute ist mein Geburtstag also nehme ich mir einfach mal Zeit für Dinge, die ich schon länger mal machen wollte. Hier mal wieder etwas rein zu schreiben ist so etwas.

Die Prüfungsnoten der BOS wurden nun schon vor einer Weile bekannt gegeben, aber gestern gabs nun endlich die vorläufigen Zeugnisse für die Bewerbungen an FHs.

Mein Prüfungsergebnisse an sich sind etwas… komisch. In Deutsch hab ich es irgendwie auf 8 von 15 Punkten geschafft. Meine Jahresbestleistung für einen Deutschaufsatz. Ironischer weise hatte ich das Gefühl, den schlechtesten Aufsatz meiner ganzen BOS-Zeit geschrieben zu haben. Nicht einen klaren Gedanken und kleinen roten Faden. Statt dessen bin ich wieder mal in die Informationstechnologie abgeglitten und hab was über Spam und Newsfeeds (als mögliche Lösung bzw. Ersatz für Newsletter) geschrieben. Einziger Kommentar meines Deutschlehrers:

Eine etwas einseitige Stellungnahme. Es gibt auch Menschen, die keinen PC bedienen können.

Um ehrlich zu sein ist diese Note dermaßen krass, dass ich es einfach nur noch komisch finde.

In Mathe (9), Physik (11) und Englisch (14) lief alles eigentlich den Erwartungen entsprechend. In Mathe hatte ich mir etwas mehr erhofft, aber dafür war Englisch ein guter Ausgleich. Zu meiner großen Überraschung behandelte ein Englischtext sogar soziale Netzwerke im Internet. Da ich (und viele andere) relativ früh mit der Prüfung fertig waren hab ich die letzte halbe Stunde damit zugebracht, einen kleinen Kommentar zu diesem Text zu schreiben. Englisch war wirklich entspannend. :)

Zudem hat sich gestern herausgestellt, dass ich in meiner kleinen OpenOffice Notentabelle richtig gerechnet hab… ich hab wirklich einen Notenschnitt von 1,7. Eigentlich recht krass, wenn ich bedenke, wo ich angefangen hab und was das angepeilte Ziel war (2.0 bis 2.5). Viel Glück und die Unterstützung guter Lehrer haben das ganze erst möglich gemacht.

Fachhochschulreife vorbei, weiter gehts.

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen (6)

One step further

Vom 13. Juni 2008

Today really was a great day. First of all I wrote the last of my final exam tests (physics) and it went far better than expected (90 – 95%). This was the last test needed for the so called “Fachhochschulzugangsberechtigung” which grands me access to the local universities of applied science. This allows me to start studying this October.

Since I’m not the type of guy who likes drinking I made my self scarce some hours after the test. To make the day even better I noticed that Opera 9.5 was released just yesterday. I’m testing the weekly builds from time to time so I had a rough impression of what was coming with “Kestrel” (the codename for this release). The new UI is impressive and Dragonfly looks promising, even if it can not really match Firebug. What really blew me away however was the speed improvement (at least for the Linux version). Opera used to lag on my machine once about 10 tabs were open but now it handles them without a problem. The summary of added web standards is also quite a good read. There are some really cool new features (text shadows, extended canvas and SVG support, ...) and I will definitely look deeper into SVG. Not only that I started to use it for web design with Inkscape but it also finally gains usable momentum in the browser world.

However after several weeks of hardly doing anything else than learning it’s finally time to get back to normal life. Unfortunately quite a bit has happened during the time I had to focus on passing these test, so far to much went on an somewhat useless To Do list.

  1. My family started to move to a new home. My father finally bough a house and we worked on the house for several weeks now. The final move is planned in about two weeks and until then I will be busy there most of my time. I’m not a fan of all this because it was terribly well coordinated (read: not at all) but it was the right move for my father.
  2. Some time ago I wrote that my grandfather suffered a brain tumor. It was removed some weeks ago and so far everything went well. However he is just slowly recovering from all the treatments… if this can be called “recovery” at all. It’s always hard to witness the degeneration of a loved one but this is a part of life.
  3. A new website for the ZGR community has always been some kind of “dream project” for me. I already started a new page about 6 month ago and now I finally want to focus the biggest part of my development time on this project. The people there really deserve a great page.
  4. However there are other projects around, like Simple Localization and the i18n patch group. I want to resume active development on Simple Localization and I have several i18n messages in my mailbox. Time to get “back to work” there. :)

This is it for now. The time for coding has come again. :)

Abgelegt in: Sonstiges, Projekte, Browser | Kommentare ansehen und hinterlassen

Inkscape: using vector graphics for web design

Vom 17. Mai 2008

Several days ago I stumbled across a website with the Black Minimalism WordPress Theme. I somehow liked this glass and shadow style and some hours later I found myself redesigning my own website.

In the past I used Photoshop 7 for designing websites and most of the time I worked with vector objects and layer effects like drop shadows. However since my switch to Ubuntu Linux I’m trying to completely switch to free software and therefore searched for a replacement for Photoshop. I really liked this vector stuff so a logical step would be to look for a full vector program suitable for my web design needs. I don’t know when I first stumbled across Inkscape but it’s already several years ago and ever since I was using it occasionally for smaller stuff like icons and symbols.

With version 0.46 however several quite useful features where added to Inkscape. Namely the possibility to create filters, a great grid and some other useful stuff like on canvas gradient editing. So this time I tried to design a website with Inkscape.

Building the basic structure is straight forward. Create some rectangles here, a gradient there (on canvas gradient editing is really handy) and add some sample text there. No big deal. Especially with an easy grid set up (I used 10px devisions) and well working snapping. The funny part started when I wanted to add the drop shadow. Inkscape features a nice GUI to build your own SVG filters but unfortunately SVG filters are still a quite techy stuff. You have to add “filter primitives” for each basic operation that together create the effect you wish. For a drop shadow visible on all four edges of an object like used on this website a filter would look like this:

A screenshot of the
drop shadow filter

  1. Expand the shape of the object the filter is applied to (dilate it’s alpha channel with the “morphology” primitive).
  2. Blur this shape with the”gaussian blur” primitive. This will give a black blurry shadow.
  3. Combine this shadow with the object by using the “composite” primitive in every way you like (10% of the 100% of the object with 100% of the object above it, whatever you like).

It’s not really user friendly yet but as a programmer I like powerful stuff and therefor I started playing around with these “filter primitives”. It’s somehow funny to think about how an effect like a drop shadow is done but once you get used to this kind of thinking you can do pretty much anything. However it’s not really productive compared to the layer effects of Photoshop. Performance of these filters is also a big problem. With just two of these drop shadow filters applied to a large part of the image it takes about two seconds to redraw the whole picture. Because of that I disabled these filters during normal work or used Inkshapes outline mode.

Neverless I’m still pretty impressed by the stuff that’s possible with Inkscape now. The last thing missing for my web design needs was also included in the latest version: slices. In Inkscape the batch export check box more or less equals to Photoshops slices as this post on an Inkscape pointed out.

  1. Create a layer with rectangles representing the areas of the image you want to save.
  2. Select the areas you want to save and set the layer transparency to 0%.
  3. Open the export dialog and hit the batch export check box.

Thats basically it. Again not as productive as Photoshop but good enough to work with. At least for me. :)

So here’s the new “vectorized” design of my website. It’s an SVG file and except the header image everything is SVG vector stuff. No longer proprietary PSD files.

A snapshot of the new design, completely done in Inkscape (click to enlarge)

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen (1)

Books getting extinct?

Vom 8. Mai 2008

Looks like I start to like English blog entries. :)

Today we did a short writing exercise in an English lesson at school. More or less as voluntary homework I wrote a short statement about the following topic:

Some media experts claim that one day books are likely “to go the way of the dinosaur”.

I really like topics about information (structure, flow, sharing, whatever) and therefore I just want to share some of my thoughts on this with the rest of the digital world:

In my opinion books will not follow the way of the dinosaurs in the way that they get extinct. Books are used for several purposes right now like archiving, information sharing and entertainment.

To archive information modern digital media like the internet or databases are way more efficient. Books cannot be copied easily and have to be preserved with extreme caution to not get unreadable within several decades. Digital information however can be copied and regenerated within just a few milliseconds and more important for archiving: searching digital data takes just some seconds instead of days or months required to search through most paper based archives. In this area books will surely loose their purpose if they not already have.

It’s almost the same for the task of information sharing though books, especially in the scientific or technical sectors. Most of these books are already outdated before they are printed or distributed around the globe. In this area digital information also takes out books because of the same features described in the previous paragraph and by the fact that digital information can be distributed around the world just within seconds.

However things are looking different in the entertainment sector. Novels or other forms of literature are not getting outdated to fast and it’s not important to search though them. They are only read a few times to entertain the reader and are not used as references. Books are also more comfortable to read. For example reading a novel at a PC screen is quite boring while reading it on a sofa or in a bed is a way better experience. In contrast to mobile devices like Notebooks or PDAs paper based text stays readable even under extreme light conditions. While it’s hard to clearly read anything on a Notebook directly hit by sunshine paper based text stays perfectly readable. Thanks to the high light reflection rate of paper a book can also be read with just a dim light around while screen devices will dazzle the reader in an uncomfortable way. Books can also be read without requiring special devices to decode the information and therefore do not require energy. In my personal opinion this is the area where books will not lose any of their popularity in the foreseeable future.

It’s not really detailed but I think it’s ok for a short overview. I honestly like English lessons that way. :)

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen (3)

To much school, to less coding

Vom 21. März 2008

This is some kind of “I’m not dead” post. Recently my web and programming activity was quite low if not zero at all and I just want to write some lines about this.

First of all the number one time burner is “school”. Right now I’m attending some kind of study preparation school you need to finish to be allowed to study at a university of applied science. The topics at school wouldn’t be a problem but since I want to study media informatics (computer science) at the university of applied science in Stuttgart I have to maintain a high mean value of my marks (2.0 on a 1 to 6 scale). Since the material at school is highly compressed (usually you get 2 or 3 years, we have just ¾ of a year) it’s getting difficult to maintain this mean value. Right now I’m exactly at 2.0 but there are still some pretty heavy tests ahead… not to mention the final exam in about 3 month.

This is pretty much the reason why all other activities almost dropped to zero. Maintenance of the Simple Localization project has become quite difficult since I’m still the only developer there and work on the Rails I18n group also has come to an halt. It’s quite sad to see these projects frozen just because of the lack of time. I really hope that I can revive these projects once my final exam is over and I have some month until college starts.

In the private world things are also not that well right now. A week ago my 76 year old grandfather has had some heath problems and the doctors found some kind of a brain tumor in his head. He made the first operation tow days ago but visiting him is difficult since the hospital is several hundred kilometres away. We’ve been there twice during the last week but it’s hard to see a person in such a condition. Especially since I owe my grandfather quite a lot. He taught me mathematics and chess in an early age, awoke my interests in drawing and science (astronomy, physics, technology, ect.) and taught me some of the principals I’m now living on (e.g. before you judge someone try to see the situation from his point of view and think about how you would have acted in his place). He also started to use a computer at an age of 71. I really hope he will make it trough all this.

Well, this is the current situation. I hope I have time for the projects again once the final exam is done.

Abgelegt in: Sonstiges, Projekte | Kommentare ansehen und hinterlassen

Mal wieder ein paar Gedanken…

Vom 13. November 2007

... über alles Mögliche.

Vor einiger Zeit hat man hier und da mal ein paar Schlagzeilen über virtuelle Welten gehört, spätestens bei dem Schlagwort “Second Life” fällt sicher bei einigen der Groschen. Anscheinend haben da ein paar mehr Leute über virtuelle Welten nachgedacht und so wird momentan z.B. an einem standardisierten Protokoll zur Kommunikation zwischen solchen Welten gebastelt.

Schon seit längeren mache ich mir immer wieder Gedanken, wie man die Interaktion zwischen Mensch und Computer verbessern kann und so das normale Leben immer weiter verbessern bzw. vereinfachen kann. Angefangen hat das mit Benutzerfreundlichkeit (Userbility) und die letzten paar Wochen drehten sich ehr um 3D Benutzeroberflächen… die 3D Desktop-Effekte von diversen Linux-Distributionen (bei mir Ubutntu) inspirieren da etwas. Seit ein paar Tagen jedoch bündeln sich meine Gedanken ab und an mehr beim Thema “virtuelle Welten”. Genauer gesagt deren möglicher Nutzen für das alltägliche Leben.

Musste heute mal wieder Tanken und dadurch kamen mir auf der Heimfahrt von der Schule heute ein paar echt witzige Gedanken. Mein Kostenfaktor Nr. 1 momentan ist Benzin um in die Schule zu fahren. Aber wozu? Eigentlich nur um an einen Ort zu kommen, an dem die Lehrer möglichst viele Schüler versammeln um ihnen was beizubringen. Der logistische Aufwand (oder vielleicht ehr das Chaos) wird jedem spätestens dann klar, wenn man frühs oder abends mit dem Auto in der Schlange steht oder man einfach die Unmengen an Schülern sieht.

Was währe nun, wenn man virtuelle Welten schaffen könnte, in denen man sich mit den Großteil seiner Sinne bewegen bzw. Kommunizieren könnte. Sehen, Hören und Mimik bzw. Körperbewegungen sind eigentlich momentan die wichtigsten Dinge die mir einfallen, über die Menschen miteinander kommunizieren. Was währe, wenn man Kommunikation über diese Ebenen mit virtuellen Welten ausreichend gut abbilden kann? Theoretisch könne man dann z.B. für eine Schule eine virtuelle Welt schaffen (im Prinzip das Schulgelände) in die sich alle Schüler einloggen können. Man hockt im Klassenzimmer, hört den Lehrer zu, geht in die Pause… eigentlich alles beim alten. Bloß, dass man nicht die ganzen Lehrer und Schüler “physikalisch” versammeln muss. Man bräuchte bloß einen Zugang zur entsprechenden “Welt”.

Natürlich kommen einem da gleich ein paar Gedanken und in erster Linie liest es sich wohl wie Schwachsinn, Science Fiction oder wie eine Beschreibung der “Matrix” (von den Filmen). Jedoch muss ich ehrlich sagen, dass ich diese Idee sehr, sehr interessant finde, aber warum hält man sie zuerst für so abwegig?

Fangen wir zuerst mal mit dem verrückten Stoff an: der Film “Matrix”. Der Film bzw. die Triologie ist wohl ehr eine Horrorvision, in der die Maschinen eine virtuelle Welt geschaffen haben um die Menschen an der Leine zu halten. Sowas ist natürlich eine Gefahr dieser Technologie, sobald sie so weit fortgeschritten ist, dass man als normaler Mensch den Unterschied zwischen “normaler” und “virtueller” Welt nicht mehr wahrnehmen kann. Was die Maschinen angeht… naja, bei der aktuellen Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz gibt es zwar immer wieder große Fortschritte, aber eine wirklich denkende Maschine ist weder in Aussicht, noch ein Ziel dieser Forschung. Viele merken gar nicht, dass KI für ganz andere Bereiche verwendet wird: Fehleranalyse, Datenauswertung, Texterkennung, Pfadfindung (z.B. in Spielen), Videokodierung und vieles mehr. Ich belasse das jetzt einfach mal dabei, dass die Menschheit in all zu naher Zukunft wohl nicht von Maschinen versklavt werden wird. Hier ist viel gefährlicher, dass sich die Menschen gegenseitig täuschen wollen, aber mir fällt für sowas ehrlich gesagt momentan kein Grund ein. Aber gut, irgendwelche Menschen kommen ja bekanntlich immer auf sehr abwegige Ideen. Insgesamt gesehen also würde ich mal sagen, dass die Gefahren, die der Film “Matrix” in Bezug auf “virtuelle Welten” darstellt, für die nächste Zeit erst mal nicht sehr stichhaltig sind.

Ein weitere Grund, warum zumindest mir die Idee zuerst relativ “lächerlich” erschien, ist einfach die Wahrnehmung des Menschen. Wie sollte es möglich sein, den Eindruck, dass man wirklich da in dieser virtuellen Welt ist, ausreichend zu erzeugen? Wie weiter oben schon aufgeführt müsst man wohl folgende Wahrnehmungsebenen hinreichend simulieren: Sehen, Hören und Mimik bzw. Körperbewegungen.

Was das Sehen angeht sind zumindest die technischen Möglichkeiten schon vorhanden bzw. ausreichend. Second Life hat ja scheinend für einige schon gereicht und wenn ich mir z.B. das Spiel Crysis anschaue sind die Umgebungen schon sehr realistisch gelungen. Hab vor Ewigkeiten mal Interview mit Tim Sweeney von Epic Games (Programmierer der Unreal Engines) gelesen in dem er geschätzt hat, dass man in ca. 15 bis 20 Jahren photorealistische Grafik haben könnte. Wenn ich mich recht erinnere war das vor ca. 2 oder 3 Jahren. Mal sehen, was sich hier noch so tut.

Hören… ich glaube jeder, der schon mal eine sehr gute Aufnahme mit einem wirklich guten Kopfhörer angehört hat, weiß, dass diese Wahrnehmungsebene schon sehr gut simuliert werden kann. 3D Sound in Spielen wie auch hier Crysis ist ein weiteres, sehr gutes Beispiel.

Kritischer wird es jedoch bei der Mimik bzw. den Körperbewegungen. Hauptsächlich eigentlich, weil man über Körperbewegungen (laufen, Augen bewegen, Kopf drehen, Hände benutzen) zum sehr großen Teil mit der Welt interagiert. Genau dass macht diese Wahrnehmungsebene aber auch zu der schwierigsten von allen. Mir sind bis jetzt noch keine Geräte bekannt, mit denen man praktikabel die Körperbewegungen einlesen kann. Sowas wie Motion Capturing funktioniert zwar schon recht gut, aber diese Gerätschaften sind für diesen Zweck sicher nicht Sinnvoll. Zu dem währe es natürlich wünschenswert bzw. nötig, wenn man sich in der virtuellen Welt bewegen könnte ohne sich in der reellen Welt zu bewegen. Für mich als Leihe in diesem Gebiet bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass man mit der Messung von Hirnströmen und Erkenntnissen aus der Hirnforschung hier möglicherweise etwas erreichen kann. Einige Artikel in dem Magazin “Technology Review” stimmen hier positiv, aber wie gesagt, als Leihe kann ich hier nur planlos spekulieren und das währe nicht sinnvoll. Kurz um bleibt also übrig, dass sich die Körperbewegungen noch nicht gescheit ablesen lassen.

Naja, ich würde zwar jetzt noch gerne weiterschreiben, aber ich muss weiter was für die Schule machen. Mir schweben noch ein paar nette Gedanken im Kopf (Gesellschaftliche Aspekte) rum und ich werde in den nächsten Tagen sicher noch mal was dazu schreiben.

Allein der logistische Nutzen so einer Technologie währe schon massiv. Aber gut, bis die Tage.

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen (1)

Altes Blut…

Vom 13. Oktober 2007

Der letzte Eintrag ist jetzt schon über einen Monat her und so wird es mal wieder Zeit, die großen Dinge der letzten Zeit nieder zu schreiben.

Das wohl wichtigste, dass sich seit dem letzten bzw. vorletzten Beitrag verändert hat, ist das Ende meines Zivildienstes. Schon Seite dem 11.9.07 besuche ich jetzt die BOS, also schon über einen Monat. Ich muss ehrlich sagen, dass das bei mir wieder altes Blut in Wallung gebracht hat. Zwar braucht man zwei bis drei Wochen bis man sich wieder an das ganze Lernen gewöhnt hat, aber nach fast 5 Jahren ohne wirkliche Schule ist das kein großes Wunder.

Die BOS ist zwar anstrengend, aber so langsam kommt wieder der alte “Entdeckergeist” hoch. Es gibt neue Sachen zu lernen und ich weiß zwar nicht warum, aber es ist für mich schon fast spannend zur Schule zu gehen. Besonders Mathe macht mir schon fast wieder Spaß. Es gibt zwar auch einige Fächer, bei denen ich überhaupt nicht weiß, wo ich dran bin (z.B. Deutsch), aber dafür gibt es eben auch andere, entspannende und interessante, Fächer (Englisch, Geschichte, Chemie). Momentan ist aber nach wie vor alles noch Einführungsstoff, es wird sich also erst noch zeigen, wie gut ich wirklich mit den Fächern klar komme.

Der Besuch der BOS nimmt zwar viel Zeit in Anspruch, aber ich glaube ich bin inzwischen bei meinen Projekten an einem Punkt angelangt, an dem man nicht einfach mal schnell irgend was “auf Eis” legen kann. Namentlich geht es mal wieder um das Simple Localization Projekt. Dank der Hilfe einiger Entwickler konnte ich in der letzten Woche recht viele Fehler beseitigen und ich bereite gerade die Veröffentlichung der neuen Version vor (wie oft hab ich das schon gesagt?).

Allerdings gibt es seit zwei Wochen noch ein anderes “Projekt”, das sich einen festen Platz in meiner Freizeit erkämpft hat. Matt Aimonetti, ein Programmierer aus den USA hat mich zu einer Diskussionsgruppe eingeladen, die das Ziel hat eine möglichst robuste Lokalisierungs-API für Ruby on Rails zu implementieren. Ich bin ihm für diese Einladung wirklich dankbar, da es für mich auch bedeutet, dass meine Arbeit an dem Simple Localization Plugin unter anderen Programmieren anerkannt wird. Die Zusammenarbeit mit den anderen Entwicklern war zwar am Anfang ungewohnt (eine englische Mailinglist und englische IRC-Besprechungen), aber ich bin wirklich erstaunt darüber die produktiv, gelassen und offen es vorangeht. Ich habe in meiner bisherigen Berufslaufbahn noch keine so produktiven Besprechungen erlebt. Ein weitere positiver Effekt ist, dass sich meine Englisch-Kenntnisse dadurch auch verbessern.

Naja, das war es erst mal so weit. Ich probiere jetzt erst mal die neue Unreal Tournament 3 Beta Demo aus. Bis auf bald.

Abgelegt in: Programmieren, Sonstiges, Projekte | Kommentare ansehen und hinterlassen

eMails, Umstieg auf IMAP

Vom 19. Mai 2007

Schon seit der Helion Webserver online ist, wollte ich meinen eMail-Verkehr über diesen Server abwickeln. Allerdings handhabt der Helion Webserver eMails etwas anders, als die meisten “normalen” Anbieter. Bei GMX, Tiscali, usw. laufen die eMails auf dem Mailserver an und werden dort über POP3 vom Client herunter geladen. Das ist schön und gut, solange man nur einen Rechner hat, von dem aus man eMails schreibt. Da mein Laptop aber durch Ubuntu eine total unerwartete Renascence erlebt hat, reicht das für mich nicht mehr.

Der Helion Webserver handhabt eMails über IMAP. Hier bleiben alle eMails auf dem Server. Der Client läd z.B. die Kopfzeilen der eMails herunter (Betreff, Absender, usw.) und bei bedarf wird auch der eMail-Inhalt heruntergeladen. Was für mich aber viel wichtiger ist: alle eMails bleiben auf dem Server, also auch Antworten von mir, Entwürfe, usw. Dadurch kann man auch auf verschiedene Weise auf seine eMails zugreifen. Wo ich früher nur Operas eMail-Client verwenden konnte, kann ich jetzt mehere eMail-Clients parallel verwenden. Das “i-Tüpfelchen” ist für mich hier RoundCube, einer der besten WebMail-Clients, dich ich je gesehen hab, der auch auf den Helion Webserver läuft. So kann ich jetzt also von meinem Hauptrechner, meinem Laptop und auch aus dem Internet auf meine eMails zugreifen und auch neue schreiben. Und da die eMails zentral gespeichert sind ist alles immer schön aufgeräumt.

Aber leider hat die Umstellung nicht nur schöne Seiten. Sie war z.B. der Anlass, meine 2½ tausend gespeicherten eMails zu sortieren. Das war zwar etwas anstrengend, aber auch interessant (hätte nicht gedacht, dass man so viel vergisst…). Leider hab ich während dieser Sortiererei festgestellt, dass Opera nicht sehr gut mit IMAP klar kommt. Während ich das datenbankähnliche System von Opera sehr schätze, nervt es doch, dass man keine Orderhierarchien anlegen kann und dass das Verschieben von eMails recht lange dauert. Alles in allem macht IMAP bei Opera einen “angeflanschten” Eindruck.

Aus diesem Grund habe ich heute auch mal wieder Thunderbird ausprobiert. Wieder erwarten ist die IMAP-Unterstützung beeindruckend. Man kann fast genauso wie mit lokalen eMails arbeiten. Die Anzeige bzw. der Download von eMails ist sehr schnell und intelligend (zuerst wird der Text runtergeladen und angezeigt, dann erst Anhänge). Zusätzlich kann man Order zum offline lesen komplett herunter laden, was sich vor allem wegen dem Laptop als nützlich erweisen kann. Nicht so toll finde ich jedoch die Handhabung bzw. Erkennung der Zeichenkodierung (UTF-8 oder ISO-8859-15). Die Einstellung der Schriftarten macht ebenfalls Probleme (schlecht lesbar). Von der Suchfunktion her ist Opera auch um einiges schneller und angenehmer.

Wie gut, dass man dank IMAP mehrere eMail-Clients gleichzeitig verwenden kann. :)

Abgelegt in: Sonstiges, Helion | Kommentare ansehen und hinterlassen

Ubuntu mit ATi und Desktop-Effekten

Vom 12. Mai 2007

Ok, schon wieder Ubuntu. Hab heute mein Notebook neu aufgesetzt und nun komplett auf Ubuntu ausgerichtet. Da ab und zu Windows auch noch praktisch ist (Photoshop und TortoiseSVN), hab ich dafür noch 10 GByte frei gehalten. Trotz des ATi-Chips im Notebook laufen jetzt auch die Desktop-Effekte. Zwar noch nicht perfekt, aber durchaus ausreichend.

Musste dafür zwar Xgl installieren, aber dank der Anleitung im Ubuntu-Wiki ging das eigentlich ohne Probleme. Die Installation eines Composite Managers kann man sich allerdings sparen, da bie Ubuntu 7.04 Compiz ja schon dabei ist. Einzig die Plugins und den Gnome Compiz Manager (für die Einstellungen) hab ich noch installiert.

Bis jetzt wirkt sich das nicht sehr auf die Akkulaufzeit aus (CPU meist ganz runter geregelt), aber mal sehen, wie es sonst noch so funktioniert.

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen (2)

Ubuntu Desktop-Effekte

Vom 5. Mai 2007

Ich war gerade mal etwas mutig und hab Ubuntu 7.04 auf meinem Hauptrechner gestartet (LiveCD). Mein Hauptrechner hat eine nVidia GeForce 7950 GT und da ich auf meinem Laptop (ATi 9700 Pro Mobility) die Desktopeffekte nicht zum laufen bekommen hab, wollte ich sie nun mal in Aktion erleben.

Nun wird mir durchaus klar, warum diese Effekte etwas mehr Staub aufwirbeln, als die von Windows Vista. Ich dachte zwar am Anfang, dass es sich lediglich um Spielereien handelt, allerdings sind diese “Spielereien” durchaus praktisch. Ok, wabbelnde Fenster, Menüs und Tooltips erhöhen Übersichtlichkeit und Komfort nicht, aber das Rotieren der Arbeitsflächen auf einem Würfel bietet für mich große Vorteile. So ist es zumindest mir sehr schnell möglich, einen Überblick über die verschiedenen Arbeitsflächen zu bekommen. Noch praktischer ist allerdings das Verschieben der Fenster zwischen den Arbeitsflächen: das Fenster einfach ganz an den Rand ziehen. Dann rotiert man automatisch zur nächsten Arbeitsfläche und hat das Fenster immer noch im Griff.

Wohlbekannt ist ja inzwischen auch die Vorschau beim Fensterwechsel mit Alt + Tab. Nett ist dabei auch die Hervorhebung des aktuell gewählten Fensters. Vor allem wenn man 2 Firefox-Fenster auf hat und so schon bei der Vorschau den Inhalt erkennen kann.

Kurz um hab ich diese Effekte deutlich unterschätzt. :)

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen (9)

Ubuntu 7.04

Vom 22. April 2007

Gestern ist das neue Ubuntu erschienen. Ok, hab gleich mal eine neue Virtual Machine für aufgesetzt und es installiert. War schon ohne VMware Tools recht schnell, aber mit… war es sehr schnell. Leider hab ich dadurch auch rausgefunden, dass die VMware Tools das Mausrad blockieren bzw. es nach der Installation einfach nicht mehr geht.

Da auf der Ubuntu-Seite erwähnt wird, dass es auch für Laptops geeignet ist, hab ich es nun auch mal auf meinem Laptop installiert. Direkt, also nicht über VMware. Ok, hatte bis jetzt nur mal Gentoo Linux auf dem Laptop und das war kein sehr langer Spaß. Als ich die LifeCD von Ubuntu das letzte mal probiert hatte, waren auch keine Energiesparfunktionen vorhanden, also der Akku sehr schnell leer.

Dieses mal allerdings sieht das um einiges anders aus. Die Installation war wie inzwischen üblich sehr schnell vorbei (reicht nicht mal für ein kurzes Spielchen) und schon die LifeCD hat die Energiesparfunktionen aktiviert. Bin echt beeindruckt… man kann sogar sehen, wann der CPU mit wie viel MHz läuft. Die Anzeige der Akkulaufzeit rechnet auch immer die Zeit hoch, wie lange das System unter der aktuellen Last noch laufen kann. Unter Windows war das entweder sehr gut versteckt oder hat nicht funktioniert.

Ebenfalls sehr beeindruckt hat mich die Installation der ATi-Treiber. Ein paar Klicks, ein automatischen Download und einen Neustart später lief alles. Einzig bei der Bildschirmauflösung (1400×1050) musste ich in der xorg.conf selbst etwas Hand anlegen.

Die Handhabung von WLANs ist ebenfalls ein Traum, kein Vergleich zu dem komplexen Rumgetue unter Windows. Ein kleines Icon neben der Uhr über das man alles machen kann: sich mit WLANs verbinden und ein neues WLAN erstellen.

Das abspielen von Musik bzw. anschauen von Videos ist ebenfalls kein Problem mehr. Wenn ein Codec fehlt, such Ubuntu nach passenden und bietet sie einem zum Download an. Einzig die Wiedergabe von Videos läuft bei mir noch nicht perfekt bzw. ohne Overlay. Wenn man das Video nicht in Orginalgröße anschaut wird es pixelig umgerechnet und braucht Leistung ohne Ende.

Da ich den Laptop sowieso fast nur zum arbeiten verwende wird Windows auf dem Ding wohl nicht mehr all zu schnell hochfahren. Zugegeben, die Hardware wird nicht perfekt ausgenutzt, aber dass macht das Flare von Gnome für mich mehr als wett.

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen

Lang ist’s her

Vom 25. März 2007

Nach fast 2 Monaten sendepause schreib ich hier mal wieder was rein. Eigentlich hatte ich schon öfter vor, ein paar Gedanken hier zu äußern, aber letzten Endes war immer die Zeit zu knapp. Mal sehen, vielleicht bekomme ich ja einen kleinen Überblick über die Themen zusammen, die mich gerade so beschäftigen.

Nun, viel Zeit ging in die Fertigstellung und Dokumentation des Simple Localization Plugins für Ruby on Rails. Ich glaub ich hab noch nie in meinem Leben so viel Dokumentation geschrieben (ca. 3 Wochen). Das Plugin ist mit der Zeit und den Anforderungen an meine Rails-Anwendungen entstanden, aber nun ist es endlich qualitativ gut genung, um es zu veröffentlichen. Auf das es anderen Programmierern die Arbeit leichter macht.

Zu meiner Überraschung und Freude haben auch einige Personen Interesse an dem Navigate through table rows using the keyboard Projekt gezeigt. Von Version 0.3.0 ging es dank verschiedener Leute aufwärts zu Version 0.5.3. Roberto Rambaldi war sogar so nett und hat mir neuen Quelltext geschickt. War wirklich ein gutes Gefühl, dass dieses Projekt jemanden wirklich was gebracht hat. :)

Ein klein wenig happig wurde es vorletzte Woche. Hatte da meinen einwöchigen Zivi-Lehrgang (oder besser Leergang). Als ich am Freitag daheim wieder angekommen bin hat mir mein Bruder eröffnet, dass an diesem Freitag der letzte Tag war, an dem man sich zur BOS anmelden konnt. Da genau das der Ort ist, wo ich eigentlich nach meinem Zivi hin wollte, war ich erst mal geschockt. Im Klartext würde das heißen, dass ich noch ein Jahr warten müsste um auf die BOS zu kommen. Naja, hab an dem Abend noch schnell meine Anmeldeunterlagen zusammengesucht und dort um 23:00 Uhr in dem Briefkasten versenkt. Am Montag gleich frühs 8:00 Uhr dort ins Sekreteriat gegangen… und siehe da, Glück gehabt. Es gab sogar noch 3 andere, die sich erst am Montag angemeldet haben. Persönlich hatte ich einfach nicht mehr dran gedacht und auch nicht damit gerechnet, dass man sich 6 Monate vorher bei der BOS anmelden muss. Ging ja gerade noch mal gut.

Neben Programmieren, ZGR und Zivi nehmen momentan auch Bücher einen sehr großen Teil ein. Ok, das ist schon länger so, aber momentan lese ich noch mehr als üblich… leider auch zu Lasten meiner Schlafgewohnheiten. Grund dafür sind nicht etwa neue Fachbücher (auch wenn The Principles of Beautiful Web Design vor zwei Tagen angekommen ist), sondern die Romane zu dem Computerspiel Halo. Eigentlich habe ich mir Die Schlacht um Reach (Vorgeschichte zu Halo) gekauft, damit ich beim langweiligen Zivi-Lehrgang was zu lesen hab. Freitag vor dem Lehrgang ist es angekommen… Montag, kurz bevor ich in Spiegelau angekommen bin, hatte ich es durch. 382 Seiten in vier Tagen, ich glaub ich hab noch nie so schnell gelesen. Das Buch hat mich echt mitgerissen. Die Story ist extrem gut und auch für mich zumindest schlüssig. Zudem beschreibt das Buch die besten Raumschlachten, die ich je gelesen hab. Ein Film ist dagegen echt langweilig.

Naja, ein paar Tage nach dem Lehrgang hab ich mir dann Die Invasion (deutsch und auch englisch) und Erstschlag gekauft. Die Invasion war nach einer Woche durch. Es ist zwar “nur” die Nacherzählung von dem Computerspiel Halo, enthält aber so viel mehr Inhalt, dass alles auf einmal in einem anderen Licht erscheint. Vor allem die Beschreibung der Flood ist ziemlich … ungewöhnlich. Hab auch einen neuen Lieblings-Charakter: der Allianz-Grunt Yayap. Der Typ bringt mich immer wieder zum Lachen.

Hab vorgestern angefangen Erstschlag zu lesen und bin schon halb durch. Dieses Buch findet zwischen Halo 1 und Halo 2 statt und klärt so einige Fragen, die sich bei den Computerspielen stellen. Bin mal gespannt, was sich da so ergibt. Danach werde ich wohl mal Die Invasion auf englsich durchlesen und anschließend Ghosts of Onyx kaufen. Den gibt es leider noch nicht auf deutsch, also teste ich mal mein Englisch aus.

Wenn ich so auf die letzten paar Wochen zurückschaue muss ich ehrlich sagen, dass diese Bücher mich voll in ihren Bann gezogen haben. Jedoch bin ich froh, dass Ghosts of Onyx erst mal der letzte Band ist. Dann ist erst mal Ende mit der kurzen Sucht und es gibt wieder mehr Zeit für andere Dinge. Es wird wahrscheinlich noch mindestens 2 weitere Romane geben, aber das dauert noch. Als Abschluss zu dem Thema kann ich eigentlich nur sagen, dass die Spiele nur einen sehr oberflächlichen Eindruck auf das Halo-Universum geben und mir auch nie richtig gefallen haben (wegen dem Gameplay). Allerdings könnte jeder, der epische Stories mag, auch an den Romanen gefallen finden.

Sonst gibt es eigentlich schon noch so einges, über dass ich berichten könnte. Meine Zivi-Tätigkeiten sind z.B. momentan etwas sinnlos und ich würde sie unter der Kategorie “verschwendete Zeit” ablegen… dort landen nicht Dinge wie ein Blick in den Himmel oder die Wartezeit am Bahnhof, sondern wirklich nur Sachen, auf die ich im Leben hätte verzichten können. Kurz gesagt: Schnauze voll. Könnte allerdings schlimmer sein… aber das Thema hebe ich mir für einen anderen Eintrag auf.

Abgelegt in: Programmieren, Sonstiges, Bücher, Romane, ... | Kommentare ansehen und hinterlassen (4)

Ein neuer Musik-Player… ein Ära geht zuende

Vom 27. Januar 2007

Eigentlich bin ich ja seit eh und je WinAmp. Die erste Version, die ich von WinAmp benutzt hab, war 2.5e (Setup-Datei erstellt am 13.12.1999). Habs nur mal just for fun installiert und das Changelog von der Version geht bis zu v1.20 zurück.

Vor einiger Zeit hat AOL WinAmp gekauft. Seit dem wird WinAmp zwar nach wie vor weiterentwickelt, aber irgend wie hab ich das Gefühl, dass WinAmp seit dem irgend wie langsam aber sicher seine “Seele” verliert. Diese frühere detailverliebte Realisierung hat für mich irgend wie zum ausdruck gebracht, dass WinAmp von programmierern geschrieben wird, die auch nur ihren Spaß dabei haben wollen. Genau das fehlt mir inzwischen irgendwie.

Früher war WinAmp für mich neben dem Mediaplayer für alles vor allem ein Spielzeug. So viele Einstellungen, so viele Sachen, die man damit machen kann… irgend wie fand man immer was neues an WinAmp oder den Plugins, das interessant war. Vor allem die sehr umfassenden Einstellungen und die große Anzahl unterstützter Formate haben mich immer sehr fasziniert.

Es gab Tage, an denen ich stundenlang in den Einstellungsdialogen von WinAmp diverse sachen ausprobiert hab. Mit etwas Geschick war es sogar möglich, die DirectMusic Lieder von Final Fantasy VIII mit WinAmp abzuspielen. Man konnte wirklich jedes Detail umstellen und verbiegen. Das alles hat mir so sehr gefallen, dass ich eine Zeit lang sogar selbst Plugins für WinAmp geschrieben hab. Seit einiger Zeit bin ich sogar Eigentümer einer WinAmp 5 Lizenz.

Das alles geht zwar heute auch noch, aber es kommen immer mehr Funktionen zu WinAmp dazu. Media Library, MP3 Player, iPod, und vieles mehr. Allerdings hab ich mich speziell in ein Plugin “verliebt”: in den Nullsoft Module Decoder. Mit diesem Plugin konnte man sehr viele verschiedene Tracker abspielen. Vor allem die Musik von Deus Ex oder Unreal Tournament Classic ist seit eh und je fester bestandteil meiner Playlist.

Das Plugin wurde von Peter Pawlowski entwickelt, der später Nullsoft verlassen hat. Glücklicher weise hat jemand anderes das Plugin weiter gepflegt und erweitert. Jedoch ging das auch zuende und bei den neuen Funktionen von WinAmp scheint keiner mehr auf die “Altlasten” zu achten. Jedenfalls funktioniert das Module Decoder Plugin nun schon seit einigen Versionen nicht mehr richtig.

Für mich war genau das der Anlass, mich mal nach einem neuem Mediaplayer umzusehen. Wie üblich schaft Wikipedia abhilfe, denn dort gibt es eine sehr gute Vergleichstabelle einiger Mediaplayer. Nach Tagen des testens und ausprobierens bin ich auf foobar2000 gestoßen.

Jeder, der etwas mehr in Programmierhandbüchern und Tutorials rumliest, kennt das Wort “foobar”. Es wird oft für Beispiele hergenommen oder um schlechte Programmiertechniken zu demonstrieren. Daher hat der Player bei mir schon durch den Namen für ein kleines Grinsen gesorgt. Installiert, Angeschaut und der erste Eindruck war an für sich recht gut. Nicht viel Müll, einfach gehalten und viele Optionen zum rumspielen… allerdings nicht so viele, wie bei WinAmp. Zu dem kann foobar2000 normalerweise keine Tracker abspielen.

Der wirklich Durchbruch kam erst ein paar Tage später, als ich nach Plugins gesucht hab. Ein Decoder für Tracker (foo_dump) war schnell gefunden. Besonders schön war, das foobar2000 oder foo_dump gleich automatisch erkennen, wenn eine Tracker-Datei mehrere Subsongs enthält. Bei WinAmp war das eine gewaltige Aktion, die verschiedenen Subsongs rauszusuchen. Bei Deus Ex wurde das z.B. genutzt um in einer Musikdatei (meist für ein Level oder Bereich) Subsongs für verschiedene Stimmungen unterzubringen: Erkunden, Kampf, Tod, usw. So enthalten die 36 Musikdatein (54 MB) über 150 Lieder.

Wirklich cool wurde es dann durch die Plugins Columns UI und erst recht durch foo_uie_single_column_playlist. Damit kann man die Oberfläche nach herzenslust konfigurieren und durch das single column playlist plugin werden die Lieder in der Playlist automatisch nach Alben gruppiert. Das ist eine Funktion, die ich schon seit Ewigkeiten gesucht hab. Richtig abgefahren ist, dass man die Routinen zum Zeichnen der Einträge und Gruppenheader selbst skripten kann. Sowas weckt natürlich sofort den Spieltrieb einens Programmierers.

Alles in allem sieht es so aus, als ob WinAmp in absehbarer Zeit von mir nicht mehr verwendet wird. Meine Playlist ist dank foobar2000 und dem single playlist column plugin endlich schön übersichtlich und wenn mir etwas nicht gefällt, kann ich es einfach umskripten. Was will man mehr?

Ach ja, die Abspielqualität von foobar2000 ist zumindest bei mir höhrbar besser bzw. klarer. Muss nur noch das Rauschen von meinem Verstärker raus kriegen…

Ok, wieder mal zu viel geschrieben. Nur noch eine Frage zum Abschluss: Welchen Musikplayer verwendet ihr?

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen (5)

Zukunft und Energie für die Welt

Vom 9. Oktober 2006

Mein Vater, mein Bruder und ich hatten vor einigen Minuten eine kleine Diskusion. Ursache waren die Nachrichten, die nebenbei dudelten. Kanzlerin Merkel steht weiterhin für den Atomausstieg…

Mein Vater verfügt über eine recht breite Basis an Wissen. Das ist auch der Grund, warum ich schon früh in meiner Jugend mehr an Naturwissenschaften als an allem anderen interessiert war. Es erstaunt mich jedoch immer wieder aufs neue, mit welchem umfassenden Blick er die Dinge meist betrachtet.

Zuerst haben wir mal wieder üben den tollen Reaktortyp von Tschernobyl geredet. Tolle Graphitstäbe dienen dort als Moderator, der Regler, der die Kernreaktion aufrecht erhält. Im Fall der Fälle kann es natürlich passieren, dass die Stäbe nicht mehr hochgezogen werden können… und damit passiert dass, was in Tschernobyl passiert ist.

Die hiesigen Druckwasserreaktoren benutzen Wasser als Moderator. Das Wasser hält die Kernreaktion am laufen. Sollte der Reaktor zu heiß werden, kocht und verdampft das Wasser. Dadurch fehlt natürlich der Moderator im Kern und die Kernreaktion kommt zum erliegen. Der GAU ist also vom Prinzip her ausgeschlossen. Leider kennen diesen Aufbau bzw. den Unterschied zwischen den beiden Typen nur wenige… zu wenige, auch wenn man es in der Realschule in Physik lernt. Allerdings regiert hierzulande natürlich die Profitgier, wodurch die Abfallprodukte nicht immer sachgemäß behandelt werden. Dazu kommt das ewige politische hin und her, durch das die Betrieber immer weniger Geld in die Wartung stecken.

Knackpunkt für mich ist, vom Tschernobyl-Typ laufen noch genug Reaktoren mit den gleichen Sicherheitsvorkehrungen. Die USA wollen neuen Reaktoren bauen (so 25 rum) und Russland auch (ca. 15). Und das liebe Deutschland will natürlich die sichersten Reaktoren überhaupt stillegen und die Energie vom Ausland einkaufen. Dort ist es vielen egal, ob die Reaktoren mit 120% oder 150% Leistung laufen.

Ich bin nicht umbedingt ein Freund von Atom-Kraft. Allerdings muss man sich mal die Alternativen durch den Kopf gehen lassen:

  • Wasserstoff ist nur ein Energieträger, keine Energiequelle.
  • Kernfusion erzeugt auch nicht wenige radioaktiven Nebenprodukte, dazu kommt die extrem Gammastrahlung der Fusion. Die Kernfusion ist allerdings bei weitem noch nicht einsatzbereit.
  • Photovoltaik trägt sich bei weitem noch nicht in unseren Breitengraden. Eine weltpolitische Lösung ist durch die Hab- und Profitgier in den nächsten Dekaden nicht denkbar.
  • Andere phosile Brennstoffe gehen unweigerlich zu neige und stören das Gleichgewicht der Erde immer weiter.

Wie gesagt, ich mag die Atomkraft nicht, oder besser gesagt den Umgang der Menschheit mit dieser. Allerdings stellt es für mich persönlich momentan das kleinste Übel dar.

Die Lagerung der radioaktiven Abfallprodukte ist natürlich immer ein dringendes Problem. Dieser Abfall ist ein gigantisches Vermächtnis an unsere Nachkommen. Habwärtszeiten von 30.000 Jahren sind wirklich länger, als irgend jemand planen kann. Man kann diesen Abfall lediglich nach bestem Wissen und Gewissen lagern und ihn überwachen. Die Nachwelt sollte wissen, mit was sie es zu tun hat. Man könnte natürlich den Abfall dort deponieren, wo sich eine Kontinentalplatte unter eine andere schiebt. Anscheinend sind sich wenige bewusst, dass das Ozonloch und der Klimawandel ebenfalls ein paar tausend Jahre Nachwirkungen haben. :|

Allerdings muss man auch mal sehen, dass die Erde keines wegs eine starre Kugel aus Felsen ist. Sie strahlt ständig selbst, ist ständig in Bewegung und enthält ebenfalls nicht wenig radioaktive Materialien. Man kann schlicht weg nicht vorhersagen, oder sicher sein, dass der Abfall in ein paar tausend Jahren nicht wieder irgend wo auftaucht.

Ich weiß, dass viele Menschen an einem statischen, unbeweglichen Weltbild hängen. Ganz wie zu Zeiten von Newton. Noch viel mehr schockiert mich, dass anscheinend sehr wenige überhaupt wissen, was Strahlung an sich ist… und dass sie ein grundlegender Bestandteil unserer Welt ist (schöne warme Sonne, nicht?). Selbst jeder Mensch enthält Radioaktive Isotope. Es ist schade, wie langsam sich Dinge in den Köpfen der Menschen ändern.

Nun, nach einer kurzen Zeit hat mein Vater ein verwandtes Thema angeschnitten. Anscheinend ist es der letzte Schrei, wieder mehr CO² zu erzeugen und dieses CO² in großen Hohlräumen in der Erdkruste einzuschließen. Leere Ölfelder oder sonstige Formationen. Persönlich hab ich zuerst nur mal an die sinkende Stabilität des Bodens gedacht, mein Vater hat das ganze allerdings aus größerer Distanz gesehen. Ein Kohlekraftwerk erzeugt in 50 Jahren ca. 1 km³ CO². Würde ein solcher Hohlram kollabieren (z.B. durch eine instabiele Oberfläche, Vulkane, Erdbeben, usw.) würde sich das CO² auf der Oberfläche verteilen. CO² ist schwerer als Luft, es würde also allen Sauerstoff in der Gegend verdrängen und immer weiter übers Land ziehen. Eine unsichtbare Wolke, die übers Land kriecht. Man kann nicht mehr Atmen, Autos gehen nicht mehr (Verbrennungsmotoren) und alles andere, das Sauerstoff braucht, ist ebenfalls tot. Man sieht, wie alle in der Umgebung ersticken, die Vögel vom Himmel fallen, und keiner weiß warum. Nach ein paar Minuten oder Sekunden ist man ebenfalls Geschichte.

Wer auf die geniale Idee kommt, solche Lager auf See anzulegen, sollte allerdings mal überlegen, was passiert, wenn der Meeresboden auf einmal mehrere hundert Meter nachgibt. Kann sich noch jemand an den Tsunami von 2004 erinnern?

Dazu kommt, das CO² gasförmig oder flüssig ist (je nach Druck). Damit ist es bei weitem nicht so unbeweglich wie radioaktiver Abfall in Salzstollen. Es kann wandern und sonst wo wieder zum vorschein kommen. Die Folge währe keine lokale radioaktive Verseuchung (falls es sowas gibt, wenn Atommüll wieder nach oben kommt), sondern eben diese schöne Wolke über der Oberfläche.

Nach meinem Bruder und Vater gab es in Afrika schon mal einen See, der eine CO² Wolke ausgestoßen hat. In der Umgebung war eine Stadt mit 28.000 Einwohnern. Man braucht sich nur mal vor Augen zu führen, wie grundlegend wichtig Sauerstoff für unser Leben ist und schon weiß man, was dann alles nicht mehr funktioniert.

Natürlich sind das alles Standpunkte, die bei den politischen Geplänkeln keine Rolle spielen. Auf der Ebene kann wohl keiner mehr zwischen Fakten und Fiktion unterscheiden, dafür sorgen schon die Lobbyisten. Es ist ein Jammer, was wir unseren Nachkommen hinterlassen. Jezt wisst ihr, worüber sich unsere Familie Abends so unterhält.

Die Menschheit ist zu groß um von Individuen weitsichtig gelenkt werden zu können und zu klein bzw. zu schlecht vernetzt um eine richtige kollektive Intelligenz zu bilden. Bei solchen Sachen zweifle ich manchmal an dem, was den Menschen zum Menschen macht: das Bewusstsein, das Denken…

Zum Schluss fält mir nur mal wieder etwas von Ghost in the Shell ein:

Es gibt keine Garantie, dass man sich nicht verändert. Das Bemühen, man selbst zu bleiben, schränkt einen nur ein.

Man muss alles ständig neu Abwägen und seine Denkweise ständig anpassen. Mit allen Informationen die man Aufnimmt, ändert man sich selbst. Warum halten die Menschen so unwahrscheinlich an der Vergangenheit fest und beurteilen die Dinge nicht nach ihren zukünftigen Auswirkungen? Will die Menschheit überhaupt jemals in der Zukunft leben?

Mal wieder dem Schreibwahn zum Opfer gefallen. Bitte verzeiht Rechtschreib- oder Gramatikfehler…

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen (5)

Skype

Vom 5. Oktober 2006

Vor drei Tagen hatte Cristian Förschner (alias Fusel, einer meiner Freunde) die spontane Idee, mal wieder essen zu gehen. Gesagt, getan, eine Stunde später saßen wir zu viert in einem Restaurant. Solche spontanaktionen sind einfach noch die besten.

Während des essens sind wir irgend wie auf das Thema Skype gekommen. Skype ist ein Programm, mit dem man kostenlos übers Internet telefonieren kann. Mit entsprechenden Kosten kann man auch normale Telefone und Handies anrufen.

Einen Tag nach dem Treffen hab ich es bei mir installiert. Es gibt zwar nicht wenig Software um übers Internet zu quatschen, aber das schöne an Skype ist, dass es sehr einfach einzurichten ist und problemlos funktioniert. Man muss nirgends wo etwas einstellen oder kallibrieren… es funktioniert einfach alles. Als Härtetest gab es gleich mal eine Dreierkonferenz mit zwei bekannten. Troz meiner sehr launischen Internetanbindung (Ping variiert von 20 ms bis zu 2500 ms) höhrt man bei Skype nur ab und zu ein paar Verzerrungen. Alles in allem war ich von Skype sehr beeindruckt.

Vorgestern hat mich dann Flo über Skype angerufen. Er hatte ein paar Fragen zu seinem aktuellen Ruby on Rails Projekt. Zum einen läst es sich mit Mikro und Kopfhörern besser Tippen und zum anderen haben wir unsere Daten oft über SubVersion abgeglichen. War für mich eine neue Erfahrung, so direkt mit Leuten übers Internet zusammen zu arbeiten.

Kann es eigentlich jeden nur empfehlen. :)

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen

Defcon

Vom 30. September 2006

Hab gerade die eMails von Introversion bekommen, dass Defcon drausen ist. Gleich mit Link zum Download und den Keys um es online zu spielen.

Hab zwar gerade wieder etwas am HelionWeb Server rumgebaut und wollte nun eigentlich ins Bett gehen, aber jetzt bin ich wieder wach. Zu meiner großen Überraschung hab ich gleichzeitig auch den Newsletter von Fileplanet bekommen… da stand sogar Defcon an erster Stelle!

Defcon ist eines der Spiele, auf die ich wirklich gewartet hab. Egoshooter schön und gut, aber ein richtig neues Gameplay gibt es nicht alle Tage. Bin schon echt gespannt. Die eMails von Introversion sind gerade mal 5½ Stunden alt. Saug gerade die 58 MByte… noch 1 Minute, dann wird gespielt. :)

Update: Das Spiel ist genial. Jetzt ist es zwar 5:19 Uhr, aber das hat sich echt gelohnt. Das ist endlich mal etwas neues in der Strategiewelt. Echt genial. Mein Bruder und ich haben gleich mal einer 6 Spieler Runde im Internet zugeschaut… da war zum Schluss hin das Strahlungsniveau schon recht hoch. :)

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen (3)

Laut, schnell und extrem krank

Vom 10. September 2006

Mit anderen Worten: Airshow in der Schweiz mit einigen der weltbesten Flugstaffeln. Ok, fangen wir am Anfang an…

Früh um 5 Uhr aufstehen, nur 2 Stunden geschlafen und ca. 4 Stunden Fahrt bis nach Grenchen. Glücklicher weise musste nicht ich fahren, da ich im Prinzip nur bei meinem Vater und Großvater mit gefahren bin. Da das Auto (Citroën C5) recht bequem ist, hab ich die meiste Zeit auf der Hinweg entweder geschlafen oder programmiert.

Einmal angekommen hat die Veranstalltung einen sehr guten Eindruck gemacht. Wir sind noch rechtzeitig gekommen, um das Ende der Kunstflugvorführungen zu sehen. Es war schon sehr beindruckend, was diese Top-Piloten mit ihren Maschienen anstellen können. Die Kunstflugmaschienen waren alle Propellermaschienen und Spezialanfertigungen, einmal ist sogar eine Tochter mit einem Flugzeug geflogen, das ihr Vater konstruiert hat. Nur nebenbei: diese Frau war Mitglied in der schweizer Nationalmannschaft. Sehr beeindruckend war auch eine neu vorgestellte Jet-Trainingsmaschiene, die Pilatus PC-21. Auch eine Propellermaschiene, allerdings nicht durch einen Motor angetrieben, sondern durch eine Turbiene. Das Ding ist echt kranke Manöver geflogen.

Ebenfalls in die Kategorie “krank” fallen Vorstellungen, wie eine auf den Tragflächen eines Doppeldeckers herrumkletternde Frau. An Anfang denkt man sich dabei vielleicht nicht viel, hat man ja schon mal irgend wann in Filmen gesehen. Wenn man allerdings mal drüber nachdenkt, dass die Frau dort oben Geschwindigkeiten von 130 km/h bis zu 270 km/h aushalten muss und dabei noch rumklettert… bekommt das eine ganz andere Dimension. Natürlich gab es in der Mitte der Tragfläche eine Vorrichtung mit Gurten, aber während man rumklettert, kann man dort recht schlecht angegurtet sein. Zum anderen bekommen Mücken, Fliegen, usw. bei solchen Geschwindigkeiten ganz andere Qualitäten. Die Dame und ihr Mann (Pilot) kommen übrigens aus dem Raum Stuttgart.

Nach diesen Einzelvorstellungen waren dann die Staffeln dran. Eigentlich waren alle Vorstellungen der Staffeln sehr gut bzw. nach dem Moderator weltklasse. Allerdings gab es einige Vorstellungen, bei denen die Piloten Manöver gemacht haben, die man mit Worten wie “krank”, “verrückt” und “irre” nicht mehr beschreiben kann. Wenn z.B. zwei Kampfjets permanent nur 5 bis 10 Meter hintereinander Fliegen, wenn einer schon 12 oder 15 Meter lang ist, weiß man einfach nicht, ob man die Piloten für verrückt, irre, einfach lebensmüde oder total genial halten soll. Das Maß an mentaler Disziplin, Kontrolle und Konzentration ist einfach bemerkenswert.

Die einzigen Wolken, die am Himel zu sehen waren, stammten im übrigen von den Rauchspuren der Flieger. Ich freue mich schon auf den Sonnenbrand in den nächsten paar Tagen. Nach 4 Stunden waren wir allerdings alle recht gut durch gegrillt und haben uns langsam auf den Weg zum Auto zurück gemacht.

Während wir gelaufen sind, haben sich drei Maschienen aus dem 2. Weltkrieg in die Lüfte erhoben und sind diverse Kunststücke geflogen. Schon beim Start hat man eine Gänsehaut bekommen. Maschienen mit 2 bis 3 tausend PS lassen wirklich die Luft vibrieren. Bei dem “Sound” bekommt man unweigerlich eine Gänsehaut. Mein Vater hat nur den Kommentar Davon träumt jeder GDI-Fahrer von sich gegeben. Im Vergleich zu den Geräuschen dort höhrt sich eine Corvett nur wie ein leichtes Gluckern bzw. Gurgeln an. Ein Flugzeug von den drei war knapp 70 Jahre alt, der Pilot jedoch 75 Jahre und er flog Manöver mit 4 oder 5 G!

Vieleicht liegt es an den nicht wenigen Dokumentationen, die ich über den 2. Weltkrieg gesehen hab, aber während die drei Jäger da oben ihre Manöver gemacht haben musste ich irgend wie dran denken, für welchen Zweck diese Maschienen gebaut wurden. Vielleicht lag es auch an den… realistischen Manövern. Es war mehr oder weniger ein Katz und Maus Spiel, fast wie eine Verfolgungsjagt. Jedenfalls wurd mir klar, dass sich die Menschen “normalerweise” bei solchen Geräuschen entweder in tiefen Bunkern in Sicherheit gebracht haben oder so schnell und weit wie möglich geflohen sind. Schon irgend wie makaber, dass man die aus diesen Kämpfen entstandenen Fähigkeiten heute als Kunst bewundert. Den Rest des Gedankengangs will ich hier lieber nicht ausführen bzw. das überlasse ich euch selbst, aber das Fliegen ist nicht die einzige Kunst, die aus Kämpfen heraus entstanden ist (Kampfsport, Waffen- bzw. Schwerschmieden, usw.).

Ok, wieder zurück zur Flugshow. Als wir zurück beim Auto waren, ergab sich noch eine kleine Überraschung. Meiner Meinung nach, das Beste an der ganzen Flugshow: die Patrouille Suisse. Wir waren noch nicht im Auto und standen auf einem Feldweg als wir geräuschlos und verduzt die Unterseite eins Kampfjet von ca. 100 oder 200 Metern Entfernung gesehen haben. Auf jeden Fall war das Ding nah. Ein oder zwei Sekunden später ist dann dem Schall auch eingefallen, dass er uns irgend etwas mitzuteilen hat. Wir hatten bei dem Parkplatz einen echten Logenplatz, die Flieger haben die meisten Manöver direkt über unseren Köfpen gemacht. Daran, dass Augen und Ohren nicht mehr synchron laufen, muss man sich allerdings erst gewöhnen. Jedenfalls waren diese Piloten wirklich extrem unterwegs. 10 Meter Abstand zwischen den 6 Fliegern, direkt aufeinander zufliegen und nur um ein paar Meter vorbei schrammen, einer Fliegt gerade aus während ein anderer um ihn herum Rollen dreht und zu guter Letzt sind alle nahe zusammen geflogen und auf einen Schlag synchron in verschiedene Richtungen abgedreht und haben Leuchtkügelchen gezündet. War wirklich beeindruckend und ich hab mehr als ein mal damit gerechnet, dass es boom macht.

Was mir jetzt einfällt, zwei Kampfjets haben als Abschlussübung ein Herz am Himmel gemalt. Jeder eine Hälfte… an den zwei Stellen, an denen sich die Linien treffen sind sie nur um ein paar Meter aneinander vorbei gerauscht. Aber die Zwei sind sowieso die ganze Zeit nur 5 Meter voneinander entfernt geflogen…

Zu meiner großen Überraschung war der Fluglärm auch nicht wirklich laut. Nicht in dem Sinne, was ich durch Stereoanlagen, Parties oder Autoanlagen als “laut” kennen gelernt hab. Normalerweise spüre ich bei sowas relavit schnell Druck oder Schmerzen in den Ohren, besonders bei diversen “Effekten”, wie modifizierte Höhen oder einen sehr heftigen Bass (wie auf der Games Convention). Die Geräusche der Flugzeuge waren einfach… mehr präsent wie andere Geräusche. Kein Druck in den Ohren, keine Schmerzen und dabei wahren die Geräusche “lauter” als alles Andere. Vielleicht sollte man einfach weniger in der natürlichen Beschaffenheit von Geräuschen rum drehen. Richtigen Bass höhrt man nicht in den Ohren, sondern den spürt man nur im Körper… zumindest wenn der Hubraum und die Anzahl der Kolben passt.

Naja, genug vom Flugfest. Auf den Rückweg hat mir mein Vater noch ein “einzigartiges Panorama” gezeigt. Bei dem nächsten Urlaub in der Schweiz bin ich definitv dabei. Die Landschaft und die Dimensionen dort verschlagen einem einfach den Atem. Zum Thema Atem… die Luft in der Schweiz ist wirklich sehr, sehr gut. Das Ries ist ja schon ein Luftschutzgebiet, aber selbst dort stinkt die Luft richtig gehend im Gegensatz zu der Luft in der Schweiz. Im Vergleich zu Augsburg… nenne ich die Luft in Augsburg lieber mal ein anderes Atemgas. Es ist einfach nicht vergleichbar.

Ich hab auch einiges neues über die Schweiz an sich erfahren, aber das hebe ich mir lieber für ein anderes mal auf. Sorry, dass es so lang geworden ist… sollte mir eigentlich zu denken geben, wenn ich über einen Tag mehr schreib, als über einen 4 Tage langen Urlaub. Ich kriche jetzt ins Bett, auf bald. :)

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen (2)

Urlaub, Violinenkonzert, Updates

Vom 4. September 2006

Der letzte Eintrag ist lange her… fast zwei Wochen. Hauptsächlich arbeite ich nach wie vor an einer neuen Version dieser Seite hier. Diese neue Version sollte zwar heute online gehen, aber nachdem unter der Produktionsumgebung noch ein paar Fehler aufgetraucht sind, werde ich erst mal ein paar Test schreiben und alles etwas “säubern”. Die meiste Zeit ist in diese neue Version geflossen, aber das werdet ihr merken, wenn sie online geht.

Ein anderer Grund für die lange Stille war der Urlaub vom Montag letzter Woche bis Freitag. Meine Geschwister und ich haben die Wohnung unserer Mutter in Weimar als “Basis” für einige Ausflüge nach Thüringen genutzt. Weimar hat mich wirklich beeindruckt. Die Stadt hat eine sehr gute Atmosphäre, die Gebäude sind relativ gut Restauriert und der Park ist sehr groß. Alles in allem eine Stadt, an die man sich gewöhnen könnte.

Im Laufe der Woche haben wir noch Gotha und Erfurt besucht. Wir haben 5 oder 6 Jahre in Gotha gewohnt und zu einem kleinen Teil bin ich dort aufgewachsen. Um so heftiger sind die Unterschiede zu der Stadt, die man als 7 jähriger noch im Gedächtnis hat. Erfurt war mehr oder weniger ein “Kulturbesucht” bzw. Stadtrundgang. Der Doom, die Innenstadt und der Petersberg. Alles recht interessant und auf jeden Fall einen Blick wert.

Der Urlaub war wirklich erholsam und auch bitter nötig. Ich hätte zwar gerne noch einige Tage dran gehangen, aber mehr ist bis Ende November nicht drinne.

Ebenfalls erwähnenswert ist das Violinenkonzert vom letzten Samstag (gestern) in Oettingen. Nach einem … arbeitsreichen Tag bei meiner Schwester in Auhausen haben wir unentschlossen diese Konzert aufgesucht. Zu meiner großen Überraschung haben dort einige sehr gute Schüler gespielt. Ich habe zwar keines der aufgeführten Stücke gekannt, allerdings ist es beeindruckend, was für Geräusche man mit einer Violine machen kann. Die Akustik im Schloß Oettingen ist ebenfalls beeindruckend. Der Klang war durchgehen sehr klar und nie zu leise aber auch nicht zu laut… und das ohne jede Elektronik.

Das war es erst mal soweit, auf bald.

Abgelegt in: Programmieren, Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen

Neuer Monitor und neue Bücher

Vom 18. August 2006

Gestern war irgend wie ein witziger Tag. Hatte zwar überhaupt keine Zeit um irgend was zu machen, aber eine Bestellung von Home of Hardware ist eingetrudelt. e-Bug, bei denen wir sonst immer bestellen, hatte die Hardware nicht auf Lager. Hauptsächlich war es Hardware für den PC eines Freundes, den mein Bruder zusammen baut, allerdings war auch mein neuer Samsung SyncMaster 940 BF TFT-Monitor dabei.

Ich bin daheim ein alter Fan von mehreren Monitoren und normalerweise arbeite ich auch mit zwei 19 Zoll CRT-Monitoren. Der TFT ist nun für einen speziellen Entwicklungsrechner, der zum einen mit Ubuntu-Linux laufen soll, aber zum anderen auch über drei Monitore verfügen soll. Zwei sind zwar für sowas wie Photoshop bzw. Inkscape nicht schlecht, aber beim Programmieren sind drei schon praktischer. Einen für den Quelltext (TFT, augenverträglicher), einen für die Dokumentation und einen für die Ansicht im Bowser.

Bitte haltet mich jetzt nicht für total verrückt… die drei Monitore hab ich im Laufe der letzten 6 Jahre zusammen getragen. Mein erster CRT (Medion, hatte damals kein Geld) stand mal über ein Jahr im Keller, da das Bild nur noch ein Regenbogen war. Später konnte ihn mein Bruder ganz unverhofft reparieren. Ein recht großer Transistor hatte eines seiner Kontaktbeinchen selbst ausgelötet. Damit hatte ich auf einmal zwei Monitore zur Verfügung und fand das ganz praktisch. Heute bin ich nun bei drei Monitoren angekommen. Wird sich aber noch zeigen, ob das so geht, wie ich es mir vorstelle.

Ok, genug von Hardware. Im Titel steht ja auch was von Büchern. Netter Weise ist ebenfalls gestern eine Lieferunge von SitePoint aus Amerika angekommen. Um genau zu sein die Bücher Deliver First Class Web Sites: 101 Essential Checklists und Build Your Own Web Site The Right Way Using HTML & CSS.

Deliver First Class Web Sites: 101 Essential Checklists hat mich in so fern beeindruckt, da es alles, was für gute Webseiten nötig ist, schön übersichtlich zusammen fast. Das ist eine ganze Menge und man verliert da recht leicht den Überblick. Erst recht wenn die Implementierung recht ungeordnet, vielleicht sogar planlos, erfolgt. Auf jeden Fall praktisch, um den Überblick über das Projekt zu behalten und das ist sehr, sehr viel Wert.

Build Your Own Web Site The Right Way Using HTML & CSS hab ich mir gekauft, weil es für Personen ohne Vorkenntnisse sehr leicht verständlich sein soll. Die Bücher von SitePoint sind zwar an für sich alle sehr gut verständlich, aber dieses Buch soll eben speziell den Einsteigern erklären, was es mit XHTML und CSS auf sich hat. Ich persönlich falle, zumindest nach meiner Auffassung, nicht mehr in das Zielpublikum dieses Buches. Allerdings habe ich meine liebe Not, weniger Erfahrenen Personen zu erklären, warum sie sich für die Hintergründe von XHTML und CSS interessieren sollten. Für jemanden, der einfach mal eine Webseite zusammenbauen will, sind die Vorteile daraus einfach nicht ersichtlich bzw. nicht relevant. Genau deshalb interessiert mich dieses Buch.

Abgelegt in: Programmieren, Sonstiges, Bücher, Romane, ... | Kommentare ansehen und hinterlassen (2)

Wackelnde Gepäckstücke und die “Truhe”

Vom 10. August 2006

Nur eine kleine Randbemerkung bzw. Erfahrung. Als ich heute auf dem Weg nach hause aus dem Zug ausgestiegen bin, ist mir eine Frau mit einem Gepäckstück aufgefallen.

Diese Frau war, so wie ich auch, gerade aus dem Zug ausgestiegen. Sie zog eine dieser typischen Rolltaschen mit einer langen Halterung hinter sich her. Wer die wunderbaren Bahnsteige kennt, weiß vielleicht auch, dass die Pflastersteine keine glatte Ebene bilden, sonder sehr viele Rillen haben. Die Rolltasche ist nun gerade in diesen Rillen all zu oft hängen geblieben, wodurch sie auf eine merkwürdig interessante Art ständig hin und her wackelte.

Nun, solche Nebensächlichkeiten würden im Normalfall nich länger als ein paar Sekunden im Bewustsein rumblubbern… wäre da nicht Terry Pratchett. In seinen Büchern, die sich mit dem Zauberer Rincewind befassen, spielt auch eine gewisse “Truhe” eine recht auffällige Rolle. “Auffällig” ist vielleicht nicht das richtige Wort… aber wie sagt man zu einer hölzernen, magischen Truhe, die auf hunderten von kleinen Füßen ständig ihrem Eigentümer hinterher wackelt und ganz nebenbei auch mal das ein oder andere Wesen anstarrt oder gar verschlingt?

Wie dem auch sei, in einem seiner Bücher erklärt Terry Pratchett, wie er auf die Idee der “Truhe” gekommen ist: Auf einem Flughafen sah er eine Frau, die ihr übergroßes Gepäckstück hinter sich her zog. Dieses Gepäckstück hat sich auch ständig in Rillen im Boden verhaken, wodurch es hin und her wackelte.

Alles in allem, wie gesagt, nur eine kleine Randerfahrung. Als ich allerdings dieses wackelnde Gepäckstück sah, bekam die Vorstellung von der “Truhe” einen nicht unerheblichen Beigeschmack von Realität. Auf der einen Seite sind die Romane von Terry Pratchett dermaßen abgedreht, verrückt und einfach fantastisch, dass man ihnen unmöglich einen Platz in der Realität einräumt. Allerdings ist es immer wieder erstaunlich, wie nah manche Dinge der Romane an der Realität sind…

Abgelegt in: Sonstiges, Bücher, Romane, ... | Kommentare ansehen und hinterlassen

Bardentreffen Nürnberg

Vom 30. Juli 2006

Mal wieder ein etwas weltlicheres Thema. Wir haben uns zu dritt (meine Schwester, ihr Freund und ich) mehr oder minder spontan dazu entschieden, auf das Bardentreffen in Nürnberg zu gehen. Eine Art Stadtfest, bei dem in der Innenstadt 8 große Bühnen aufgebaut werden, auf denen dann internationale Bands ihr Können demonstrieren. Da das ganze eine freie Veranstalltung ist, spielen auch viele kleine Gruppen an diversen Ecken und Enden. Wir waren vor zwei Jahren schon einmal dort und haben einige interessante Bands gesehen bzw. gehört… unter anderem einen Mann, der mit zwei Schlägeln Mozart auf einer Art Xylophon gespielt hat.

Ok, dieses mal war der Anfang allerdings nicht so gut. Die Musik bei den großen Bühnen war zwar schon gut, allerdings für meinen Geschmack deutlich zu laut. Es hat noch nicht geschmerzt, allerdings konnte ich durch die Lautstärke und der etwas starken Bassbetonung die Musik nicht wirklich erfassen. Als ob die eigentliche Musik regelmäßig von extremen Lauten entweder zerhämmert oder kapput vibriert wird.

Bei der zweiten Bühne haben wir uns etwas abseits hingesetzt und mehr den Garten und das Essen genossen, als die Musik. Wir waren zwar hinter den Boxen, aber die Lautstärke war immer noch üppig.

Nun, an für sich war der Tag schon halb vorbei und der Besuch in Nürnberg hatte sich noch nicht wirklich gelohnt. Bei der dritten Bühne hingegen haben wir unverhofft unseren alten Englischlehrer Herr Engelhardt und seine Frau getroffen. Zuerst war das Thema natürlich mal die aktuelle Bildungspolitik. Anscheinend legt das Bildungsministerium den Lehrern nahe, etwas “toleranter” bei der Beurteilung zu sein. Auf deutsch: die Schüler sollen in der Statistik besser werden. Das die Wirtschaft sich schon länger über die mangelde Qualifikation der Schulabgänger beschwert, scheint dort nicht wirklich jemanden zu interessieren. Aber gut, das ist ein anderes Thema, worüber man ebenfalls ganze Aufsätze verfassen könnte.

Das zweite große Thema im Gespräch war, schwer zu erraten, die Lautstärke, aber auch “aktuelle” Trends. Wenn die Lautstärke schon für einen über 60 Jahre alten Mann zu viel wird, sollte man sich vielleicht schon mal Gedanken über die Geräuschwahrnehmung der jüngeren Generationen machen. Es beeindruckt mich jedes mal wieder, wie sehr Herr Engelhardt seine Schüler am Herzen liegen. Er hat es mehr oder minder auf sein Alter und mangelnde Flexibilität zurückgeführt, dass er z.B. nicht verstehen kann, warum es so viele Jugendliche in die Diskos zieht. Gesellschaftlicher Umgang ok, aber die permanente Überreizung der Wahrnehmung und dann noch der Alkohol. Als ich ihm dann gesagt hab, das dieses Verhalten für mich persönlich auch ein Buch mit sieben Siegeln sei, war er zumindest in dieser Beziehung etwas erleichtert.

Nach dem Gespräch haben wir uns auf dem Weg zu der nächsen Bühne gemacht. Allerdings sind wir nach ein paar hundert Metern auf einen Gitarristen und eine Sängerin gestoßen… ohne Verstärker, einfach nur eine Gitarre und eine Stimme. Das war der beste Gesang, den ich je gehört hab. Wie eine Studioaufnahme, bloß fünf Meter vor einem. Einfach atemberaubend. Normalerweise höhrt man solche Stimmen nur, wenn sie einschlägig nachbearbeitet wurden, aber so etwas direkt vor der Nase zu höhren, war zumindest für mich eine völlig neue Erfahrung. Nach ca. einer halben Stunde haben wir uns dann weiter gemacht, da bei der großen Bühne nebenan die laute Musik wieder anfing.

Wir haben auf dem Weg zurück zum Auto noch einen sehr lebhaften Akkordeonspieler zugehöhrt. Es ist erstaunlich, wie aufregend man ein Akkordeon spielen kann. Anschließen haben noch zwei Leute auf Violinen Stücke von Vivaldi vorgeführt. Es überrascht mich jedes mal wieder, wie gut klassische Musik Gefühle und Stimmungen vermitteln kann (zumindest bei mir)... und die Zwei haben gewusst, wie man Violine spielt.

Persönlich waren für mich der Gesang von LaLuna und das Stück von Vivaldi die Höhepunkte des Tages, aber sowas ist letzten Endes immer Geschmackssache. Der Abstecher nach Nürnberg hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen (2)

Die kürzeste Geschichte der Zeit… vorbei

Vom 24. Juli 2006

Das Buch ist für meiner einer nun Geschichte. Muss wirklich sagen, dass es die Zeit auf jeden Fall wert ist. Man bekommt wirklich einen ungefähre Vorstellung vom (mehr oder weniger) aktuellen Stand der Wissenschaft. Es wird auch Wert darauf gelegt, zu erklären, was eine “Theorie” eigentlich ist… und das eine Theorie nicht erklären kann, warum das Universum existiert, sondern nur wie.

Am besten man liest das Buch selbst, Zeitverschwendung ist es auf jeden Fall nicht. Im Gegensatz zu “Das Universum in der Nusschale” ist dieses Buch bei weitem nicht so anstrengend zu lesen. Hatte nie das Bedrüfnis, es für ein paar Tage mal weg zu legen. Hab jetzt auf jeden Fall wieder eine ganz, ganz grobe Übersicht über diese Themen (natürlich relativ gesehen).

Nun aber wieder zu “normaleren” Themen. Das Wochenende ist mal wieder in einen halben Schwimmbadbesuch ausgeartet… tauchen, kiloweise Algen fischen, das volle Program eben, zumindest für einen Schwimmteich. Die Hälfte des Tages bestand danach aus Programmieren am Teich, mit dem gemütlichen Geplätscher eines kleinen Baches. An für sich recht entspannend, aber wenn man schon im Sitzen so sehr schwitzt, dass einen der Schweiß von der Stirn runter läuft, ist man für eine gelegentlich Abkühlung und viel Trinken noch dankbarer. Hab ich schon die Fließen auf der Terrasse erwähnt? Wenn die Schmerzgrenze irgend wo bei 70°C liegt, müssen die wohl etwas heißer gewesen sein.

Der perfekte Ausklang allerdings war die kleine Grillparty am Abend. Da leider nicht alle Teile des Grills vorhanden waren, haben wir das Grillfeuer einfach in einem provisorischen Steinkreis im Carport (Betonboden mit einem Dache drüber) gemacht. Es war zwar schon dunkel, als wir zu grillen angefangen haben, aber dafür kammen die Kerzen und Fackeln besser zur Geltung. Der Witz der ganzen Sache war, dass es während des Essens angefangen hat, wie aus Eimern zu geißen. Tisch geschnappt, zwei Meter weiter unter dem Carport getragen und schon haben wir beim Essen den Regen zugeschaut. Tolle Atmosphäre, erstklassiges Essen (Kompliment an die Köche und Grillmeister)... was will man mehr?

Das wars dann erst mal wieder. Wenn ihr euch fragt, warum ich erst jetzt wieder etwas schreibe… Ich bau nach wie vor an der neuen Version dieser Seite hier und während ich das Design gemacht hab, hat mich der Perfektionismus gepackt. Was genau das bedeutet seht ihr hoffentlich bald selbst, in allen drei Facetten.

Abgelegt in: Programmieren, Sonstiges, Bücher, Romane, ..., Projekte | Kommentare ansehen und hinterlassen (2)

Geburtstag

Vom 12. Juli 2006

Gestern war es mal wieder so weit: Geburtstag.

An für sich bin ich nicht der Typ, der gerne Partys besucht und groß Geburtstag feiert. Dieses mal allerdings, kam von meiner Schwester das spontane Angebot, abends eine kleine Grillparty zu veranstallten.

Gesagt, getan, also waren wir gestern Abend zu 8 im Garten meiner Schwester und haben gegrillt. War wirklich entspannend und für meinen Teil bis jetzt die schönste Geburtstagsfeier. An für sich ein sehr gelungener Tag.

Ist zwar unter der Woche nicht all zu gut, wenn man nur 4 Stunden schläft, aber dafür kann man es mal in kauf nehmen.

Ach ja: Ich baue gerade an einem neuen Design für diese Seite hier… also wundert euch nicht, falls sich in den nächsten Tagen etwas ändert…

Abgelegt in: Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen (4)

fcgid, Kirschen und schwimmen

Vom 9. Juli 2006

Die Seite läuft nun endlich über das Apache Modul fcgid. Dadurch braucht der Server nun keine 2 bis 3 Sekunden Bedenkzeit mehr, wenn jemand eine Seite aufruft. Es war zwar etwas gefrackel, so wie vieles bei Debian Linux (wenn man nich all zu oft mit arbeitet), aber es läuft… und das gar nicht mal schlecht. Noch dazu hat Flo den HelionWeb Server noch etwas optimiert, so dass nun mehr freier Arbeitsspeicher zur verfügung steht. Der Server gefällt mir von mal zu mal besser. :)

Das wirklich schöne an dem Tag heute war, dass er für meine Verhältnisse “normal” war. Kirschen pflücken (in 5 Metern Höhe in einem Baur rumzuklettern macht jedem Spaß), im Schwimmteich tauchen und noch grillen… schön, wenn man merkt, dass man auch noch ein “normaler” Mensch ist. Das mag sich jetzt vielleicht etwas dumm anhöhren, aber wenn sich 5 oder 6 Tage in der Woche nur alles irgend wie um PCs, Internet und Programmieren dreht, ist man über sowas froh.

Heute früh hab ich mich auch noch mal an einem neuen Design für diese Seite hier probiert… hautsächlich um zu merken, dass mir in diesem Bereich noch sehr, sehr viel Übung und die richtige Denkweise fehlt. Was Design angeht, komme ich mir an der Arbeit oft wie der einäugige unter den blinden vor.

Naja, das Wochenende war schön und erholsam. Auf bald. :)

Abgelegt in: Sonstiges, Helion | Kommentare ansehen und hinterlassen

The Power of the Marginal

Vom 29. Juni 2006

Vor kurzem hab ich einen Text enteckt: The Power of the Marginal von Paul Graham. Heist so viel wie: “Die Kraft der Außenseiter”... naja, zumindest frei übersetzt. Bin über die RailsConf 2006 drauf gekommen.

Der Text hat bei mir mal wieder eine kleine Denkwelle ausgelöst. Über meine Zukunft, den Umgang mit meinem Fachwissen, das Verhalten anderen “Insidern” gegenüber und vor allem die Art und Weise meiner Projekt.

Es ist zwar nicht falsch, Projekte gut zu planen, vor allem bei mehreren Teammitgliedern, aber es schränkt auch die Kreativität sehr ein. Ich hab selbst schon vor ca. zwei Jahren damit angefangen, alles durchzuplanen… allerdings fühlt man sich dadurch früher oder später fast wie eine Maschiene. Noch dazu hat diese “Laune” zu einem (inzwischen beigelegten) Streit zwischen mir und einem meiner besten Freunde geführt, wodurch die ZGR-Website fast hops gegangen währe. Nach einigen Monaten war diese “Laune” glücklicherweise auch vorbei.

Auf jeden Fall kann ich jedem angehenden Programmierer, Künstler, Designer, oder was auch immer, empfehlen, den Essay durchzulesen. Ich musste zwar einige male ein Übersetzungprogramm bemühen und es war an manchen Stellen nicht sehr leicht allem zu folgen, aber der Text ist es definitv wert.

Hier ein paar Textstellen, die mir besonders gut gefallen haben:

The eminent, on the other hand, are weighed down by their eminence. Eminence is like a suit: it impresses the wrong people, and it constrains the wearer.

Lord Acton said we should judge talent at its best and character at its worst. For example, if you write one great book and ten bad ones, you still count as a great writer—or at least, a better writer than someone who wrote eleven that were merely good. Whereas if you’re a quiet, law-abiding citizen most of the time but occasionally cut someone up and bury them in your backyard, you’re a bad guy.

If I could go back and redo my twenties, that would be one thing I’d do more of: just try hacking things together. Like many people that age, I spent a lot of time worrying about what I should do. I also spent some time trying to build stuff. I should have spent less time worrying and more time building. If you’re not sure what to do, make something.

Ich werde noch eine Weile brauchen um das alles richtig in meinem Kopf und mein Verhalten einzusortieren, aber so einen Text liest man auch nicht alle Tage.

Auf der anderen Seite hab ich heute früh bescheid bekommen, dass ich meine Zivistelle erst ab März haben kann. Dadurch überschneidet sich allerdings der Zivildienst und die BOS, die ich danach besuchen will, um zwei Monate. Leider werde ich mir dann wohl eine andere Stelle in der Umgebung suchen müssen, auch wenn es mir dort evt. viel Spaß gemacht hätte.

Ist schon schön, sowas… vor allem da ich in 7 Tagen meine letzte und endgültige Abschlussprüfung hab. An für sich sollte man sich da auf andere Dinge Konzentrieren…

Abgelegt in: Programmieren, Sonstiges | Kommentare ansehen und hinterlassen

Endlich DSL

Vom 26. Juni 2006

Bin etwas spät dran, es hier in meinem Weblog zu schreiben. Wir haben daheim nun endlich eine brauchbare DSL-Verbindung… nach 5 Jahren hin und her. Normale Anbieter (Telecom, Arcor, usw.) mühen sich nicht für ein kleines Dorf (2 bis 3 Tausend Einwohner) ab, also musste eine andere Lösung her.

RiesDSL hat glücklicher weise trotz viel Widerstand (oh, gefährliche WLAN-Strahlung…) eine schnelle und von den Kosten her tragbare Lösung im Angebot. Für Onlinespiele ist der Ping (25 – 2000, Durchschnitt 150) zwar etwas zu launisch, aber zum surfen ist es wirklich genug.

An für sich war am letzten Freitag schon alles fertig, aber da wir erst am Samstag einen Router geholt haben, ging erst dann alles wirklich wie gedacht. Ist schon praktisch… von einem Modem zu DLS. Kann man sich dran gewöhnen.

Vor einigen Tagen ist bei mir auch das Buch Rails Recipes angekommen. Irgend wann gewöhnt man sich daran, dass die meisten Bücher aus den USA kommen. Das Buch bietet auf jeden Fall einige sehr interessante und gute Lösungen. Ich kann es nur jedem angehenden Ruby on Rails Programmierer empfehlen.

Das Wochenende war richtig erholsam… :)

Abgelegt in: Sonstiges, Bücher, Romane, ... | Kommentare ansehen und hinterlassen (2)

Projekte

Simple Localization
Ein einfaches, aber macht- volles Übersetzungsplugin für Ruby on Rails.
Table Navigation
Ein jQuery Plugin um per Tastatur schnell durch Tabellen zu navigieren.

Über was ich schreibe…

Newsfeeds

Kommentare